UFC News

Frank Mir: „Nur wenn Mark Hunt aufgibt, kann er seine Karriere fortsetzen“

Frank Mir (Foto: Tobias Bunnenberg)

Acht vorzeitige UFC-Siege durch Submission - lediglich der legendäre Royce Gracie kann mehr Siege dieser Art im Octagon vorweisen als Frank Mir. Auf der illustren Liste seiner Opfer stehen zudem bekannte Namen wie BJJ-Ass Antonio Rodrigo Nogueira und Ausnahme-Ringer Brock Lesnar. Diese Leistungen rücken Mir laut eigener Aussage in seinem nächsten Kampf in die Favoritenrolle. Bei der 85. UFC Fight Night trifft der ehemalige Weltmeister in Brisbane auf Mark Hunt. Ein Gegner wie geschaffen für Submission-Sieg Nummer neun.

Im direkten Gegensatz zu den Stärken Mirs steht Mark Hunt: Der Neuseeländer war bereits vor seiner Zeit in der UFC ein gefürchteter Standkämpfer. Er konnte nicht nur den K-1-World Grand Prix für sich entscheiden, sondern auch bedeutende Kickboxer wie Jerome Le Banner und Stefan Leko bezwingen. Am Boden sieht es jedoch etwas anders aus für den „Super Samoan“: Bereits sechsmal musste er in Aufgabegriffen abklopfen. Genau dort will Frank Mir bei ihrem Aufeinandertreffen ansetzen.

„Ich habe viel an meinen Beinhebeln gearbeitet“, so Mir. „Ich liebe Beinhebel und Kniehebel. Sie sind komplex und schwierig zu verteidigen. Ich denke, dass es am Boden für ihn sehr schwer wird, vor allem, weil er sich darauf konzentriert, wieder aufzustehen, und sich nicht um seine Beine kümmert.“

Dieser Feinschliff an seinen Fähigkeiten könnte das Karriereende des Mark Hunt bedeuten, sollte er nicht frühzeitig abklopfen. Diese Entscheidung will Mir seinem Kontrahenten selbst überlassen: „Er wird sich entscheiden müssen, ob er in Zukunft noch kämpfen will oder weitermacht und den Kampf verliert. Wenn er abklopft, kann er seine Karriere fortsetzen. In seinem Alter können Kniehebel für eine lange Auszeit sorgen.“

Im Gegensatz zu vielen seiner Kritiker sieht sich der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht auch im Standkampf nicht als chancenlos an. Zwar besitzt Hunt die größere Kraft, doch ist sich Mir der Tatsache bewusst, dass es sich bei dem Duell um einen MMA-Kampf handelt, nicht um ein reines Kickbox-Match.

„Auch wenn wir im Stand kämpfen, denke ich, dass ich den MMA-Aspekt des Standkampfes gewinnen werde“, so Mir. „Mark kann nicht einfach kommen und mit Kombinationen und Low-Kicks um sich werfen. Er muss bedenken, dass ich ihn zu Boden bringen kann und er wieder aufstehen muss. Das verändert auch den Standkampf. Ich habe gelernt, meinen Standkampf anzupassen. Selbst mein Jiu Jitsu habe ich angepasst.“

Diese Vielseitigkeit sieht er bei seinem baldigen Gegner nicht: „Ich habe Kämpfe im Stand beendet, ich habe mit meinem Ground and Pound gewonnen, von meinem Rücken aus mit Submissions gewonnen und aus der Oberlage. Ich habe schon von überall aus gewonnen. Mark kann das nicht von sich sagen. Wenn er nicht durch K.o. gewinnt, wie will er dann den Kampf beenden?“

Die beiden Schwergewichte treffen in der Nacht zum Sonntag im Hauptkampf der Fight Night in Brisbane aufeinander.