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GnP-Prognosen für UFC 181

Herzlich Willkommen zur neuesten Ausgabe unserer hauseigenen Expertentipprunde. Dieses Mal werden wir für UFC 181 einen Blick in unsere Kristallkugeln werfen und unsere Einschätzungen zu den fünf Hauptkämpfen abgeben.

Johny Hendricks (16-2 MMA, 11-2 UFC) vs. Robbie Lawler (24-10 (1) MMA, 9-4 UFC)

Jan: Die OP und die lange Auszeit von Johny Hendricks lassen mich nicht daran zweifeln, dass er den ersten Kampf gegen Robbie Lawler mit einem Arm bestritten hat – und dennoch hat er drei Runden gewonnen. Ich bin gespannt, wie es abläuft, wenn er zwei gesunde Arme zur Verfügung hat und ringen kann. Sicherlich hat sich Lawler in der letzten Zeit unheimlich verbessert, aber ringerisch kann er in wenigen Monaten nicht auf dasselbe Niveau kommen wie ein zweifacher Landesmeister in der höchsten Leistungsklasse. Ich denke zwar, dass Hendricks mit ihm boxen wird und es im Stand ein enges Gefecht wird, aber Hendricks wird zusätzlich Takedowns erzielen und so fleißig Punkte sammeln. Johny Hendricks nach Punkten

Elias: Ich rechne mit einer erneut spannenden Partie. Zwar war Hendricks im letzten Kampf verletzt und konnte trotzdem genug tun, um die Punktrichter zu überzeugen - ob er jetzt, völlig genesen, einen vorzeitigen Erfolg schafft? Es ist möglich, allerdings halte ich es auch für möglich, dass Lawler sich auf seinen Gegner neu vorbereitet hat und seinesgleichen einen K.o. schaffen kann. Beide Kämpfer haben Dynamit in den Fäusten und sind starke Ringer. Ich sehe einen kleinen Vorteil bei Hendricks, allerdings würde mich hier nichts überraschen, weder ein Punktsieg noch ein K.o.-Erfolg von beiden Herren - lediglich eine Submission würde mich wundern. Johny Hendricks nach Punkten

Anthony Pettis (17-2 MMA, 4-1 UFC) vs. Gilbert Melendez (22-3 MMA, 1-1 UFC)

Jan: Abgesehen von Kämpfern, die ihm weit unterlegen sind, ist Gilbert Melendez nicht gut darin, seine Kämpfe vorzeitig zu entscheiden. Anthony Pettis hingegen ist einer der besten Kicker im MMA-Sport und hat eine brandgefährliche Guard. Bei Melendez weiß man, was zu erwarten ist, Pettis hingegen überrascht in jedem Kampf. Die besten Chancen für Melendez sehe ich in einer sehr konservativen Strategie, die viel Arbeit im Clinch vorsieht, aber dafür ist Melendez zu stolz und kampflustig. Er wird bereitwillig mit Pettis im Stand kämpfen und ausgeboxt werden. Anthony Pettis nach Punkten

Elias: Ob Melendez den Champion auf die Matte bekommt? So könnte er möglicherweise einen Sieg über die volle Distanz auf den Karten der Punktrichtern erzwingen. Falls er jedoch, wie in fast jedem seiner Kämpfe, stehen und "brawlen" will, sehe ich den Vorteil für Pettis, der nur darauf wartet. Es kann ein langer Abend für beide Kämpfer werden, allerdings könnte Pettis durch eine unkonventionelle Aktion den vorzeitigen Erfolg dingfest machen. Anthony Pettis via T.K.o. in Rd. 4

Travis Browne (16-2-1 MMA, 7-2-1 UFC) vs. Brendan Schaub (10-4 MMA, 6-4 UFC)

Jan: Der Kampf ist wie gemacht für Travis Browne, eigentlich spricht alles für ihn. Brendan Schaub ist im Stand leicht auszurechnen, da er meist nur seinen rechten Schwinger schlägt, während Browne sehr vielseitig ist und alle Gliedmaßen einsetzt. Zudem hat Browne ausgezeichnete Nehmerqualitäten, Schaub hingegen kann sich auf sein Kinn nicht verlassen und kämpft auch dementsprechend verhalten. Auf dem Boden ist Schaub leicht im Vorteil, aber ich traue ihm nicht zu, Browne zu Boden zu bringen – dafür ist dessen ringerische Defensive zu gut. Und wenn Schaub wie gegen Andrei Arlovski so häufig in den Clinch geht, wird er von einem Ellenbogenstoß K.o. geschlagen. Travis Browne via T.K.o. in Runde 2

Elias: Ob der Leistungsschub von Travis Browne schon wieder vorbei ist? Er schien für eine Weile unbesiegbar und überraschte gegen einige der ganz Großen, allerdings sah er im letzten Kampf wieder schwach aus. Schaub hingegen hat nie den Durchbruch geschafft und es würde mich wundern, wenn er Browne hier vorzeitig finishen kann. Ich rechne von einem späten Sieg von Browne, der seine konditionellen Vorteile nutzen wird. Travis Browne via T.K.o. in Runde 2

Todd Duffee (8-2 MMA, 2-1 UFC) vs. Anthony Hamilton (13-3 MMA, 1-1 UFC)

Jan: Sicherlich ist es schwer, vorherzusagen, wie Todd Duffee nach einer zweijährigen Pause auftreten wird, zumal nach so einer garstigen Krankheit. Der Duffee von 2012 würde Anthony Hamilton in zwei Minuten zerstören. Hamilton kann von allem etwas, aber nichts wirklich gut und überwältigt seine Gegner meist mit seiner Physis – was ihm gegen Duffee nicht gelingen wird. Todd Duffee via T.K.o. in Runde 1

Elias: Nach seiner langen Pause und seinen Auftritten auf der Leinwand darf man gespannt sein, ob Duffee in gewohnter Manier zu Werke geht. Hamilton ist allerdings nicht der gefährlichste Kämpfer, so dass ein Favoritensieg hier eigentlich erzielt werden müsste. Todd Duffee via T.K.o. in Runde 1

Tony Ferguson (16-3 MMA, 6-1 UFC) vs. Abel Trujillo (12-5 (1) MMA, 3-1 (1) UFC)

Jan: Der Kampf wird von Tony Fergusons Fähigkeit, eine für ihn clevere Strategie umzusetzen, entschieden. Abel Trujillo verfügt über große Schlagkraft, ist aber nicht der beste Techniker und auch nicht der beste Ringer. Ferguson ist ihm im Stand zwar technisch überlegen, aber er achtet nicht sonderlich auf seine Defensive, was insbesondere deswegen beunruhigend ist, da er sich gerne auf einen Brawl einlässt. Wenn er sich gegen Trujillo nicht in einen wilden Schlagabtausch stürzt, sondern ihn ausboxt und gelegentlich Takedowns einstreut, gewinnt er. Tony Ferguson nach Punkten

Elias: Ferguson liebt es, sich dem Schlagabtausch zu stellen. Ob er auch gegen Trujillo beweisen will, dass er der härtere Puncher ist, darf man abwarten - allerdings gehe ich davon aus. Der Kampf endet entweder durch einen K.o. - oder, was mich überraschen würde, wenn einer der beiden Athleten eine sinnvolle Strategie an den Tag legt, die mit Ringen und Bodenkontrolle die Punktrichter überzeugt. Ich denke jedoch, dass sie dies früher oder später über Bord werfen und ordentlich austeilen. Tony Ferguson via T.K.o. in Rd. 3