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GNP1-Matchmaker: Comeback der alten Garde

Cub Swanson ist zurück in der Erfolgsspur (Foto. Dorian Szücs).

UFC Tampa hat in den Wochen vor dem Event stark unter Verletzungen und der US-amerikanischen Antidoping-Behörde gelitten, letztendlich hat die 19. Ausgabe der UFC auf FOX aber trotzdem solide Unterhaltung geboten – mit einer Mischung aus Knockouts, Submissions und harten Kämpfen, von denen einige Auswirkungen auf die nähere Zukunft so mancher Gewichtsklasse haben werden.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Glover Teixeira

Das Ergebnis von UFC Tampa war genau das, was Glover Teixeira gebraucht hat. Der Nachgeschmack der deutlichen Punktniederlagen gegen Jon Jones und Phil Davis aus 2014 hat dem brasilianischen Bomber noch immer ein wenig nachgehangen, mit dem schnellen K.o. gegen Ex-Champion Rashad Evans sollte Teixeira sich nun allerdings endgültig rehabilitiert haben.

Der 108-Sekunden-Sieg war Teixeiras dritter in Folge, 2015 konnte er sich bereits Ovince St. Preux und Patrick Cummins entledigen. Damit ist der 36-Jährige wieder im Spiel – vor allem, weil es an der Spitze der Gewichtsklasse aktuell mau aussieht. Ähnlich geht es Anthony Johnson.

„Rumble“ hat zuletzt im Januar gekämpft und wird wohl noch einmal ran müssen, wenn er sich einen weiteren Titelkampf verdienen will. Mit einem Sieg gegen den jeweils anderen in der Bilanz könnten sowohl Johnson als auch Teixeira mit Nachdruck ihre Ansprüche auf ein Duell mit Jon Jones, Ovince St-Preux oder Daniel Cormier anmelden. Nächster Gegner: Anthony Johnson

Cub Swanson

Vor genau einem Jahr, nach einer harten Niederlage gegen Max Holloway, schien Cub Swanson sich gefährlich nah an die Kategorie ‚Hätte schon früher aufhören sollen‘ angenähert zu haben. Gegen Hacran Dias bewies der Veteran am Samstag allerdings beeindruckend, dass man lediglich auf Basis von Niederlagen gegen Frankie Edgar und Holloway nicht abgeschrieben werden sollte.

Wenn er den Brasilianer auch nicht vorzeitig besiegen konnte, zeigte Swanson in einem unterhaltsamen Drei-Ründer, warum er sich im Laufe von 18 WEC- und UFC-Kämpfen zum Fanliebling gemausert hat. In Titelnähe hat er sich damit nicht gebracht, dafür waren die letzten beiden Niederlagen zu deutlich.

Stattdessen sollte Swanson sich zunächst gegen ein aufstrebendes Talent durchsetzen, das ebenfalls einen Sieg gegen einen soliden Kontrahenten braucht, um in der Rangliste einen Sprung zu machen. Perfekte Kandidaten wären Yair Rodríguez oder Andre Fili, die am kommenden Wochenende bei UFC 197 aufeinandertreffen werden – der Sieger dieses Duells würde Swanson einen harten Test liefern und umgekehrt. Nächster Gegner: Yair Rodríguez oder Andre Fili

Santiago Ponzinibbio

Zwei Niederlagen in vier UFC-Kämpfen haben den Argentinier Santiago Ponzinibbio zu Anfang seiner Octagon-Karriere unter dem Radar fliegen lassen, mit zwei imposanten Knockout-Siegen in Folge hat sich „Gente Boa“ in den letzten Monaten allerdings ins Gespräch gebracht.

Am Samstag hat er es als bisher einziger seiner Gegner geschafft, Court McGee vorzeitig zu besiegen, nachdem er im Dezember bereits Andreas Stahl in der ersten Runde überrollt hatte. Mit weiteren Siegen gegen Wendell Oliveira und Sean Strickland hat Ponzinibbio damit eine solide Basis für einen Sprung in den Ranglisten gelegt.

Zwar ist die Grenze zur Top 15 noch ein Stück entfernt, ein weiterer überzeugender Sieg sollte ihm aber die Chance geben, sich wieder gegen Kämpfer dieses Kalibers beweisen zu dürfen. In Form von Lorenz Larkin und Ryan LaFlare war Ponzinibbio in der UFC bisher genau an diesem Level gescheitert. Nächster Gegner: Zak Cummings