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GNP1-Matchmaker: Bewegung im Fliegengewicht

Gut drauf: Sergio Pettis hat jetzt so viele UFC-Siege wie sein Bruder Anthony (Foto: Florian Sädler).

Bevor es für knapp einen Monat in den Standby-Modus geht, ließ es die UFC am Wochenende noch einmal krachen. In Mexiko City waren nicht die großen Namen zu sehen, Action gab es dafür aber satt. Vor allem im Fliegengewicht haben sich dabei eine Handvoll Namen hervorgehoben, die Kurs auf Rekord-Champion Demetrious Johnson nehmen.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Sergio Pettis

Nach einer harten ersten Runde kehrte Sergio Pettis bei UFC Mexico City im zweiten Durchgang zurück und riss das Ruder in seinem ersten UFC-Hauptkampf gegen Brandon Moreno an sich. Nach 25 Minuten Kampfzeit hatte der jüngere Bruder von Ex-Leichtgewichtschampion Anthony Pettis einen soliden Sieg gegen einen respektablen Gegner in der Tasche und könnte damit nun vor einer Titelchance stehen.

Die allerdings will Pettis gar nicht haben. Soviel zumindest ließ er nach seinem Sieg verlauten – statt Champion Demetrious Johnson oder Ray Borg, der im September seine Chance bekommen wird, will Pettis Henry Cejudo vor die Fäuste bekommen. Gegen den ehemaligen Titelherausforderer und Ringer-Olympioniken sollte Pettis schon im Mai kämpfen, nur Tage vor UFC 211 sagte Cejudo das Duell jedoch wegen einer Handverletzung ab.

Ob Pettis bei seinem Plan bleibt, falls die UFC ihm tatsächlich eine Chance aufs Gold anbietet, weiß vielleicht nicht einmal er selbst. Der Kampf gegen Cejudo oder Wilson Reis, falls dieser ihn bei UFC 215 nächsten Monat besiegt, ist per se keine schlechte Idee. Fragt sich nur, ob die UFC das Risiko eingehen will, in Pettis ein vermarktbares Talent gegen jemanden verlieren zu sehen, der wie Cejudo und Reis bereits gegen Johnson verloren hat.

Bedenken, Talente zu verschwenden, hat die Liga bisher nicht gezeigt, wenn es um notorisch knappe Herausforderer für den dominanten Fliegengewichts-Champion geht. Der bekommt mangels klarer Kandidaten gerne jeden vor die Fäuste, für den man eine Titelchance halbwegs rechtfertigen kann – ob bereit oder nicht. Eine offensichtlichere Wahl als Pettis gibt es aktuell nicht, überraschen sollte es also nicht, wenn man „Baby Pettis“ demnächst doch gegen „Mighty Mouse“ kämpfen sieht. Oder gegen Ray Borg? Nächster Gegner: Demetrious Johnson oder Ray Borg

Niko Price

Zwei Knockouts und eine Submission nach der Unterschrift auf seinem UFC-Vertrag hat Niko Price nun zwei UFC-Siege auf der Bilanz stehen. Ein Sieg fehlt? Der ist als No Contest aus dem Resümee verschwunden, nachdem Price im Anschluss an einen Knockout gegen Alex Morono positiv auf Marijuana getestet wurde. Mit seinem K.o. gegen Alan Jouban machte Price diesen Ausrutscher am Samstag spektakulär wieder gut.

Jouban stand im März noch im Co-Hauptkampf von UFC London gegen Gunnar Nelson, der imposante Erstrundensieg auf dem Hauptprogramm von UFC Mexico City dürfte Prices Karriere also äußerst guttun. Einen charismatischen, unterhaltsamen Kämpfer kann die UFC immer gebrauchen.

Action pur würde ein Duell mit Alex Oliveira versprechen. Der brasilianische „Cowboy“ ist dafür bekannt, die Fäuste fliegen zu lassen und schwimmt mit vorzeitigen Siegen gegen Tim Means und Ryan LaFlare ebenfalls gerade auf einer Erfolgswelle. Der Sieger könnte sich berechtigte Hoffnungen machen, anschließend an der Tür zur Top Ten klopfen zu dürfen. Nächster Gegner: Alex Oliveira

Dustin Ortiz

Dustin Ortiz ist einer der besten Kämpfer im Fliegengewicht der UFC. Seit seinem Octagon-Debüt 2013 hat der heute 28-Jährige durchweg die Elite vor den Fäusten gehabt, dabei nicht immer gewonnen, aber stets einen guten Kampf geliefert.

Mit seinem 15-Sekunden-Knockout gegen Hector Sandoval hat Ortiz sich am Samstag nicht nur seinen sechsten UFC-Sieg gesichert, sondern auch den Rekord für den schnellsten K.o., den es je im UFC-Fliegengewicht gegeben hat.

Aktuell auf der Elf gelistet, gibt es jede Menge Möglichkeiten für Ortiz. Eine wäre ein Rückkampf gegen John Moraga (10), der ihn 2014 knapp-kontrovers nach Punkten besiegt hat. Interessanter wäre aber wohl ein Duell mit Ben Nguyen (8).

Den Taekwondo-Spezialisten hatte Ortiz noch nicht vor den Fäusten, und mit vier Siegen in fünf UFC-Kämpfen ist auch „Ben 10“ auf dem Weg an die Spitze. Wer schneller ankommt, könnten beide unter sich ausmachen. Nächster Gegner: Ben Nguyen

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