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Germaine de Randamie lehnt Kampf gegen „nachweisliche Betrügerin“ Cris Cyborg ab

Germaine de Randamie (Foto: Florian Sädler)

Im Februar sicherte sich Germaine de Randamie den ersten Frauen-UFC-Titel im Federgewicht. Seitdem steht die Gewichtsklasse, in der es aktuell lediglich Cristiane „Cyborg“ Justino und de Randamie selbst gibt, still. An einer Titelverteidigung gegen Justino hat die Championess aber kein Interesse.

„Germaine und ihr Team haben sich unterhalten und ihre Position ist, dass sie nicht gegen Cyborg kämpfen wird, weil Cyborg eine nachweisliche Betrügerin ist“, sagte de Randamies Manager Brian Butler gegenüber MMAFighting.com. „Selbst nach so vielen Kontrollen hat es Cyborg geschafft, positiv getestet zu werden und sie wird immer als Verdächtige betrachtet, die lieber das System austricksen will, statt sich einfach an die Regeln zu halten. Deshalb denken Germaine und ihr Team, dass Cyborg keine Erlaubnis haben sollte, überhaupt in der UFC zu kämpfen. Wenn das der einzige Kampf ist, den die UFC will, dann ist Germaine gewillt, zu warten und zu schauen, ob die UFC ihr den Titel abnimmt.“

Cris Cyborg wurde im Dezember positiv auf das verbotene Entwässerungsmittel Spironolacton getestet und vorübergehend suspendiert. Später erhielt die Brasilianerin nachträglich eine Ausnahmegenehmigung für das Mittel und bekam somit keine Strafe für den positiven Test. Im Jahr 2011 war Justino aber bereits auf das anabole Steroid Stanozolol getestet worden, woraufhin sie eine Sperre von einem Jahr absitzen musste.

Davon abgesehen gilt Cyborg seit Jahren als bestes weibliches Federgewicht der Welt. Um den UFC-Titel konnte sie im Februar nicht antreten, da sie sich noch immer von ihrem Weight-Cut von ihrem letzten UFC-Kampf gegen Lina Länsberg im September erholen musste. Stattdessen traten Germaine de Randamie und Holly Holm um den Titel an, de Randamie gewann das Duell nach Punkten.

Dass die Titelträgerin nun nicht gegen Cris Cyborg antreten möchte, hat laut der Brasilianerin einen simplen Grund.

„Sie rennt weg, hat Angst gegen mich ins Octagon zu steigen“, sagte Cyborg. „Das ist nur eine weitere Ausrede, um nicht gegen mich ins Octagon steigen zu müssen. Das ist aber ehrlich gesagt nicht mein Problem. Das ist das Problem der UFC.“

Cyborg soll ihren nächsten Kampf am 29. Juli bei UFC 214 bestreiten. Sollte der Kampf gegen de Randamie tatsächlich nicht zustande kommen, würde Cyborg gerne gegen Invicta-Championess Megan Anderson antreten - vielleicht ja sogar um den vakanten UFC-Titel.