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GNP1-Matchmaker: Alt, aber oho - Oliynyk nimmt Kurs auf die Top 5

Noch immer auf dem Weg nach oben: Oleksiy Oliynyk (Foto: UFC).

Der erste Ausflug des Octagons nach Russland war nur eine Fight Night, kein PPV, aber der Erfolg legt nahe, dass die nächste Show dort ein gutes Stück größer werden wird. Über 22.000 Fans füllten das Olympiastadion Moskau, die eine Reihe hochkarätiger Kämpfe zu sehen bekamen. Harte Knockouts und jede Menge Materialschlachten waren dabei, starke Debüts und imposante Comebacks.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Oleksiy Oliynyk

69 Kämpfe hat Oleksiy Oliynyk bestritten, 57 davon gewonnen, aber kaum ein Sieg dürfte süßer gewesen sein als der vom vergangenen Wochenende. Knapp eine Runde brauchte „Boa Constrictor“, um Mark Hunt zur Aufgabe zu zwingen, auf dem Weg dorthin musste er einige harte Schläge einstecken. Der Lohn: Ein Triumph vor einer riesigen Halle voller Landsleute.

Normalerweise würde man einen Kämpfer in Oliynyks Alter, der einen Erfolgslauf wie den seinen hat, vermutlich irgendwann gegen junge, aufstrebende Kämpfer stellen, um sie einem Härtetest zu unterziehen. In Richtung Titel geht man mit 41 Jahren eigentlich nicht mehr. Im Schwergewicht aber, wo die meisten ihren Zenit erst später erreichen, fällt der Altersfaktor nicht so stark ins Gewicht wie in niedrigeren Gewichtsklassen.

Mit dem Sieg gegen den auf Rang acht gelisteten Hunt dürfte Oliynyk einen soliden Sprung nach oben vor sich haben. Allerdings sind die potentiellen Kontrahenten in dieser Gegend alle bereits verplant, der nächste freie Name wäre Alistair Overeem, der aktuell Rang sechs belegt. Durchaus ein sinniger Kampf für beide – Overeem braucht dringend einen Sieg, Oliynyk könnte sich einen weiteren großen Namen aufs Resümee setzen und sich dabei ein Stück weiter der Top 5 annähern. Nächster Gegner: Alistair Overeem

Jan Blachowicz

Und weiter geht’s: Jan Blachowicz genießt gerade die beste Erfolgsserie seiner UFC-Karriere. Nach Devin Clark, Jared Cannonier und Jimi Manuwa musste sich nun auch Nikita Krylov geschlagen geben. Der Aufgabe-Sieg gegen den in die UFC zurückkehrenden Krylov wird Blachowicz nicht viel weiter in der Rangliste nach oben katapultieren – immerhin war er vor UFC Moskau schon in der Top 5 –, dafür zementierte er damit seinen Anspruch auf einen Top-Kampf. 

Ob er den bekommt, ist allerdings unklar, solange unklar ist, ob und wann Daniel Cormier in die Gewichtsklasse zurückkehrt und ob und wann Jon Jones wieder ins aktive Geschehen eingreift. Sollte Cormier seinen Titel tatsächlich vor der Rente noch einmal verteidigen, wäre Blachowicz durchaus ein Kandidat, allerdings stünde Alexander Gustafsson noch vor ihm, Ilir Latifi möglicherweise ebenso.

Sollte Cormier nicht mehr ins Halbschwergewicht zurückkehren – was nicht unwahrscheinlich sein dürfte – und Jones‘ Rückkehr auf sich warten lassen – was durchaus passieren kann –, könnte Blachowicz sich mit einem Rückkampf gegen Gustafsson oder Latifi begnügen müssen. Wahrscheinlicher dürfte in diesem Fall Letzterer sein, falls er im Dezember an Corey Anderson vorbei kommt. Nächster Gegner: Ilir Latifi oder Corey Anderson

Alexey Kunchenko

Es war kein Knockout, trotzdem überzeugte Alexey Kunchenko in seinem UFC-Debüt und bleibt in nunmehr 19 Kämpfen ungeschlagen. Gegen Ex-Titelherausforderer Thiago Alves zeigte der 34-Jährige mit knackig starkem Thaiboxen, das zu einem einstimmigen Punktsieg führte, wie diese Serie zustande gekommen ist.

Mit 34 Jahren ist Kunchenko kein junges Talent mehr, nach seinem starken Debüt-Sieg könnte er sich mit ein paar weiteren guten Siegen aber schnell vorarbeiten. Ein interessanter Gegner wäre Curtis Millender. Der 30-Jährige knockte Alves im Februar in seinem UFC-Debüt aus und bezwang anschließend im Juli Max Griffin nach Punkten, was ihn in die Top 15 beförderte. Nächster Gegner: Curtis Millender