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Frustrierter Francis Ngannou: Ich verdiene den nächsten Titelkampf!

Francis Ngannou (re.) will seine Niederlage gegen Stipe Miocic ausgleichen (Foto: ZUFFA LLC)

Keine 72 Stunden ist der Titelkampf zwischen Stipe Miocic und Daniel Cormier her, schon bringen sich die ersten Kämpfer in Stellung, um den frischgebackenen Champion herauszufordern. An vorderster Front steht dabei Francis Ngannou, der mit Miocic schließlich noch eine Rechnung offen hat.

„Miocic und ich müssen immer noch tun, was getan werden muss“, sagte Ngannou im Interview bei ESPN. „Ich glaube, dass ich an dem Punkt bin, einen Titelkampf verdient zu haben.“

Der Franzose hatte Anfang vergangenen Jahres seine erste Titelchance gegen Miocic erhalten, wurde dabei aber fünf Runden lang vom Titelträger dominiert und kassierte seine erste UFC-Niederlage. Auf diese folgte eine weitere gegen Derrick Lewis. Seitdem geht es jedoch wieder steil nach oben für den 32-Jährigen, der seine letzten drei Gegner in der ersten Runde auf die Bretter schickte.

Erst erwischte es Curtis Blaydes im November, anschließend unterlag Ex-Champion Cain Velasquez innerhalb von nur 26 Sekunden und vor zwei Monaten erwischte es dann mit Junior dos Santos einen weiteren früheren UFC-Champion. Der „Predator“ befindet sich nach diesen Siegen wieder weit oben in den offiziellen UFC-Rankings, doch die UFC-Oberen sträuben sich noch, Ngannou als nächsten Herausforderer zu benennen.

„Ich habe keine Ahnung, was als nächstes in der UFC-Chefetage passiert. Ich habe keine Ahnung, was ihre Überlegungen sind“, so Ngannou weiter. „Sie haben sich bisher nicht klar geäußert, ob ich einen Titelkampf verdient habe, ob ich als nächstes um den Titel kämpfe oder nicht. Ich weiß nicht, warum sie da keine Klarheit schaffen. Es ist sehr frustrierend.“

Warum sich die UFC noch nicht klar dazu äußert, dürfte insbesondere mit Daniel Cormier und Jon Jones zusammenhängen. Cormier äußerte sich bisher nicht zu seinen weiteren Plänen, könnte aber eventuell einen dritten Kampf gegen Miocic anstreben, sollte er seine Karriere weiterführen.

Eine weitere Möglichkeit wäre auch ein Sprung von Jon Jones ins Schwergewicht. Der Titelträger bis 93 Kilogramm hat derzeit keine klaren Herausforderer, will jedoch aktiv bleiben. Schon seit Jahren hofft die UFC darauf, dass der New Yorker endlich den Weg ins Schwergewicht geht, bisher tat Jones der Organisation den Gefallen nicht. Sollte es nun dazu kommen, Ngannou wäre darüber gar nicht begeistert.

„Ich glaube, ich bin als nächstes dran. Der Platz sollte an mich gehen. Ich wäre sehr sauer, wenn sie mich übergehen“, schloss Ngannou ab.