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Gleison Tibau nach positiver Trainingskontrolle vorläufig suspendiert

Vorläufig suspendiert: Gleison Tibau (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Die UFC ist um einen weiteren Doping-Fall reicher. Wie die US Anti Doping Agency, kurz USADA, bekannt gab, wurde bei Gleison Tibau bei einer Trainingskontrolle ein erhöhter Erythropoetin-Wert nachgewiesen. Das deutet auf sogenanntes EPO-Doping hin. Tibau, mit 26 Kämpfen für die UFC neben Frank Mir der dienstälteste Athlet, wurde vorübergehend gesperrt. Der 32-Jährige übernahm in einer Stellungnahme Verantwortung für den positiven Test, gab aber zu verstehen, dass er selbst von dieser Nachricht überrascht wurde.

Erst vor vier Wochen stand er noch im Käfig gegen Abel Trujillo, nun ist Gleison Tibau vorläufig suspendiert. Wie die UFC in einer Stellungnahme bekannt gab, wurden sie und Tibau vor kurzem darüber unterrichtet, dass bei einer Trainingskontrolle ein erhöhter Erythropoetin-Wert beim Brasilianer gemessen wurde. Erythropoetin ist ein Hormon und Wachstumsfaktor bei der Bildung roter Blutkörperchen und wird als Medikament zur Behandlung von Patienten mit Blutarmut eingesetzt. Im Profi-Sport wurde das Hormon vor allem durch das ausufernde EPO-Doping im Radsport bekannt.

Vom Test überrascht, äußerte sich auch der vorübergehend gesperrte Tibau: „Ich glaube nicht, dass ich jemals etwas eingenommen habe, was meine Leistung steigert. Abseits des Sports lebe ich gesund, den Sport betreibe ich ehrlich und sauber. Ich trainiere hart, ich tue mein Bestes.” Tibau übernimmt jedoch Verantwortung für den positiven Test und kündigt an, mit seinen Ärzten den Fehler zu finden, der diesen Test hervorrief. Der reumütige Brasilianer entschuldigt sich zudem bei seinen Unterstützern und Fans für diese Nachricht und auch bei Abel Trujillo, den er in seinem letzten Kampf bezwang.

„Ich entschuldige mich zutiefst für das, was passiert ist. Ich möchte jedem, der davon betroffen ist, meine Entschuldigung aussprechen. Der UFC, dem American Top Team, meinen Teamkameraden und natürlich Abel Trujillo, gegen den ich am 7. November gekämpft habe. Ich gebe ihm gerne einen Rückkampf, wenn er zustimmt. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man mit jemandem im Käfig steht, der bei der Dopingprobe durchfällt. Ich habe gegen solche Athleten gekämpft und gewonnen, wie etwa gegen Piotr Hallman im September letzten Jahres.”

Gleison Tibau siegte bei der UFC Fight Night 77 umstritten gegen Abel Trujillo. Die Wiederholungen zeigten nach dem Gefecht, dass Trujillo im Rear-Naked Choke des Brasilianers weder bewusstlos wurde, noch seine Aufgabe signalisiert hatte. Die Wertung des Kampfes blieb bestehen. Ob Tibau seinen Sieg auch nach diesem Dopingtest behalten darf, bleibt abzusehen. Tibau kämpft seit 2006 fast ununterbrochen für die UFC und stand dabei 26 Mal im Octagon, 17 Mal erfolgreich. Nur Tito Ortiz kämpfte öfter für die UFC als Tibau.