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GnP-Prognosen für UFC 188

Herzlich Willkommen zur neuesten Ausgabe unserer hauseigenen Expertentipprunde. Dieses Mal werden wir für UFC 187 einen Blick in unsere Kristallkugeln werfen und unsere Einschätzungen zu den fünf Hauptkämpfen abgeben.

Für die Veranstaltung am heutigen Samstag geben Mark Bergmann, Elias Stefanescu, Florian Sädler, Rene Rasch und Alexander Petzel-Gligorea ihre Prognosen ab:

Cain Velasquez vs. Fabricio Werdum

Elias: Das bessere Ringen hat Cain Velasquez, das bessere BJJ jedoch Fabricio Werdum. Sollte der Kampf allerdings zu großen Teilen im Stand stattfinden, wird das Velasquez zugute kommen, der den Vorteil im Boxen hat. Auf dem Boden, aus der Oberlage, wird Velasquez ebenfalls Schaden anrichten können. Zwar darf man Werdum auch vom Rücken aus nicht unterschätzen, aber ich denke nicht, dass er den Fedor-Moment wiederholen kann. Sollte er nicht mit einem unerwarteten "Lucky Punch" punkten, könnte die Begegnung entweder über die Zeit gehen oder Velasquez erhöht das Tempo und sucht das Finish. Cain Velasquez nach Punkten

Florian: Fabricio Werdum werden in diesem Kampf kaum Chancen eingeräumt, wenn man sich einmal die Wettquoten ansieht. Obwohl ich Cain Velasquez ebenfalls als Favoriten sehe, kann man Werdum hier keineswegs auszählen. Der Brasilianer hat sich im Laufe weniger Jahre beeindruckend entwickelt und in seinen letzten Kämpfen vor allem sein stark verbessertes Können im Stand unter Beweis gestellt. Kombiniert mit seinem seit jeher beeindruckenden BJJ, dem Momentum aus seiner imposanten Siegesserie und Velasquez fast zweijähriger Verletzungspause könnte das in der Theorie reichen, um dem Champion zumindest Probleme zu bereiten. Werdum hat außerdem seit Wochen in Mexiko trainiert, um sich an die dünne Luft der dortigen Höhenlage zu gewöhnen, während Velasquez vergleichsweise kurzfristig in Mexiko eingetroffen ist. Trotz all dieser Umstände sehe ich Velasquez immer noch als Sieger - der unaufhörliche Druck des AKA-Kämpfers im Stand und vor allem sein gut an das MMA angepasste Ringen dürften auf lange Sicht zu viel für Werdum werden, sofern Cain in guter Form in diesen Kampf geht und keinen Ringrost mitbringt. Angesichts der berüchtigten Sparrings-Einheiten im AKA-Gym kann man wohl beinahe schon davon ausgehen, dass der Champion keine allzu lange Eingewöhnungsphase brauchen wird. Sofern das tatsächlich der Fall ist, wird Werdum wohl nicht genug Gelegenheiten bekommen, seine eigenen Stärken genug anzubringen, um den Kampf eigenhändig zu beenden oder so sehr zu kontrollieren, dass er eine Punktentscheidung holen kann. Cain Velasquez via T.K.o. in Runde 4

Mark: Cain Velasquez hat seit weit über einem Jahr nicht gekämpft. Seine Takedowns, seine Aggressivität und seine Ausdauer sind Werdum weit überlegen. Doch Werdum ist seit einiger Zeit schon der deutlich bessere Striker und sehr gefährlich am Boden - Fedor Emelianenko kann ein Lied davon singen. Zwar war Fedor bei seiner schockierenden Niederlage 2010 nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber wer kann schon sagen, ob Velasquez das nach nur zwei Fights in den letzten zweieinhalb Jahren sowie Schulter und Knieverletzungen noch ist? Und Werdum hat einen weiteren Vorteil: Wer sich die Embedded-Video-Blogs zu UFC 188 angeschaut hat, konnte sehen, wie er mit seinen harschen Kommentaren einen Nerv beim Champion getroffen hat. Und Emotionen sind für Kämpfer nie eine gute Sache. Fabricio Werdum via T.K.o. in Rd. 2

Rene: Endlich, Cain Velasquez steigt nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in das Octagon um seinen Titel zurückzuholen. Ja, damit habe ich wohl schon meine Prognose kundgetan. Dabei sollte man denken, Werdum habe alle Waffen und Fähigkeiten, zu gewinnen. Immer wieder schafft es der Brasilianer, sich aus gefährlichen Situationen rauszuhalten. Ebenso sind seine offensiven Fähigkeiten keinesfalls zu unterschätzen, gerade auch weil Velasquez das letzte Mal 2013 sein Können unter Beweis stellte. Werdum hat oft genug bewiesen, dass er es mit jedem aufnehmen, und diesen auch besiegen kann. Selbst gegen Velasquez wäre für den Grappling-Künstler ein Sieg durch Submission keine große Überraschung, die Frage ist nur, wie viel werden wir von Werdums Spielchen am Boden sehen? Meiner Meinung nach wird Werdum Velasquez nicht unter Kontrolle bekommen, und somit keinen Platz für seinen Plan finden. Velasquez ist einfach zu schnell, hat zu viel Kondition und er wird Werdum brechen. Sein großer und kampfentscheidender Vorteil ist es, entscheiden zu können, wo der Kampf stattfinden wird. Somit können wir uns auf vier bis fünf Runden im Stand einstellen. Velasquez wird kein leichtes Spiel haben, aber er wird Werdum in die Enge treiben, dessen Guard vermeiden, und Dirty Boxing in den hinteren Runden wird zu einem entscheidenden Treffer führen.
Cain Velasquez via T.K.o. in Runde 4

Alexander: Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Kampf doch noch zu sehen bekomme, um ehrlich zu sein. Aber jetzt ist es endlich soweit. Gespannt bin ich, wie die meisten, auf die Physis von Cain Velasquez. Beim Wiegen gestern sah er etwas weicher aus als sonst, aber bei Velasquez hat das eigentlich wenig zu bedeuten. Der Champion wird weiterhin einen deutlichen Vorteil in Sachen Kondition haben, auch wenn Werdum gegen Browne schon fünf Runden gegangen ist. Ansonsten ist das Matchup in meinen Augen nicht so unausgewogen, wie es die Wettquoten darstellen. Werdum hat starke Fortschritte im Standkampf gemacht, kann zudem in der Nahdistanz auf seinen gefährlichen Thai-Clinch vertrauen und sollte es auf die Matte gehen, kann Fedor Emelianenko ein Lied davon singen, was Werdum aus der Rückenlage leisten kann. Trotzdem tue ich mich schwer, auf den Interimschampion zu tippen. Zu dominant ist ein Cain Velasquez in Top-Form. Und auch wenn ich daran zweifle, dass der Champion wirklich topfit in diese Begegnung geht, hat er sich diesen Vertrauensbonus einfach verdient. Cain Velasquez nach Punkten

Gilbert Melendez vs. Eddie Alvarez

Elias: Zwei Kämpfer, die gerne austeilen - wahrscheinlich der Kampf des Abends für die Fans. Melendez gebe ich den Vorteil im Ringen, während es im Stehen eng wird. Beide Athleten haben gute Nehmerqualitäten und beide bringen viel Kondition und Geschwindigkeit mit. Ich denke, dass Melendez, sollte er nicht K.o. geschlagen werden, durch Takedowns und mehr Druck den Punktsieg einfahren wird. Gilbert Melendez nach Punkten

Mark: Von drei Kämpfen in der UFC hat Gilbert Melendez zwei Titelkämpfe bestritten - beide verloren, wenn auch teils knapp und umstritten. Es scheint dennoch, dass dem einst unantastbaren Strikeforce-Champion in der UFC nicht der ganz große Wurf gelingen wird. Ähnlich erging es dem früheren Bellator-Champion Eddie Alvarez, auf dessen UFC-Debüt Fans sehr lange warten mussten, am Ende am bitter enttäuscht wurden. Dies ist auf dem Papier dennoch einer der besten Kämpfe, die das top-besetzte UFC-Leichtgewicht zu bieten hat: Beide Kämpfe sind super Striker und gefährlich am Boden. Melendez ist der bessere Boxer und variabler auf der Matte, Alvarez der kräftigere Mann, besitzt bessere Kicks und kann am Boden besser belasten. Ich tippe auf einen enttäuschenden Kampfverlauf, bei dem Alvarez sich Takedowns sichert und Melendez kontrolliert, um seinen ersten UFC-Sieg möglichst risikolos einzufahren. Eddie Alvarez nach Punkten

Florian: Hier könnte es richtig krachen. Zumindest wird das allgemein erwartet, was in der Praxis erfahrungsgemäß oft in einem wenig spannenden Kampf endet. Gehen wir aber mal davon aus, dass die beiden hier tatsächlich die Fetzen fliegen lassen - Melendez hat nach seiner Niederlage gegen Anthony Pettis im vergangenen Dezember gesagt, er habe sich im Käfig alt gefühlt. Ganz so auf der Höhe wie noch vor wenigen Jahren ist Melendez vielleicht nicht mehr, trotzdem hat er physisch und psychisch noch immer genug in sich, um auf einem sehr hohen Level mitzuhalten. Die Frage ist, ob Alvarez dieses Level erreichen beziehungsweise die volle Distanz über halten kann. Gegen Donald Cerrone hatte Alvarez mit fortschreitender Kampfzeit zunehmend weniger zu bieten und wurde später systematisch auseinandergenommen. Gegen jemanden wie Melendez, der üblicherweise schneller startet als Cerrone und, vor allem in einem Drei-Ründer, jedes Tempo durchgehend aufrechterhalten kann, könnte das für Probleme sorgen. Ich glaube, dass Alvarez zu zäh ist, um sich vorzeitig besiegen zu lassen, letztlich erwarte ich aber ein ähnliches Ergebnis wie bei UFC 178. Gilbert Melendez nach Punkten

Rene: Hier sehen wir zwei Jungs, die lange Zeit als die besten Leichtgewichte außerhalb der UFC galten. Der ehemalige Strikeforce Champion trifft auf den ehemaligen Bellator-Champion. Alvarez wird beweisen müssen, dass er es mit den großen Namen seiner Gewichtsklasse aufnehmen kann. Aber gegen Melendez bleibt ihm nur eine Chance, er muss sich auf einen offenen Schlagabtausch einlassen und Gil am richtigen Punkt erwischen. Melendez ist aber zu schlau und zu gut für Alvarez, er wird Druck machen und Gas geben. Melendez' Striking und Grappling ist meiner Meinung nach besser als das von Alvarez, und auch wenn man ihn trotzdem als Gefahr betrachten sollte, zahlreiche Verletzungen und Probleme haben Alvarez viel Zeit und Kraft gekostet. Gilbert Melendez nach Punkten

Alexander: Dieser Kampf schreit geradezu nach einem "Fight Of The Year"-Kandidaten, auch wenn er schon ein paar Jahre zu spät kommt. Ich kann mir hier sehr gut eine Standschlacht der Marke Melendez-Sanchez vorstellen, nur das Alvarez nicht wie Diego Sanchez total verprügelt wird. Beide Kämpfer kennen nur den Vorwärtsgang und wenn man etwas auf die Nettigkeiten gibt, die beide im Vorfeld der Begegnung ausgetauscht haben, dann wird heute Nacht mit offenem Visier gekämpft. Die Fans können sich also freuen. Ich tippe darauf, dass Melendez heute das Rennen in einem knappen Kampf machen wird. Beide werden sich im Stand richtig einschenken, aber Melendez wird den Kampf im richtigen Moment durch den Clinch verlangsamen oder Alvarez auf die Matte werfen, was bei einem Duell auf Augenhöhe schon der entscheidende Faktor sein kann. Gilbert Melendez nach Punkten

Kelvin Gastelum vs. Nate Marquardt

Elias: Marquardt ist nicht mehr auf dem Höhepunkt seiner Karriere, während Gastelum unaufhörlich nachlegt und seine Leistung stets verbessert - trotz Punkniederlage im letzten Fight. Gastelum wird das Tempo angeben und Marquardt nach hinten drängen, so dass dieser Takedownversuche sowie wilde Schwinger abgeben wird, allerdings wenig erfolgsversprechend. Sein junger Kontrahent wird darauf vorbereitet sein und mit hohem Druck den Kampf dominieren und so den Punktsieg einfahren. Kelvin Gastelum nach Punkten

Florian: Auf dem Papier ein guter Comeback-Kampf für Gastelum nach dem Desaster bei UFC 183, als er beim Gewichtmachen bewusstlos wurde, kurzzeitig ins Krankenhaus musste und anschließend gegen Tyron Woodley eine Punktentscheidung abgab. In Mexiko ist Gastelum daher nun als Mittelgewicht unterwegs, gegen Nate Marquardt will er mit einer überzeugenden Leistung und vor allem einem problemlosen Gewichtscut die Erlaubnis verdienen, wieder eine Klasse runterzugehen. Marquardt war selbst einige Zeit lang im Weltergewicht unterwegs, hat im Mittelgewicht aber die meiste Zeit über deutlich besser ausgesehen. Gleichzeitig ist der 36-Jährige im Jahr 2015 aber nicht mehr der schlagstarke Allrounder, der Demian Maia, Tyron Woodley und Martin Kampmann ausgeknockt hat. Auf seinem athletischen Zenit mag sein gut ausgewogener Kampfstil sehr effektiv gewesen sein - Marquardt ist überall solide, aber nirgends herausragend - mittlerweile steckt in sämtlichen Bereichen aber zu wenig Feuer drin. Gastelum dürfte mit seinem auf hohem Druck basierenden Stil ein schlechtes Matchup für Marquardt darstellen und den Sieg in der Tasche haben, bevor die Punktrichter ins Spiel kommen. Kelvin Gastelum via Submission in Runde 2

Mark: Nate Marquardt ist inzwischen durch. Im Mittelgewicht wird Gastelum zu alter Stärke zurückfinden und richtig aufdrehen, Marquardt zu Boden bringen und submitten - der Kraftnachteil dürfte dabei keine Rolle spielen. Kelvin Gastelum via Submission in Runde 1

Rene: Dieser Kampf ist keine große Herausforderung für Gastelum. Marquardt wird wie auch sonst üblich, Probleme mit dem Druck seines Gegners bekommen. Schon lange sieht er nicht mehr so aus, als hätte er eine rosige Zukunft in der UFC und heute Nacht wird er sich, nach einer harten Niederlage, Gedanken machen müssen, ob er nicht so langsam seine Handschuhe an den Nagel hängen sollte. Es wird nicht lange dauern bis Marquardt zu Boden geht… Kelvin Gastelum via T.K.o in Runde 1

Alexander: Armer Nate Marquardt. Ich weiß nicht, was der Amerikaner Dana White getan hat, dass er jetzt hier zur Schlachtbank geführt wird. Marquardt hat vier seiner letzten fünf Kämpfe verloren und sah selbst beim Sieg über James Te Huna nicht wirklich gut aus. Jetzt bekommt er mit Kelvin Gastelum einen Gegner, der ihm nicht nur technisch und konditionell massiv überlegen ist, sondern auch ein Ausrufezeichen setzen will, um anschließend ins Weltergewicht zurückzukehren. Gastelum wird von Anfang an Druck machen, Marquardt am Zaun stellen und auf der Matte zur Aufgabe bringen. Kelvin Gastelum via Submission in Runde 1

Yair Rodriguez vs. Charles Rosa

Elias: Charles Rosa ist routinierter als der Lokalmatador, der extrem unter Druck stehen wird. Der TUF-Gewinner Lateinamerikas wird meiner Meinung nach nicht mit dem Druck von Rosa zurechtkommen und so eine Punktniederlage einfahren. Einen vorzeitigen Finish sehe ich hier nicht, da beide Athelten viel Kondition mitbringen, wenn auch nicht die größten technischen Fähigkeiten. Charles Rosa nach Punkten

Florian: Charles Rosa hat in seinem spektakulären UFC-Debüt gegen Dennis Siver in allen Bereichen überzeugen konnen, obwohl er den Kampf extrem kurzfristig angenommen hat. Letztlich hat er trotz einer Punktniederlage durch diesen Kampf mehr gewonnen als er es mit einem langweiligen Sieg hätte tun können und zeigte sein ganzes Potential im Januar mit einem Aufgabesieg gegen Sean Soriano. Mit Rodriguez steht er hier dem TUF: Lateinamerika-Sieger gegenüber - einem bisher recht unbekannten Kämpfer, der aber ebenfalls jede Menge Potential besitzt. Rosa hat im Vorfeld gesagt, dass dieser Kampf seiner Meinung nach zu früh für Rodriguez kommt, und damit könnte er Recht haben. Nicht nur steht er in Form von Rosa jemandem gegenüber, dessen unangenehmer Kampfstil auf Druck nach vorne basiert, im Alter von 22 Jahren in seinem erst sechsten Profi-Kampf in seinem Heimatland auf dem Hauptprogramm zu stehen, dürfte für Rodriguez außerdem jede Menge zusätzlichen Druck mit sich bringen. Charles Rosa nach Punkten

Alexander: Etwas unerwartet finden wir Yair Rodriguez und Charles Rosa auf dem Hauptprogramm eines Pay-Per-Views, aber von der fehlenden Platzierung in der Rangliste darf man sich nicht täuschen lassen, dieser Kampf hat jede Menge Potenzial, die Menge zu unterhalten. Dafür wird vor allem Charles Rosa sorgen. Der 28-Jährige ist ein scheinbar unermüdlicher Kämpfer, der von Beginn an das Heft in die Hand nehmen will und vor allem auf dem Boden eine wahre Pest für den Gegner ist, wie er erst gegen Dennis Siver und dann Sean Soriano zeigte. Rodriguez genießt einen hohen Stellenwert innerhalb der UFC-Chefetage, aber die Frage ist, ob dieser Kampf für den 22-Jährigen nicht zu früh kommt. Ich denke, dass Rodriguez permanent in die Defensive gedrängt wird, und seine eigene Offensive nicht zur Entfaltung bringen kann. Charles Rosa nach Punkten

Tecia Torres vs. Angela Hill

Elias: Hier treffen zwei TUF-Teilnehmerinnen aufeinander, die primär den Standkampf suchen. Sollten sie wie gewohnt zu Werke gehen, können die Fans ein Feuerwerk begutachten, das womöglich einen vorzeitigen Sieg mit sich zieht. Torres ist die körperlich stärkere sowie erfahrenere Athletin, die durch viel Druck und dem stetigen Schritt nach vorne die Führung übernehmen wird - doch darf man Hill nicht unterschätzen, die harte Ellenbogen und Aggressivität an den Tag legt. Ich denke trotzdem, dass Torres das Tempo angeben wird und so Hill in den späteren Runden überrollen wird. Tecia Torres nach Punkten

Florian: Zwei TUF-Veteraninnen im Duell: Auch hier steht eine recht unerfahrene Kämpferin einer Kontrahentin mit einem längeren Resümee gegenüber, in diesem Fall ist es jedoch die Erfahrenere der beiden, die die Last auf den Schultern trägt, vor (mehr oder weniger) heimischer Kulisse anzutreten. Tecia Torres hat neben der größeren Erfahrung außerdem körperliche Vorteile gegenüber Angela Hill, die bisher zwar immer wieder mal Potential hat durchscheinen lassen, in ihrer sportlichen Entwicklung aber noch recht weit am Anfang steht. Torres hatte in der 20. "The Ultimate Fighter"-Staffel mit einem Sieg und zwei Niederlagen zwar überraschend wenig Erfolg, kann außerhalb des TUF-Hauses aber Siege gegen Rose Namajunas, Felice Herrig und Paige van Zant ihr Eigen nennen. Ihr nach vorne ausgerichteter Kampfstil in Kombination mit körperlicher Überlegenheit dürfte reichen, um Hill mit ihrer ersten professionellen Niederlage im Gepäck nach Hause zu schicken Tecia Torres nach Punkten

Alexander: Ein, nicht nur optisch, ansprechendes Matchup zu Beginn des Hauptprogramms. Angela Hill, während ihrer TUF-Staffel als letzte Kämpferin für ein Team ausgewählt, konnte bereits mit ihrem deutlichen Punktsieg über Emily Kagan im Dezember für ein erstes Aha-Erlebnis sorgen und ihren erst zweiten Profi-MMA-Kampf gewinnen. Die Muay-Thai-Kämpferin bekommt es hier aber in Tecia Torres mit einer weitaus erfahreneren Gegnerin zu tun, die bereits mit zahlreichen Top-Kämpferinnen im Käfig stand. Im Stand sehe ich Hill nicht groß im Nachteil, aber die entscheidende Frage ist, wie lange sie die Takedowns Torres' abwehren kann. Ich tippe darauf, dass der "Tiny Tornado" spätestens in der zweiten Runde den Kampf mit Takedowns bestimmen wird und am Ende einen Punktsieg einfährt. Tecia Torres nach Punkten