UFC News

Georges St. Pierre in Verhandlungen mit der UFC

Georges St. Pierre (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Georges St. Pierre ist wieder in aller Munde, nicht nur wegen seiner Doku-Show „The Boneyard“ auf dem History Channel. Auch durch seinen überraschenden Besuch bei UFC 196 Anfang März befeuerte der einstige Weltmeister im Weltergewicht wieder einmal die Gerüchteküche um eine Rückkehr. In mehreren Interviews sprach St. Pierre nun über seine andauernden Unterhaltungen mit der UFC-Chefetage.

„Ich verstehe mich sehr gut mit der UFC. Wir sind in Gesprächen,“ so St. Pierre im Rahmen eines Basketballspiels in Toronto gegenüber dem kanadischen Fernsehsender TSN auf die Frage nach einem Comeback. „Alles ist möglich, aber ich weiß es momentan nicht. Ich kann nicht alles verraten, manche Sachen müssen geheim bleiben.“

Bereits ein paar Stunden vorher hatte der kanadische Superstar und einstige Bestverdiener der UFC dem Sportportal RDS.ca ein Interview gegeben, in welchem ebenfalls eine baldige Rückkehr des 34-Jährigen thematisiert wurde. Auch dabei wollte sich St. Pierre nicht auf eine Aussage festnageln lassen, sprach allerdings die Thematik der Sponsoren, vor allem den Reebok-Deal der UFC, an.

St. Pierre war lange Jahre das Aushängeschild der UFC und einer der wenigen Kämpfer, der regelmäßig mehrere Millionen an Gagen und Prämien einstrich. Laut dem Forbes-Magazin wurde St. Pierre als Werbeträger der Marken Under Armour, Hayabusa sowie dem Coca-Cola-Energydrink NOS jeweils mit mehr als einer Million Dollar pro Jahr entlohnt. Weitere Sponsoren wie Electronic Arts, Affliction oder Bacardi setzten ebenfalls auf „Rush“. Im November 2013 nahm sich St. Pierre im Anschluss an den knappen Punktsieg über Johny Hendricks nach seiner neunten Titelverteidigung in Folge eine Pause vom aktiven Kampfsport. Diese dauert bis heute an.

Ob St. Pierre heute noch diese Marken als Sponsoren gewinnen könnte, weiß man nicht. Die Werbemöglichkeiten sind seit der Partnerschaft der UFC mit Reebok eingeschränkt. Sollte St. Pierre keinen eigenen Reebok-Vertrag erhalten, würde er für seinen Comeback-Kampf neben der Kampfgage die vergleichsweise lächerliche Summe von 20.000 US-Dollar erhalten. Äußerst fraglich, ob ein Kämpfer, der finanziell ausgesorgt haben sollte und niemandem mehr etwas beweisen muss, für diese Kompensation seine Gesundheit im Octagon riskiert.