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Frankie Edgar wütend: „Das C in UFC steht für Conor!“

Frankie Edgar wartet weiter auf den Titelkampf (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Nate Diaz, der Retter der Nation. So oder so ähnlich ist momentan die Stimmung gegenüber dem kleineren Diaz-Bruder, nachdem dieser mit nur elf Tagen Vorbereitungszeit in einen Kampf gegen Conor McGregor geht, um den anstehenden PPV UFC 196 zu retten. Allerdings ist nicht jeder auf die Entscheidung der UFC gut zu sprechen, vor allem nicht Frankie Edgar. Eigentlich der nächste Herausforderer auf McGregors Federgewichtstitel.

Gegenüber den Kollegen von MMAFighting.com gab der einstige Leichtgewichtschampion der UFC an, von der Organisation im Zuge der Verletzung Rafael dos Anjos kontaktiert worden zu sein, aber aufgrund einer Leistenverletzung absagen zu müssen.

„Mein Management rief mich an und sagte mir, die UFC hätte angefragt, ob ich 155 Pfund machen kann. Ich bin seit vier Wochen verletzt. Und das regt mich aus mehreren Gründen auf. Mich regt auf, dass mir die Gelegenheit wieder durch die Finger gleitet. Ich sitze jetzt wieder da. Seit Monaten renne ich diesem Kampf hinterher. Fliege auf eigene Kosten nach Vegas und dann kommt die Chance mal und ich bin verletzt. Ich habe seit vier Wochen nicht trainieren können. Meine Leiste ist gebrochen.”

Der 34-Jährige ist momentan mit einer Siegesserie von fünf Kämpfen, der letzte wurde mit einem eindrucksvollen Knockout gegen Chad Mendes gewonnen, im Federgewicht der aussichtsreichste Herausforderer auf den Gürtel. Die Verletzung Jose Aldos im Sommer warf Edgars Pläne bereits nach hinten, nach McGregors freiwilligem Gang ins Leicht- bzw. gegen Diaz ins Weltergewicht steht „The Answer“ nun fragend da.

„Mich regt noch viel mehr auf, dass Dana zu verstehen gibt, ich hätte den Kampf abgelehnt, was totaler Quatsch ist. Nur weil sie mich gefragt haben, heißt das nicht, dass ich auch den Kampf bekommen hätte. Im Juli hatten sie mich vor UFC 189 auch gefragt, ob ich kurzfristig einspringe. Ich habe angenommen, aber Chad hat den Kampf bekommen. Ich habe es im Gefühl, dass sie auch dann Diaz genommen hätten, wenn ich zugesagt hätte. Aber jetzt erzählt Dana herum, ich hätte abgelehnt und ich weiß nicht, ob mir das in Zukunft nicht noch einmal vorgehalten wird, wenn es um einen möglichen Titelkampf geht.”

Nachdem bekannt wurde, dass sich Rafael dos Anjos einen Bruch im linken Fuß zugezogen hatte, ging die UFC auf die Suche nach Ersatzkämpfern. Unbestätigten Gerüchten zufolge, fiel die Entscheidung am Ende zwischen Nate Diaz, der nach seinem Sieg über Michael Johnson im Dezember schon lautstark für einen Kampf gegen McGregor plädiert hatte, und Donald Cerrone, erst letzten Sonntag im Kurzeinsatz gegen Alex Oliveira. Edgar, seit Jahren ein viel respektierter Musterprofi innerhalb der UFC, bleibt nur das Wartezimmer.

„Meine Integrität ist etwas, was ich über Jahre aufgebaut habe und ich war immer gut zu der UFC. Und dann werfen sie mich den Wölfen zum Fraß vor, weil ich „den Kampf abgelehnt habe“. Ich hätte den Kampf auch ohne Training angenommen, wenn ich gesund wäre,“ so Edgar weiter, der seine Chance auf einen Titelkampf gegen McGregor nicht sehr hoch sieht. „Und das bringt mein Team auf die Palme. Dieser Typ, sie lassen ihn den Federgewichtsgürtel halten, hoch ins Leichtgewicht gehen und damit zwei Gewichtsklassen blockieren. Und nun sagen sie, er kämpft bei 77 Kilo. Das ist ein Zirkus. Das „C“ in UFC steht für Conor. Er hat das Sagen!“