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GNP1-Matchmaker: Comebacks aller Art

Satt: Derrick Lewis hat erst einmal genug vom Kämpfen und Trainieren (Foto: Florian Sädler).

Ohne große Namen oder viel Werbung ging am Sonntag in Kanada UFC Halifax über die Bühne. Solide Action gab es trotzdem zu sehen, unter anderem einen vielleicht schon etwas zu harten Knockout im Hauptkampf und eine markerschütternde Technik-Demonstration auf dem Vorprogramm.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Derrick Lewis

Viel Neues haben wir nicht erfahren über Derrick Lewis: Das „Black Beast“ kann gut einstecken und noch besser austeilen, an diesem Wochenende war es Travis Browne, der das schmerzlich erfahren durfte.

Browne schien Lewis in der ersten Runde mit Kicks zum Körper kurz vor dem K.o. zu haben, konnte seinen Gegner aber nicht vollends abfertigen. Stattdessen war es im zweiten Durchgang Lewis, der seinerseits Browne in große Schwierigkeiten brachte und den Sack am Boden mit harten Folgeschlägen zu machte.

Lewis kündigte daraufhin an, nach „all dem Sex und Training“ der letzten Monate erst einmal drei Monate lang nicht zu kämpfen oder zu trainieren. Mit dem Sieg gegen Browne in der Hinterhand dürfte ihm trotzdem ein namhafter Gegner gegenüberstehen, wenn er irgendwann doch wieder im Käfig steht. Anbieten würde sich der Sieger eines Schwergewichtskrachers sein, der am 4. März bei UFC 209 steigen soll. Nächster Gegner: Alistair Overeem oder Mark Hunt

Johny Hendricks

Ob „der dicke Kerl es schaffen kann“, darum ging es laut Johny Hendricks höchstpersönlich in seinem Mittelgewichtsdebüt gegen Hector Lombard im Co-Hauptkampf in Halifax. Er hat es geschafft – ohne Gewichtsprobleme legte „Bigg Rigg“ gegen den gefährlichen Lombard eine solide Leistung über drei Runden hin und holte sich nach fünfzehn Minuten die Punktentscheidung.

Hendricks selbst forderte nach dem Kampf seinen Rückkampf gegen Georges St. Pierre, den er bekanntermaßen 2013 trotz knapper Niederlage in die vorläufige Rente schickte. Jetzt ist „GSP“ zurück, und Interesse dürfte tatsächlich da sein am zweiten Duell der beiden. Allzu wahrscheinlich ist es aber nicht, dass dieses Duell zustande kommt – zum einen könnte St. Pierre gut und gerne im Leicht- statt Mittelgewicht zurückkehren, zum anderen hat Hendricks in Halifax gerade erst eine Niederlagenserie beendet.

Wo er im Mittelgewicht steht, ist schwierig zu beantworten. Einerseits sah Hendricks am Sonntag zum ersten Mal seit längerem wieder gut aus, andererseits ist er auch eine Gewichtsklasse höher noch immer ein bekannter Name. Vielleicht ist es an der Zeit, dass der Ex-Champion sich im Duell mit aufstrebenden neuen Gesichtern eine Messlatte für beide Beteiligten legt. Zum Beispiel gegen jemanden, der in Halifax ebenfalls überzeugt hat. Nächster Gegner: Thiago Santos

Thiago Santos

Der Abbruch im Mittelgewichtsduell zwischen Thiago Santos und Jack Marshman mag einen Tacken zu früh gekommen sein, trotzdem hat Santos am Sonntag gezeigt, warum er als eines der unterhaltsamsten und gefährlichsten Mittelgewichte der UFC gilt – den Einschlag seines Spinning Heel Kicks konnte man noch auf der Tribüne hören.

Gegen Gegard Mousasi ist eine Niederlage keine Schande, gegen Eric Spicely zog sich Santos eine Beinverletzung zu. Was er gesund gegen den Großteil des UFC-Mittelgewichts anrichten kann, hat er am Wochenende mit seinem Knockout wieder einmal bewiesen. Santos kann nun ruhig selbst wieder richtig getestet werden – seinerseits stellt er ohnehin einen Test für so ziemlich jeden Gegner dar. Nächster Gegner: Johny Hendricks

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