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GnP-Prognosen für UFC 189

Herzlich Willkommen zur neuesten Ausgabe unserer hauseigenen Expertentipprunde. Dieses Mal werden wir für UFC 189 einen Blick in unsere Kristallkugeln werfen und unsere Einschätzungen zu den fünf Hauptkämpfen abgeben.

Für die Veranstaltung am heutigen Samstag geben GnP1.de-stellv.-Chefredakteur Elias Stefanescu sowie die MMA-Redakteure Alexander Petzel-Gligorea, Florian Sädler und Tim Romanus ihre Prognosen ab:

Conor McGregor vs. Chad Mendes

Elias: Dieser Kampf hat es in sich. Viele Szenarien sind meiner Meinung nach möglich. Da McGregor stets souverän und dominant in all seinen vergangenen Begegnungen auftrat, ist die wahrscheinlichste Variante, dass er auch in diesem Duell seine Reichweite ausspielt und Mendes mit harten Fäusten und langen Kicks nach und nach auseinander nimmt. Mit guter Beinarbeit wird er versuchen den Takedowns des US-Amerikaners zu entgehen. Allerdings ist auch vorstellbar, dass der erste „wirkliche“ Ringer, dem der Ire jetzt gegenübersteht, seine Fähigkeiten ausnutzt und McGregor auf den Boden bringt und dort behält. Sollte Mendes dies gelingen, wird es ein langer Abend für den irischen Volkshelden, der womöglich mit einer Punktniederlage endet. Mendes schlägt ebenfalls sehr hart und ist immer für einen K.o. gut, doch ist das hier eher schwer vorzustellen. Sollte die sicherlich oftmals trainierte Takedown-Defense von McGregor funktionieren, wird er wahrscheinlich die Nase vorne haben und eventuell auch einen vorzeitigen Sieg erzwingen können. Conor McGregor durch T.K.o. in Rd. 3

Alexander: Endlich, nach all dem Hype, all dem medialen Trara und all dem Hick-Hack um José Aldo sehen wir Conor McGregor wieder das tun, was er noch besser kann als reden, und zwar kämpfen. Blöd für ihn, dass er mit Chad Mendes einen Gegner bekommt, der ein stilistischer Alptraum für den Iren ist. Mendes ist der vielleicht athletischste Kämpfer und hat die besten Takedowns der Gewichtsklasse und mittlerweile ein starkes Standup in seinem Repertoire. Auf der anderen Seite steht mit McGregor ein Kämpfer, der nicht nur die Reichweite auf seiner Seite hat, sondern auch deutlich öfter und härter zuschlägt als Mendes. In diesem Kampf sehen wir den Iren zum ersten Mal gegen einen wirklich starken Ringer. Zwar wurde er bereits in seinen vorigen Kämpfen zu Boden gebracht, hatte aber auf der Matte wenig zu befürchten. Das ist gegen Mendes anders, dieser hat ein starkes Top-Game und, wie die meisten Alpha Males, eine ordentliche Guillotine. Auch wenn vieles für McGregor spricht, ich muss einfach auf Chad Mendes setzen. Bei all dem Talent und den Skills muss mir McGregor erst noch beweisen, dass er wirklich auf diesem Niveau mithalten kann. Chad Mendes hat das schon mehrfach bewiesen. Mendes wird die ersten beiden Runden mit Takedowns gewinnen und in der dritten einen risikofreudigeren McGregor erst im Stand anklingeln und am Boden finishen. Chad Mendes via T.K.o. in Rd. 3

Florian: Was für ein Spektakel. Was auch immer man von Conor McGregor hält, er versteht es blendend, Emotionen bei den Fans zu schüren - die zehntausend Zuschauer beim Wiegen belegen es. Gleichzeitig scheinen diese Emotionen bei vielen eine rationale Sicht auf den Kampf zu verhindern; fast überall liest man entweder, dass Mendes McGregor vollständig vernichten oder McGregor Mendes mit Leichtigkeit zerstören wird. Das Faszinierende an diesem Kampf ist für mich, dass beide Szenarien tatsächlich Realität werden könnten - man weiß einfach nicht, wie McGregor sich auf dem höchsten Level schlagen wird. Einerseits hat er in der UFC bisher immer überzeugend gewonnen, und zwar gegen größtenteils durchaus solide Kämpfer, andererseits wurde er in diesen Kämpfen immer wieder gut getroffen und außerdem beispielsweise von einem bereits ordentlich durchgerüttelten Dennis Siver mehrfach zu Boden gebracht. An diesem Wochenende schlägt also McGregors große Stunde: Besiegt er den explosiven Ringer Chad Mendes, müsste das die Kritiker zum Schweigen bringen. Verliert er, könnte das größte Kartenhaus, dass die UFC in den letzten Jahren gebaut hat, imposant in sich zusammenbrechen. Ich lehne mich hier mal ein ganzes Stück aus dem Fenster und behaupte, dass McGregor zwar einige Male auf der Matte landen wird, sich aber wieder auf die Beine kämpfen und einen etwas zu emotional auftretenden Mendes mit einem Konterschlag oder einem Kick zum Kopf aus dem Kampf nehmen kann - allein, um zu sehen, wie die Arena von mehreren tausend Iren auf den Kopf gestellt wird. Conor McGregor via T.K.o. in Rd. 2

Tim: Kann er nun Ringen oder kann er es nicht? Die Antwort auf diese Frage wird Conor McGregor vermutlich im heißesten Kampf des Jahres gegen Chad Mendes liefern müssen. Zwar gehe ich nicht davon aus, dass der Ire jeden einzelnen Takedownversuch des Kaliforniers abwehren kann und doch bin ich der Überzeugung, dass er sich nicht lange auf dem Boden festmachen lassen wird, denn Mendes’ Top-Game ist – zumindest meines Erachtens – nicht das stärkste. Im Stand dürfte McGregor auch gegen den hier sichtlich verbesserten „Money“ aufgrund seiner Reichweite, Variabilität und Erfahrungen im Faustkampf die Nase doch deutlich vorn haben. Nach einigen erfolgreichen Takedowns und ebenso vielen erfolglosen Takedownversuchen erwarte ich, dass der Ire das Zepter gegen einen dann vermutlich ermüdeten Chad Mendes übernehmen und ihn im Stehen auseinander nehmen wird. Freuen würde ich mich jedoch über Sieg von „Mini“ Mendes. Conor McGregor via T.K.o. in Runde 3

Robbie Lawler vs. Rory MacDonald

Elias: Beide Kämpfer können viel einstecken, besitzen eine blendende Kondition und teilen viel aus. MacDonald ist womöglich der technisch sauberere Athlet von beiden, allerdings schlägt Lawler deutlich härter. Sollte MacDonald seine Beinarbeit nutzen und taktische Jabs und Takedownversuche einstreuen, könnte er hier den Punktsieg dingfest machen. Zudem bleibt es abzuwarten, wie ihn Meistertrainer Zahabi taktisch eingestellt hat. Lawler hingegen besitzt selbst gute Ringerqualitäten und wird dagegen halten können oder womöglich selbst den Bodenkampf suchen, um Ground and Pound anzubringen. Er zieht es allerdings vor, sich im Stehen zu messen und genau dort könnte er seinen Kontrahenten in diesem Rückkampf erneut auf den Hosenboden schlagen. Robbie Lawler durch T.K.o. in Rd. 4

Alexander: Ah, der vergessene Titelkampf. Ich weiß, den Satz mit der Motivation hat man schon zu oft gehört. Aber Rory MacDonald glaube ich solche Sätze. Der erste Kampf war verdammt eng, wurde von einer einzelnen Szene in der dritten Runde entschieden. Heute sehe ich Rory MacDonald vorne. Der Kanadier hat in seinen letzten Kämpfen wieder restlos überzeugt, bringt immer noch den besten Jab der Gewichtsklasse mit in den Käfig und hat zudem das Ringen, um Lawlers Power zu neutralisieren und den Kampf auf die Matte zu verlagern. Die Niederlage im ersten Kampf schreibe ich komplett MacDonalds mangelndem Fokus zu. Das wird kein zweites Mal passieren. Rory MacDonald wird am Ende des Abends der neue Champion. Rory MacDonald nach Punkten

Florian: Ein faszinierender Rückkampf - zwar medial beinahe völlig unbeachtet, aber ich denke, dass das den beiden Protagonisten eigentlich sogar ganz recht ist. Im Rückkampf sehe ich Rory MacDonald vorne. Robbie Lawler hängt für meinen Geschmack etwas zu sehr von seinen zerstörerischen Berserker-Attacken ab. Wer sich von diesen nicht überrennen lässt, kann in etwas ruhigeren Phasen durchaus eine Menge Punkte sammeln, wie Johny Hendricks in mehreren Runden ihres letzten Kampfes gezeigt hat. Dabei hat Lawler kurioserweise gerade auf diese Weise, vor allem mit einzelnen Lowkicks, im ersten Kampf gegen MacDonald gepunktet. Der Niederschlag kurz vor Schluss dürfte die Punktrichter am Ende überzeugt haben, gleichzeitig hat man aber gesehen, dass MacDonald trotz der harten Treffer noch gut gegengehalten hat. Ich denke, dass im Rückkampf MacDonalds neu gefundener Fokus sowie seine technische Finesse den Unterschied machen werden. MacDonald und Firas Zahabi bereiten sich seit Monaten auf diesen Kampf vor und haben viel an der Präzision seiner Schläge und Kombinationen speziell gegen Rechtsausleger gearbeitet- solange der Kanadier sich nicht früh hart treffen lässt, gehe ich davon aus, dass er das Biest Lawler unter Kontrolle und auf Distanz halten und ihn daran hindern kann, seine Stärken auszuspielen. Rory MacDonald nach Punkten

Tim: Nach einem denkbar engen ersten Kampf der beiden Weltergewichte, an dessen Ende sich Robbie Lawler feiern lassen konnte, rechne ich nun mit einem Sieg des seit UFC 167 stark verbesserten und fokussierteren Kanadiers. Dass ihn Meistertrainer Firas Zahabi taktisch hervorragend eingestellt haben wird, dürfte gewiss sein. Seine gute Beinarbeit, der beste Jab der Gewichtsklasse und die ringerische Klasse, die sein Gegenüber zumindest defensiv zuletzt missen ließ, werden MacDonald heute Nacht zum Sieg führen, nachdem es ihm gelungen ist, Lawlers Stärken über fünf Runden weitestgehend zu neutralisieren. Rory MacDonald nach Punkten

Dennis Bermudez vs. Jeremy Stephens

Elias: Die Begegnung könnte entweder rasch, nach einem wilden Schlagabtausch durch K.o. enden, oder man kann sich auf ein taktisches Geplänkel vorbereiten. Dampf in den Fäusten haben beide Kämpfer, jedoch sehe ich Stephens als gefährlicher im Stand. Bermudez wird wahrscheinlich versuchen ihm diesen Vorteil zu nehmen und ihn auf die Matte zu bringen. Das wollen jedoch alle Kontrahenten von Stephens, so dass er darauf gewappnet sein müsste. Jeremy Stephens nach Punkten

Alexander: Der einzige Kampf, der ein wenig abfällt. Deswegen machen wir es an dieser Stelle auch kurz. Bermudez ist der bessere Athlet und der bessere Ringer. Sein Striking ist ausbaufähig und sein Kinn zu offen, aber Stephens wird nicht dazu kommen, seinen Hammer auszupacken, weil  er den Großteil des Kampfs auf dem Rücken verbringen wird. Dennis Bermudez nach Punkten

Florian: Ein Kampf um Relevanz im Federgewicht. Beide haben ihren letzten Kampf verloren, Stephens - der außerdem das Gewicht verpasst hat - sogar seine letzten zwei. Generell scheint mir Bermudez im Jahr 2015 der frischere und hungrigere Kämpfer zu sein, während Stephens sich zusehens auf seine immer noch gefährliche Schlagkraft zu verlassen scheint. Wie Kollege Alexander schon erwähnt hat, besitzt Bermudez die effektiveren Werkzeuge in diesem Kampf und sollte es schaffen, Stephens im Laufe der drei Runden zu zermürben. Für einen vorzeitigen Sieg ist Stephens immer noch zu zäh und erfahren, ein recht deutlicher Punktsieg sollte aber drin sein für Bermudez. Dennis Bermudez nach Punkten

Tim: Nachdem Stephens beim gestrigen Waage keinen guten Eindruck hinterlassen hat, ist die Überzeugung gewachsen, dass Dennis Bermudez, den ich ohnehin für den besseren Athleten der beiden halte, den Kampf der Federgewichte für sich entscheiden wird. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass "Lil Heathen" einen seiner gefürchteten Hammer an Bermudez' fragwürdigem Kinn landet und den Kampf zu seinen Gunsten entscheiden kann, weshalb er keinesfalls abzuschreiben ist. Am Ende wird es dem vielseitigeren Bermudez jedoch gelingen Stephens seiner Stärken zu berauben und den Kampf für sich entscheiden. Dennis Bermudez nach Punkten

Gunnar Nelson vs. Brandon Thatch

Elias: Grappler gegen Striker. Auch wenn Nelson sich mit Conor McGregor vorbereitet, so konnte er im Stand noch nie wirklich große Akzente setzen. Thatch hingegen ist brandgefährlich auf den Beinen und könnte seinen nordischen Gegner jederzeit K.o. schlagen. Nelson hingegen will die Begegnung mit großer Sicherheit auf die Matte bringen, um dort seine Klasse zu zeigen. Thatch ist nicht schlecht im BJJ, musste allerdings im letzten Kampf abklopfen, so dass er sich davor hüten wird, sich mit Nelson auf ein Grapplingduell einzulassen. Mit dem nötigen Distanzgefühl und taktischen Vorstößen könnte er diese Aufgabe meistern. Brandon Thatch nach Punkten

Alexander: Mit Brandon Thatch statt John Hathaway hat dieser Kampf meiner Meinung nach an Potenzial dazugewonnen. Thatch ist ein massives Biest im Käfig und findet in Las Vegas nun bessere Bedingungen als in Denver vor, wo ihn die Höhenluft einen möglichen Sieg über Benson Henderson kostete. Vor allem die Anfangsoffensive, mit der Thatch seine bisherigen Gegner überrollen konnte, ist beeindruckend. Der 29-Jährige ist ein Derwisch im Käfig und lässt solange nicht locker, bis ihm die Luft ausgeht oder der Gegner bewusstlos ist. Darin liegt die Chance für Nelson. Der Isländer kommt aus einer Niederlage gegen einen technisch sehr sauberen Boxer in Rick Story. Im Gegensatz dazu ist Thatch deutlich wilder, bietet daher Lücken, die man nutzen kann und verliert hinten raus Körner. Wenn Nelson also den frühen Ansturm überlebt, vielleicht Thatch früh auf die Matte zwingen und dort müde arbeiten kann, ist ein Sieg wahrscheinlich. Aber ich glaube nicht daran. Nelson wird der Takedown nicht gelingen und früher oder später wird "Rukus" der entscheidende Treffer am Zaun gelingen. Brandon Thatch via T.K.o. in Rd. 3

Florian: Hier treffen zwei der stärksten Weltergewichtstalente aufeinander, die die UFC momentan unter Vertrag hat. Beide haben zuletzt verloren und brauchen dringend einen Sieg, um diesen Status aufrechtzuerhalten. Die Strategien scheinen natürlich klar zu sein: Grappler Nelson wird in der Theorie um jeden Preis versuchen, den zerstörerischen, manchmal schon etwas zu aggressiven und für das Weltergewicht riesigen Striker Thatch so schnell wie möglich auf die Matte zu bringen. Thatch hat seinen letzten Kampf gegen Ben Henderson auf dem Boden verloren, nachdem dieser ihn in den Runden zuvor zermürbt und müde gemacht hatte. Daran kann Nelson sich natürlich orientieren, gleichzeitig setzt der Isländer seine Gegner aber üblicherweise nicht so unter Druck wie "Bendo" und außerdem ist der Kampf auf drei statt auf fünf Runden angesetzt. Kondition sollte dieses Mal also eigentlich kein Hindernis für Thatch darstellen, der im Stand einen deutlichen physischen Vorteil haben dürfte. Ein Nelson-Sieg würde mich nicht unbedingt überraschen, ich denke aber, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass Thatch früh und sauber genug durchkommt und Nelson dann nicht mehr vom Haken lässt. Brandon Thatch via T.K.o. in Rd. 2

Tim: Nelson gegen Thatch ist eine Ansetzung, auf die ich besonders gespannt bin. Im Stand dürften die Vorteile eindeutig beim Amerikaner liegen, während das BJJ-Ass aus Island auf dem Boden, wo Thatch zuletzt gegen Benson Henderson nicht allzu gut aussah, die Nase vorne hat. Fraglich ist nur, ob es Nelson gelingen wird den Kampf auf die Matte zu bringen. Gegen Rick Story gelang es ihm zu keinem Zeitpunkt und auch gegen den massiven Thatch wird er sich möglicherweise schwer tun. In der Annahme, dass der Kampf über 15 Minuten im Stehen geführt wird, habe ich „Rukus“ vorne. Brandon Thatch nach Punkten

Thomas Almeida vs. Brad Pickett

Elias: In welcher Verfassung Pickett auftritt, entscheidet in seinen Duellen stets über Sieg oder Niederlage. Mit 36 Jahren und zwei Niederlagen in Folge, sind das aktuell nicht die besten Voraussetzungen auf einen Sieg. Dem schlagstarken Briten steht ein unbesiegter Brasilianer gegenüber, der 18 seiner 19 Erfolge vorzeitig erzwang. Der 23-Jährige zeiht als klarer Favorit in dieses Rennen und wird wahrscheinlich nicht mit dem "Oldie" über die Zeit gehen. Thomas Almeida durch T.K.o. in Rd. 1

Alexander: Großartiger Beginn für einen PPV. Thomas de Almeida ist wortwörtlich das nächste große Ding im Bantamgewicht und bekommt hier mit Brad Pickett den idealen Gatekeeper, nachdem er im April mit Jabouin bereits einen Gegner deutlich besiegt hat, den ich über Pickett ansiedle. Pickett hat wirklich nur noch den "One Punch" und seine Takedowns und ist einfach zu langsam für die heutige Generation im Octagon geworden. Alles andere als eine Muay-Thai-Lehrstunde für den Engländer würde mich wundern. Thomas de Almeida via T.K.o. in Rd. 2

Florian: Der perfekte Kampf für Thomas Almeida: Gegen einen bekannten Veteranen, der wohl über seinen Zenit hinaus ist, darf er die größte PPV-Veranstaltung des Jahres eröffnen. Ein Sieg wäre der dritte in Folge für "Thominhas" und sollte ihn in den Ranglisten etablieren. Pickett kann mit seinem wilden Kampfstil immer noch eine Gefahr für jeden Gegner darstellen und Almeida wurde in seinem UFC-Debüt einige Male von Tim Gorman getroffen. Trotzdem denke ich, dass Almeidas Thaiboxen zu viel für einen alternden Pickett sein dürfte - vermutlich wird er eine ähnliche Strategie wie zuletzt gegen Jabouin fahren, sich also zunächst möglichst aus der Gefahrenzone heraushalten, Pickett anschließend mit präzisen Attacken Schritt für Schritt zermürben und irgendwann den Sack mit einem Niederschlag und Groundandpound zumachen.
Thomas Almeida via T.K.o. in Rd. 2

Tim: Generationenwechsel im Bantamgewicht. Während mit Thomas Almeida eines der vermutlich ganz großen Talente der Division in der UFC ins Rollen kommt, dürfte Brad Pickett mit nunmehr 36 Jahren und nach zahlreichen geschlagenen Schlachten dem Karriereende nah sein. Für mich gibt es hier keinen Zweifel daran, dass der junge Brasilianer das Rennen macht. Mit seinem starken Muay Thai wird er den Briten, der für gewöhnlich viele Treffer kassiert, überrollen und ihn möglicherweise in den Ruhestand schicken. Thomas Almeida via T.K.o. in Rd. 2