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Gegard Mousasi: „Ich werde von der UFC abgezockt“

Gegard Mousasi (Foto: Dorian Szücs)

In der Nacht zum Sonntag wird Gegard Mousasi bei UFC 210 gegen Ex-Champion Chris Weidman ins Octagon steigen. Es ist der letzte Kampf im aktuellen UFC-Vertrag des Niederländers. Grund genug, vorher noch einmal lautstark mehr Geld zu fordern.

„Ich werde (von der UFC) abgezockt“, sagte Mousasi im Interview mit MMAFighting. „Ich werde Weidman schlagen, weil ich bezahlt werden muss. Nicht, weil ich ihn besiegen will. Darum geht es mir nicht. Ich will nur bezahlt werden. Ich sollte mehr Geld bekommen, ich arbeite härter. Ich sehe, dass einige Kämpfer sehr viel Geld bekommen. [...] Mark Hunt bekommt viel mehr wie ich. Vitor Belfort bekommt viel mehr, Dan Henderson bekommt noch mehr. Michael Bisping – mal ehrlich – ich wäre Favorit in einem Kampf gegen ihn. Schon bevor er Champion wurde, hat er mehr Geld bekommen. Ich sollte bekommen, was ich verdiene. Ich habe keine übertriebenen Forderungen. Ich will fair bezahlt werden.“

Mousasi erklärte, schon in den vergangenen Wochen mit der UFC über einen neuen Vertrag verhandelt zu haben. Die Angebote der UFC seien dabei nicht ansatzweise akzeptabel gewesen. Dennoch hat der 31-Jährige nicht vor, die Organisation zu verlassen.

„Hundertprozentig (will ich in der UFC bleiben)“, so Mousasi. „Es ist die größte Organisation. Wenn ich dort den Gürtel gewinne, dann bedeutet das auch was.“

Der UFC-Gürtel ist das große Ziel des früheren Strikeforce-Champions. Mit einem Sieg gegen den früheren Titelträger Chris Weidman könnte Mousasi ein bärenstarkes Argument für einen Titelkampf liefern. Da Champion Michael Bisping im Sommer aber erst einmal auf den zurückkehrenden Georges St. Pierre treffen wird und mit Yoel Romero und Ronaldo Souza noch andere Top-Mittelgewichte auf eine Titelchance warten, könnte ein Kampf um das Gold für Mousasi noch lange auf sich warten lassen.

„Ich muss alles riskieren, um den Titel zu gewinnen“, erklärte Mousasi. „Michael Bisping war kein Titelherausforderer. Er war nur Ersatzgegner und hat seine Chance bekommen. Man braucht Glück. Und die UFC muss einem den Kampf dann auch geben.“

Dazu muss aber erst einmal ein neuer Vertrag und bestenfalls ein Sieg über Chris Weidman her. In der Nacht zum Sonntag hat Mousasi bei UFC 210 die Gelegenheit, die UFC-Verantwortlichen zu beeindrucken.