UFC News

Gleison Tibau gibt EPO-Einnahme zu

Gleison Tibau (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Zwei Jahre Sperre, eine lange Zeit. Insbesondere für einen Kämpfer wie Gleison Tibau. Der 32-jährige Brasilianer, immerhin seit 2006 in den Reihen der UFC und einer der aktivsten Kämpfer, wird diese Zeit ausharren müssen. Wie er gegenüber MMAJunkie.com erklärte, werde er seinen Einspruch gegen die Sperre der USADA zurückziehen. Nicht ganz freiwillig allerdings.

„Die Sperre bleibt, wie sie ist,” so der Brasilianer. „Ich wurde gefragt, ob ich Einspruch einlegen möchte, aber das wäre ermüdend. Ich ziehe den Einspruch zurück. Ich dachte, es wäre einfacher, aber der Einspruch verlangt einem mental, physisch und finanziell viel ab. Wenn ich es darauf angelegt hätte, hätte ich die ganzen Gerichts- und Anwaltskosten tragen müssen, nur damit meine Sperre um ein paar Monate reduziert wird.”

So bleibt Tibau nun zwei Jahre zum Zusehen verdammt. Das Leichtgewicht hatte im November seinen bereits 26. UFC-Kampf absolviert und dabei Abel Trujillo umstritten zur Aufgabe gebracht. Anschließend wurde erst eine positive Trainingsprobe bekannt gegeben, bevor man schließlich auch bei der Dopingprobe im Anschluss an die Veranstaltung die leistungssteigernde Substanz EPO fand. Ob der Sieg über Trujillo in der Bilanz bleibt, oder gestrichen wird, steht momentan noch nicht fest. Tibau leugnete die Einnahme des Präparates nicht, war sich jedoch der Folgen nicht bewusst.

„Ich bin sauer. Ich muss mich bei den Fans entschuldigen, denn das war ein medizinischer Fehler. Wir haben eine Substanz verwendet, die wir für sauber hielten. Wir nutzten sie außerhalb des Trainingscamps. Mein Gewissen ist rein, ich habe bei der Einnahme nicht daran gedacht, etwas Falsches zu tun. Es wird hart, aber ich werden für meinen Fehler bezahlen.”

Ein vorgezogenes Karriereende soll diese Sperre jedoch nicht sein. Tibau, der vier seiner letzten fünf Kämpfe gewinnen konnte und sich nur Tony Ferguson geschlagen geben musste, versprach, an seinen Schwächen zu arbeiten und stärker zurückzukommen. Seine Fans können sich den November 2017 also schon im Kalender markieren, wenn seine Sperre abläuft.