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Frank Mir: Positiver Dopingtest durch Kängurufleisch?

Ist der Verzehr von Kängurufleisch Frank Mir zum Verhängnis geworden?

Am Freitag wurden Frank Mir und die UFC von der US Anti-Doping Agency (USADA) darüber informiert, dass das Schwergewicht möglicherweise ein Dopingvergehen begangen hat. Bei einem Dopingtest am Tag des Kampfes gegen Mark Hunt wurden am 20. März offenbar verbotene Substanzen in Mirs Blutkreislauf gefunden. Der frühere UFC-Champion meldete sich daraufhin überrascht zu Wort und äußerte einen Verdacht.

„An alle meine Fans und Unterstützer: Ich wurde kürzlich von der USADA darüber informiert, dass mein Dopingtest positiv auf einen Stoff anschlug, den ich nicht genommen habe“, so Mir in einem ersten Statement. „Ich weiß nicht, wie das möglich ist. Ich habe keine leistungssteigernden Substanzen zu mir genommen. Ich wurde in der UFC noch nie positiv getestet. Bitte fällt kein Urteil gegen mich, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen.“

Mir wird der Konsum von Oral-Turinabol, einem Anabolikum, vorgeworfen. Wie die Substanz in seinen Kreislauf gelangen konnte, weiß der 36-Jährige nicht. Im Phone Booth Fighting Podcast äußerte Mir aber eine Vermutung. Er denkt, ein Restaurantbesuch in Australien könnte ihn in diese missliche Lage gebracht haben.

„Ich musste (für die USADA) alle Restaurants aufschreiben, in denen wir gegessen haben“, sagte Mir. „Aber selbst wenn ich alle zusammenbekomme, wird die USADA doch nicht dort hin gehen und meinetwegen alle verschiedenen Fleischsorten testen. Wisst ihr, Kängurus sind wilde Tiere und wenn ein Züchter das Wachstum beschleunigen will, ist es doch nicht abwegig, dass er ein leicht erhältliches Mittel wie Oral-Turinabol nimmt. Soweit ich weiß, ist es in Pulverform erhältlich. Du fütterst die Tiere damit, lässt sie schnell wachsen und kannst sie dann zügig für mehr Geld verkaufen. Ein Tier, das zwei Jahre zum Auswachsen benötigt, bekommst du so in vier Monaten so groß wie es sonst nie werden würde. Das ist doch eine übliche Vorgehensweise. Ich weiß auch nicht. Ich will nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen. Ich will nur sagen, dass es so viele Möglichkeiten gibt, wie das Zeug in meinen Kreislauf gekommen ist. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich nichts wissentlich genommen habe.“

Sollte Mir für den Dopingtest eine längere Sperre bekommen, sieht er seine Karriere als beendet an: „Das war dann wohl mein letzter Kampf. Ich sehe da keinen anderen Weg. Das Alter macht mir immer mehr zu schaffen und in den nächsten zwei Jahren werde ich auch nicht jünger.