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Gegard Mousasi: „Conor McGregor hat mich mit einem Messer bedroht“

Unbeeindruckt von der Messerdrohung: Mousasi während seiner Pressekonferenz nach UFC 204 (Foto: Florian Sädler).

UFC-Mittelgewicht Gegard Mousasi hat vergangenes Wochenende gegen Vitor Belfort den größten Erfolg seiner UFC-Karriere eingefahren. Beinahe mehr Aufmerksamkeit als sein Sieg gegen den ehemaligen Champion aber bekamen Mousasis Aussagen auf der Pressekonferenz nach dem Event, auf der er zum Rundumschlag gegen alles und jeden ausholte, der oder was ihm in der UFC aktuell nicht passt.  

„Die Leute mochten es“, so Mousasi über die von ihm ungewohnte Offenheit gegenüber den Medien. „Ich habe nur die Wahrheit gesagt. Manchmal musst du dummen Mist erzählen, bevor die Leute auf dich aufmerksam werden.“

Während der Pressekonferenz darauf angesprochen, warum aufbrausende Charaktere wie McGregor populärer sind als außerhalb des Käfigs ruhige Kämpfer wie er, der fünf seiner letzten sechs Duelle gewonnen hat, ließ Mousasi ein paar Spitzen gegen gleichermaßen geliebten und gehassten UFC-Federgewichtschampion los.

„McGregor ist gut für den Sport, aber was ist das alles? (…) Jeder liebt so etwas, es zieht an der Kasse. Die Leute sind dumm, sie wissen nicht, wer ein echter Kämpfer ist. Sie mögen es wahrscheinlich einfach, teures Zeug auf Instagram zu sehen, keine Ahnung.“

Die offenen Worte kamen nicht überall gut an – laut Mousasi vor allem nicht bei McGregor selbst.
„Ich habe eine private Nachricht von Conor McGregor bekommen“, so Mousasi jetzt, knapp eine Woche nach besagter Pressekonferenz.

„Er hat mich beleidigt, der kleine Wicht. Er hat mich bedroht. Ich habe nur geantwortet, was willst du denn machen mit deinen 50 Kilo? Der Pisser hat mich mit einem Messer bedroht. Er weiß, dass ich ihm an jedem Tag der Woche den Arsch versohlen würde.“

Besonders ernst scheint Mousasi die angebliche Drohung nicht zu nehmen – der „Armenian Assassin“ ist für seine lässig-zurückhaltende Art bekannt und scheint auch den kleinen Online-Schlagabtausch eher witzig als lästig zu finden, wenn er auch zugibt, dass seine Aussagen durchaus provokant gewirkt haben könnten.

„Ich habe (während der Pressekonferenz) ein paar Dinge gesagt, die ich so nicht gemeint habe“, so Mousasi. „Ich habe gesagt, Die Leute wissen, wer ein echter Kämpfer ist und wer nicht. Natürlich ist er ein Top-Kämpfer. Englisch ist nicht meine Muttersprache, manchmal sprudeln Dinge einfach irgendwie aus mir heraus. Ich fand es lustig, dass er mich angeschrieben hat.“

Ob sich die kleine Fehde zwischen den beiden UFC-Kämpfern weiterzieht, ist fraglich. Immerhin läuft es im Octagon aktuell für beide Akteure bestens, wodurch beide in ihren jeweiligen Gewichtsklassen größere Aufgaben vor sich haben als einen Twitter-Krieg.

McGregor wird am 12. November bei UFC 205 in New York City versuchen, den Leichtgewichtstitel von Eddie Alvarez zu gewinnen und damit der erste Kämpfer in der Geschichte der Organisation zu werden, der zwei Gürtel gleichzeitig hält. Mousasi hat mit seinem technischen Knockout gegen Belfort bei UFC 204 den dritten Kampf in Folge gewonnen und nähert sich Stück für Stück seiner eigenen Chance auf einen UFC-Titel.