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Frankie Edgar: „Ich bezweifle stark, dass Jose Aldo jemals verletzt gekämpft hat“

Frankie Edgar teilt vor UFC 200 aus (Foto: GNP1.de)

Der Titelkampf zwischen Daniel Cormier und Jon Jones ist nicht der einzige sehnsüchtig erwartete Rückkampf bei UFC 200. Auch der Kampf um den Interimstitel im Federgewicht zwischen Frankie Edgar und Jose Aldo ist bereits das zweite Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Weltmeister. In der Vergangenheit waren weder Aldo noch Edgar dafür bekannt, ihre Kontrahenten durch mentale Kriegsführung aus der Reserve zu locken. Vor dem größten Event in der Geschichte der Organisation scheint sich dies jedoch geändert zu haben.

„Ich habe Frankie Edgar nur mit meinem linken Arm besiegt.“ Wenige Wochen vor UFC 200 schlug Jose Aldo von ihm ungewohnte Töne an. Der Brasilianer, dessen letzter Kampf in einer 12-Sekunden-Niederlage gegen Conor McGregor endete, bezog sich in seinen Aussagen auf das erste Duell der Beiden bei UFC 156. Während Aldo seitdem seinen Titel an den Iren abgeben musste, erkämpfte sich Edgar mit fünf hochkarätigen Siegen eine weitere Chance auf das Gold der Gewichtsklasse. Diese Chance erhält er nun bei UFC 200 in Form eines Kampfes um den Interimstitel. Den plötzlichen Sinneswandel seines dortigen Kontrahenten kann Edgar nicht verstehen:

„Es passt definitiv nicht zu ihm. Ich weiß nicht, ob ihm das jemand vorsagt oder nicht, aber vieles macht einfach keinen Sinn. Er muss vielleicht mal darüber nachdenken, wie das rüberkommt. Er nennt McGregor „Seifenhände“. Das kannst du zu keinem sagen, der dich mit einem Schlag ausgeknockt hat. Für mich macht das keinen Sinn.“

Trotz seines Respekts seinen Gegnern gegenüber  konnte sich Edgar eine kleine Spitze in Richtung Aldo nicht verkneifen. Er brachte die Historie des Brasilianers zur Sprache, Kämpfe aufgrund kleinerer Verletzungen abzusagen.

„Wir sollten schon gegeneinander kämpfen und er hatte nach einem Motorradunfall ein kleines Boo-Boo an seinem Fuß, also musste der Kampf neu angesetzt werden. Ich bezweifle stark, dass er jemals verletzt gekämpft hat. Wenn doch, muss er die ganze Zeit verletzt kämpfen, so oft wie der Typ Kämpfe absagt.“

Jose Aldo interessieren die Aussagen seines Kontrahenten laut eigener Aussage nicht. Er konzentriert sich auf sein Training und die Rückkehr auf den Thron der Federgewichte der UFC.

„Es könnte mich nicht weniger interessieren, was er sagt oder nicht sagt“ so Aldo. Ich weiß, dass ich hier hart trainiere. Ich werde in Top-Form sein. Ich bin hungrig darauf, diesen Kampf zu gewinnen. Der Kampf gegen McGregor war kein Kampf, wir werden also sehen. […] Er interessiert mich wirklich nicht. Scheiß auf ihn. Mich interessieren nur mein Gym und mein Training. Wir klären das von Angesicht zu Angesicht.“

Am 9. Juli werden die Worte der beiden Makulatur sein. Dann treffen Jose Aldo und Frankie Edgar bei UFC 200 in einem Kampf aufeinander, dessen Sieger das Octagon mit dem Interimstitel im Federgewicht verlässt.