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Georges St-Pierre: „Wenn wir einen Deal zustande kriegen, komme ich zurück“

Georges St-Pierre: bald zurück im Käfig? (Foto: Florian Sädler).

Drei Jahre. So lange wird es im kommenden November her sein, dass wir Georges St-Pierre zuletzt im Octagon der UFC gesehen haben. Eventuell wird es zu diesem Jubiläum aber gar nicht kommen, denn heute ließ die Legende höchstpersönlich die Bombe platzen: „GSP“ will zurück in den Käfig. 

Das gab der ehemalige UFC-Weltergewichtschampion und dreifache kanadische Sportler des Jahres soeben im Interview mit dem amerikanischen Podcast The MMA Hour bekannt.

„Sie haben meine Nummer. Sie können meinen Manager anrufen, kein Problem“, so der 35-Jährige, der seinen Weltergewichtsgürtel nach einem knappen Punktsieg gegen Johny Hendricks bei UFC 167 im November 2013 niederlegte und sich in den Semi-Ruhestand verabschiedete.

Nach jahrelangem hin und her, das vor einigen Wochen in einem „Test-Trainingscamp“ mündete, steht St-Pierres Entscheidung nun offenbar fest: Er will zurück in die UFC. „Ich weiß jetzt sicher, dass ich zurückkommen könnte“, so der Montrealer über die Lektion des harten Trainings der letzten Wochen.

„Wenn du alt bist, wirst du nicht die Dinge bereuen, die du getan hast, sondern die, die du nicht getan hast (…). Ich will nicht alt werden und mir sagen, dass ich hätte zurückkommen sollen.“

„Wenn ich es tue, dann ist jetzt die richtige Zeit.“

Laut St-Pierre wären ganze drei Gewichtsklassen im Spiel für den Neustart seiner Karriere: Seine alte Heimat im Weltergewicht, das Leichtgewicht und sogar das Mittelgewicht, seit der frischgebackene Champion Michael Bisping ihn kürzlich herausgefordert hatte.

Eine interessante Idee für St-Pierre? Scheinbar schon: „Er ist jemand, der meinen Respekt hat. (Aber) ich bin besser und athletischer als Bisping und habe den höheren Kampf-IQ (…). Ich glaube, dass ich Michael Bisping schlagen würde, wenn ich gegen ihn kämpfen würde.“

Die Optionen für St-Pierre jedenfalls wären endlos, sollte das Comeback tatsächlich Realität werden. Von Robbie Lawler über Anderson Silva und Conor McGregor bis hin zu Nick Diaz und Bisping gäbe es jede Menge potentielle Gegner – St-Pierre selbst ist nur wichtig, für einen Blockbuster zurückzukommen.

„Ich habe eine Menge zu verlieren, weil ich an der Spitze abgetreten bin, als Champion (…). Wenn ich zurückkomme, muss es für etwas Großes sein.“

Das einzige Hindernis: der Papierkram. Im Laufe der letzten fast drei Jahre hat St-Pierre sich mehrfach gegen kontroverse Themen wie die Bezahlung der Sportler sowie den Deal der UFC mit Reebok ausgesprochen.

Diese Differenzen müssten also beseitigt werden, bevor die Tinte unter einem neuen Vertrag trocknen kann. Falls beide Seiten sich allerdings einig werden sollten, stehen die Chancen scheinbar bestens, dass wir „Rush“ eher früher als später zurück im Octagon sehen werden.

Zumindest, wenn man St-Pierre Glauben schenkt: „Ich bin ein Mann meines Wortes (…). Ich bin bereit.“