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Frankie Perez tritt nach seinem ersten UFC-Sieg zurück

Karriereende mit 26: Frankie Perez (Foto: ZUFFA LLC)

Für seinen ersten Sieg in der UFC benötigte Frankie Perez am vergangenen Sonntag weniger als eine Minute. Fünf Minuten später gab er schon seinen überraschenden Rücktritt vom professionellen MMA bekannt. Das nach einem 54-Sekunden-K.o. gegen Sam Stout in der ersten Runde bei UFC Fight Night 74 im kanadischen Saskatoon. Perez will in Zukunft mehr Zeit seiner Familie widmen und verlässt den Sport mit einer Bilanz von zehn Siegen aus zwölf Kämpfen.

Mit einem Sieg auf dem Höhepunkt abtreten - für viele MMA-Kämpfer die Traumvorstellung des Karriereendes. Nur wenigen Athleten ist es auch tatsächlich vergönnt, selbst über das Ende der sportlichen Laufbahn zu bestimmen und nicht durch zahlreiche Niederlagen oder Verletzungen dazu gezwungen zu sein. Seit Sonntag gehört Frankie Perez (10-2) zu diesem kleinen Kreis. Das Leichtgewicht stieg zum zweiten Mal in seinem Leben ins UFC-Octagon. Nach einem 54-Sekunden-K.o. gegen Sam Stout (21-12-1) endete nicht nur der Kampf, sondern auch eine MMA-Laufbahn. Nach dem Sieg über Stout gab Perez bekannt, dass dies sein erster und letzter Sieg für die UFC ist.

„Ich liebe diesen Sport. Ich bin ein absoluter Fan von diesem Sport. Seit ich denken kann, habe ich mir immer wieder Videos von Kämpfen angesehen und die einzelnen Kämpfer und Szenen analysiert.
Nun werde ich nach Hause gehen, Spaß haben und die Zeit mit meiner Familie genießen. Im Moment ist das Wichtigste für mich, mein Leben zu genießen.“

In seinem Interview nach dem Kampf betonte Perez gleichzeitig, dass einer möglichen Rückkehr in den Ring nichts im Weg steht. „Wer weiß schon, was die Zukunft bringen wird. Ich werde mein Training wieder aufnehmen und schon in der nächsten Woche wieder in der Trainingshalle stehen“, gab er gegenüber den Kollegen von MMAJunkie.com zu verstehen. Der Rücktritt sei unabhängig vom Ausgang des Kampfes geplant gewesen.

Finanziell fällt Perez weich, eine gemeinsame Firma mit seinem Vater sorgt dafür, dass er weiterhin seine Rechnungen begleichen kann. Der "Performance of the Night"-Bonus in Höhe von 50.000 US$ ist dabei eine nette Abfindung. Der Rücktritt Perez' wurde fast durchgehend positiv aufgenommen. Einzig Michael Bisping zeigte sich wieder von seiner charmanten Seite und unterstellte Perez, ihm würden die nötigen "Cojones" fehlen, um im Sport zu überleben. Auch darauf hatte Perez eine Antwort: „Bisping ist ein Clown und hat keine Ahnung, worum es geht. Seine Worte treffen mich überhaupt nicht. Ich habe es an die Spitze dieses Sportes geschafft, bin in der besten Liga der Welt und schlug eines der besten Leichtgewichte. Damit habe ich meine Botschaft, was ich kann und wer ich bin, denke ich eindrücklich in die Welt hinaus gesandt. Meine Familie ist mir aber wichtiger als dieser Sport. Es war jetzt an der Zeit, die Handschuhe an den Nagel zu hängen. Ich werde immer noch dabei sein, einfach nicht mehr in der Ringmitte sondern als Zuschauer.“