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Gegard Mousasi: „Belfort hat Kampf gegen mich abgelehnt!“

Gegard Mousasi (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Vor knapp einer Woche stand Gegard Mousasi MMA-Legende Dan Henderson im Octagon gegenüber und konnte den Amerikaner – wenn auch kontrovers und zum Bedauern vieler Fans – bei UFC on FOX 14 vor über 30.000 Zuschauern frühzeitig bezwingen. Für den abermals verletzten Chris Weidman wäre der Niederländer bei UFC 184 am 28. Februar 2015 dennoch gern eingesprungen und hätte an dessen Stelle gegen Vitor Belfort gekämpft. Der Brasilianer lehnte den Kampf laut Aussage Mousasis jedoch ab.

Nach seinem prestigeträchtigen Sieg über „Hendo“ kehrte der ehemalige Strikeforce-Champion im Halbschwergewicht in seine Heimat zurück, um sich von zurückliegenden Strapazen zu erholen, als ihm die Möglichkeit geboten wurde, den verletzten Chris Weidman bei UFC 184 zu ersetzen.

„Ich habe gerade meinen Urlaub geplant, als mich die UFC anrief und fragte, ob ich gegen Vitor Belfort kämpfen möchte“, so Mousasi. „Ich habe gesagt, dass ich zuerst mit meinen Trainern reden und nicht den selben Fehler wie vor dem Kampf gegen Jacare machen möchte, als ich mich ausgebrannt fühlte. Eigentlich wollte ich mich erst einmal wirklich zurücklehnen, aber nach dem Gespräch mit meinem Team und in Anbetracht der großen Möglichkeit, wollte ich es machen. Lyoto (Machida) war die erste Wahl und ich Plan B – am Ende hat Vitor zu beidem Nein gesagt.“

Wie UFC-Präsident Dana White im Nachgang zu UFC 183 erklärte, wurde Vitor Belfort tatsächlich ein Ausweichkampf für die kommende Großveranstaltung angeboten, welchen er jedoch ablehnte. Gegard Mousasi kann die Entscheidung des Brasilianers durchaus nachvollziehen.

„Sein primäres Ziel ist der Titel. Ich verstehe, dass er keine Niederlage und damit seine Chance auf einen Titelkampf riskieren möchte. Dieses Risiko muss er an diesem Punkt seiner Karriere nicht eingehen.“

Da es mit einem Kampf gegen „The Phenom“ für den ambitionierten Niederländer nicht klappt, entschied dieser sich nunmehr doch dafür, den wohlverdienten Urlaub anzutreten.

Dass Mousasi nun sowohl körperlich als auch geistig zur Ruhe kommt, ist für den Niederländer, der das vor ihm liegende Jahr seiner Karriere anders als die bisherigen angehen möchte, nach eigener Aussage von eminenter Wichtigkeit.

„Direkt nach meiner Verletzung bin ich nach Brasilien geflogen und habe gegen Machida gekämpft. Ich hätte es langsamer angehen lassen und nicht gleich gegen die Nummer Zwei oder Drei kämpfen sollen. Man muss da cleverer sein und nicht gegen jeden antreten, der einem vorgeworfen wird. Ich muss mir genügend Zeit nehmen, Selbstvertrauen aufbauen und wenn ich dann bereit bin, kämpfe ich. Seit meinem letzten Kampf habe ich das Gefühl, dass man mich ab sofort nur sehr, sehr schwer schlagen kann.“