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Gericht weist Mark Hunts Klage gegen die UFC ab

Mark Hunt (Foto: ZUFFA LLC)

Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Mark Hunt und der UFC ist vorbei. Der Neuseeländer hatte nach seiner Niederlage gegen Brock Lesnar gegen die UFC geklagt. Die UFC habe wissentlich einen gedopten Kämpfer gegen ihn antreten lassen, da man für Lesnar eine USADA-Ausnahmegenehmigung erwirkt hatte. Die Klage wurde nun abgewiesen.

Hunt hatte in seiner Klageschrift der UFC, Dana White und auch Brock Lesnar unter anderem organisierte Kriminalität, Betrug, Körperverletzung und Zivilverschwörung vorgeworfen. Ein Gericht in Nevada wies die Klage des Schwergewichts nun ab. Der einzige Punkt, der nicht abgewiesen wurde, ist ein Vorwurf gegen die UFC, dass nicht dem Grundsatz von Treu und Glauben gefolgt wurde. Die Richterin ordnete einen Vergleich zwischen den beiden Parteien an.

Die Richterin wies auch Hunts Aussage, ohne Doping hätte er den Kampf gegen Lesnar gewonnen, als hochspekulativ und unmöglich zu beweisen ab. Zudem traf die Richterin auch eine Aussage, die Hunt und weiteren potenziellen Klägern gegen gedopte Kämpfer den Wind aus den Segeln nehmen wird.

„Die Tatsache, dass Brock Lesnar angeblich gedopt hat, verstößt gegen das Regelwerk der UFC und der Kommission Nevadas, ist aber für sich gesehen kein Beweis dafür, dass sein Verhalten den gewöhnlichen Tätigkeitsbereich eines MMA-Kampfes übersteigt.“

Die Richterin verglich das Doping im MMA-Kampf mit einem absichtlichen Wurf eines Baseball-Pitchers gegen den Kopf des Schlagmanns. Ein klarer Regelverstoß, mit dem man allerdings als Teil des Sports rechnen muss. Wer also einen MMA-Kampf annimmt, muss trotz Doping-Kontrollmechanismen damit rechnen, dass sein Gegner betrügt. Ein Berufsrisiko.

„Wie Hunts Anschuldigungen demonstrieren, gehört Doping im MMA leider immer noch zu den üblichen Problemen und ist ein Risiko, dessen er sich bewusst war. Obwohl Hunt argumentiert, dass sich Lesnar durch das Doping schneller bewegen und härter zuschlagen konnte, behauptet er nicht, dass Lesnars Verhalten im Kampf atypisch ist, wie wenn er etwa aus dem Käfig geworfen würde. Auch die erlittenen Verletzungen übersteigen nicht das normale Maß eines MMA-Kampfes. Hunt stimmte dem Kampf gegen Lesnar zu, dass schließt zivilrechtliche Ansprüche wegen Körperverletzung aus.“

Hunt hatte im Vorfeld immer wieder getönt, Lesnar sei bis oben voll mit Dopingmitteln. Wie sich nach dem Kampf herausstellte, hatte er recht. Der WWE-Wrestler hatte elf Tage vor dem Kampf eine positive Dopingprobe abgegeben, deren Ergebnis aufgrund der Bearbeitungszeit und der Anonymisierung erst nach dem Kampf vorlag, zudem weitere positive Tests am Wochenende des Kampfes.

Das hätte man verhindern können, wenn Lesnar entsprechend der USADA-Richtlinien sechs Monate vor dem Kampf wieder am Testverfahren teilgenommen hätte. Aufgrund der kurzfristigen Ansetzung erhielt Lesnar eine Ausnahmegenehmigung durch die UFC und befand sich nur etwa mehr als einen Monat im Testverfahren. Lesnar ist noch bis März gesperrt, seine Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar hat er noch nicht bezahlt.