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GNP1-Matchmaker: Daniel Cormier als nächstes gegen Brock Lesnar?

Vermächtnis gesichert: Vor einem Jahr weinte Daniel Cormier noch nach seiner Niederlage gegen Jon Jones im Octagon, jetzt ist er Doppel-Champion (Foto: UFC).

Mit UFC 226 steht die vielleicht größte UFC-Show des Jahres in den Büchern. Neben Daniel Cormiers zweitem Titelgewinn gab es mehr Nebenkriegsschauplätze, als gleichzeitig gewürdigt werden können – von Mike Perrys so knappem wie spektakulärem Sieg gegen Paul Felder über Paulo Costas überzeugenden vorzeitigen Sieg gegen Uriah Hall bis hin zu Dan Hookers Knockout gegen Gilbert Burns.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Daniel Cormier

 

Die Karriere Daniel Cormiers hätte am Wochenende einen endgültigen Knick erleiden können. Hätte „DC“ gegen Stipe Miocic verloren, wäre sein Image als ewiger Zweiter zementiert gewesen – trotz seines Halbschwergewichtstitels, über dem aber bekanntlich der Schatten von Jon Jones schwebt. Mit der Eroberung des Gürtels im Schwergewicht aber hat der 39-Jährige sich etwas geschaffen, das völlig unabhängig von seiner Rivalität mit Jon Jones ist.

Höchstens zwei Mal will Cormier noch kämpfen, im März 2019 soll Schluss sein. Gegen aufstrebende Newcomer will der MMA- und Olympia-Veteran in diesen zwei letzten Auftritten nicht mehr antreten – große Namen sollen es sein. „Shogun“ Rua brachte Cormier unlängst für eine Verteidigung seines Titels im Halbschwergewicht ins Spiel, falls dieser kommende Woche in Hamburg Anthony Smith schlagen sollte.

Eigentlich aber hat Cormier einen gewissen Brock Lesnar ins Auge gefasst. Der zur WWE zurückgekehrte Ex-Schwergewichtschampion will wohl erneut zurück ins Octagon - Cormier lieferte sich schon am Samstag ein so intensives wie einstudiert wirkendes Wort- und Blickduell mit Lesnar. Der indes darf nach USADA-Sperre und Rücktritt erst im Januar wieder kämpfen, was ihn als Cormiers perfekten letzten Gegner herauskristallisiert.

Nach Cormiers Plan vor dem Miocic-Kampf sollte im restlichen Jahresverlauf noch ein Auftritt eingeschoben werden, bevor im März der Abschied folgt. Angesichts einer Fingerverletzung und der generellen Trägheit, mit der solche großen Kämpfe meist zustandekommen, scheint es aktuell jedoch wahrscheinlicher, dass „DC“ seinen zuerst gewonnenen Gürtel nicht mehr verteidigt und stattdessen nur noch Anfang 2019 seinen Abschiedskampf gegen Lesnar bestreitet. Nächster Gegner: Brock Lesnar

Anthony Pettis

Ist „Showtime“ schon wieder „back“? Das zumindest scheint der Tenor zu sein nach dem zugegebenermaßen sehr überzeugenden vorzeitigen Sieg des Ex-Champions gegen Michael Chiesa. Letzterer ist einer der besten Kämpfer im Leichtgewicht, und Pettis holte einen klaren Sieg in dessen Komfortzone auf der Matte. Nach zuletzt harten Niederlagen und wenig imposanten Siegen war diese Leistung eine Wohltat.

Laut seinem Trainer Duke Roufus hat Pettis sich in den letzten Monaten zum ersten Mal seit Langem wieder zu hundert Prozent dem Sport verschrieben, und danach sah sein Sieg auch aus. Aber ob das reicht, um dem 31-Jährigen einen neuerlichen Karrierefrühling zu bescheren? Um das behaupten zu können, wird Pettis noch ein, zwei weitere solcher Leistungen abliefern müssen. Dann könnte es für ihn durchaus noch einmal um seinen alten Gürtel gehen.

Der Weg dahin aber wird hart – das Leichtgewicht ist noch immer eine der am stärksten besetzten Gesichtsklassen der UFC mit einigen neuen Gesichtern. Ein guter nächster Gegner für Pettis wäre der Sieger des Kampfes zwischen James Vick und Justin Gaethje, die am 25. August aufeinandertreffen werden. Aus Ranglistensicht und vor allem stilistisch würde diese Ansetzung Sinn machen. Nächster Gegner: Justin Gaethje oder James Vick

Khalil Rountree

Gökhan Saki schien im Vorfeld seines Kampfes gegen Khalil Rountree nicht sonderlich viel von den Standkampf-Fertigkeiten seines Gegners zu halten. Das rächte sich, denn Rountree knockte die K-1-Legende in der ersten Rune aus. Im Ring wäre dieses Duell wohl anders ausgegangen, das aber hilft Saki nicht in der UFC – und mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen dürfte einigen schon der gesamte Sinn seines erneuten MMA-Experiments fraglich vorkommen.

Saki steht also unter Druck. Mit seiner unbändigen K.o.-Power kann er noch immer hohe Wellen im Octagon schlagen, dazu wird er sich aber in nächster Zeit an niedrigklassigeren Gegnern orientieren müssen. Routree dagegen geht in die andere Richtung. Nach der Umwandlung einer Niederlage gegen Michal Oleksiejczuk in einen No Contest wegen eines positiven Dopingbefundes seines Gegners ist Rountree offiziell seit vier Kämpfen ungeschlagen. Die drei Siege kamen allesamt durch Knockout zustande – ein Kampf gegen Sam Alvey würde einen weiteren versprechen – in die eine oder andere Richtung – und den Sieger am unteren Rand der Top 15 etablieren. Nächster Gegner: Sam Alvey