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GnP Awards 2013 International: Kämpferin des Jahres

Die Siegerin steht fest und Ihr habt sie gewählt. Der Ground & Pound Award für die internationale Kämpferin des Jahres 2013 geht mit stolzen 75.63 % der Stimmen an UFC-Championess Ronda Rousey.

Die 26-jährige US-Amerikanerin polarisiert wie keine Zweite. Sie sorgt mit provokanten Worten für Diskussionen in sozialen Netzwerken, während sie im Octagon ihren Worten Taten folgen lässt und dabei eine extrem gute Figur macht. Alle ihre Kämpfe endeten vorzeitig durch Armbar, während die Athletin aus dem kalifornischen Venice eine reine Weste in all ihren 11 Begegnungen behalten konnte.

Zuletzt verteidigte die Championess im Bantamgewicht ihr Gold im Rückkampf gegen Miesha Tate, die sie zum ersten Mal in ihrer Karriere in die dritte Runde gehen ließ. Dort folgte das Ende jedoch in gewohnter Manier durch die Wahl-Submission von „Rowdy“: Dem Armbar.

Nachdem Tate in der ersten Runde tapfer dagegen hielt, dominierte Rousey den zweiten Durchgang mit Judo-Würfen, Submission-Versuchen und Ground and Pound auf dem Boden. Tate blieb nichts anderes übrig, als ums Überleben zu kämpfen.

Fast hätte Rousey ihren berüchtigten Armbar bekommen, aber Tate konnte sich noch einmal in die dritte Runde retten. Dort beendete Rousey dann schließlich den Kampf. Sie ging sofort aggressiv auf Tate zu, drückte sie gegen den Käfig und warf sie zu Boden. Dort konnte sie sich den linken Arm Tates schnappen und ließ ihr keine andere Wahl, als abzuklopfen.

Das Duell wurde nicht nur zum Kampf des Abends gewählt, sondern auch mit dem Bonus für die „Submission of the Night“ ausgezeichnet, was einen zusätzlichen Lohn von 100.000 US-Dollar bedeutete. Geld verdient die junge Amerikanerin jedoch auch außerhalb der UFC. Diese wird demnächst in zwei Kino-Blockbustern mitspielen. Bei „The Expendables 3“ und „Fast and Furious 7“ wird Rousey auf der Leinwand zu sehen sein.

Vor dem Rückkampf gegen Tate standen sich beide Athletinnen in der ersten "The Ultimate Fighter"-Staffel mit weiblicher Beteiligung gegenüber. Ein Novum für die UFC, ebenso wie die Einführung von Kämpferinnen in die Organisation, was laut Dana White auf Rousey zurückzuführen war. Diese hatte den UFC-Präsidenten davon überzeugt, dass Frauen eine Chance in der weltweit größten MMA-Promotion verdient haben.

Die erste weibliche UFC-Championess der Geschichte stand 2013 zudem ein zweites Mal im Octagon. Die frühere Strikeforce-Titelanwärterin Liz Carmouche stand ihr dabei bei UFC 157 im Februar gegenüber, doch ereilte sie ein bekanntes Schicksal. Mit schmerzverzerrtem Gesicht gab „Girl-Rilla“ nach 4:49 Minuten im Armbar auf.

In ihrer Karriere entledigte sich Rousey weiteren Top-Athletinnen wie Sarah Kaufman, Julia Budd oder Sarah D´Alelio. Rousey befindet sich derzeit auf einem anderen Level, im Vergleich zur Konkurrenz. Man darf gespannt sein, wie lange die frühere Judo-Bronzemedaillengewinnerin der UFC noch erhalten bleiben wird. Die nächste Herausforderung wartet jedenfalls schon in Form von Sara McMann (GnP berichtete).

Auf einem von Rousey weit entfernten zweiten Platz schaffte es die Bellator-erprobte Holly Holm, die in ihrer bisherigen MMA-Karriere unbesiegt bleiben konnte. Platz drei belegt Schottlands Invicta FC-Veteranin Joanne Calderwood.

Die Ergebnisse der Wahl im Überblick:
1. Ronda Rousey 75.63 %
2. Holly Holm 7.08 %
3. Joanne Calderwood 6.46 %
4. Alexis Davis 5.63 %
5. Tecia Torres 2.92 %
6. Jessica Eye 2.29 %