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Frank Mir fordert Freigabe von der UFC. Folgt nun Kampf gegen Fedor?

Frank Mir sieht keine Zukunft in der UFC (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Frank Mir gehört zu den prominentesten Opfern der neu eingeführten Doping-Regularien der UFC. Nachdem er im Nachgang seines Kampfes gegen Mark Hunt positiv auf ein anaboles Steroid getestet worden war, steht der Veteran nun vor einem zweijährigen Ausschluss vom Wettkampfgeschehen. Aufgrund fehlender Einnahmen fordert er jetzt eine Entlassung aus der UFC, um seine Brötchen zukünftig in anderen Organisationen verdienen zu können.

2001, ein Jahr, in dem so manch anderer Athlet der UFC noch die Schulbank der Grundschule drücken musste, war das erste Jahr in der langen  UFC-Karriere des Frank Mir. Schnell feierte er erste Erfolge und sicherte sich bereits in seinem neunten Profikampf den Titel im Schwergewicht. Ein Kunststück, das ihm 2008 noch ein weiteres Mal gelingen sollte und ihn damit in einen elitären Kreis von Kämpfern beförderte.

Nun, 15 Jahre nach seinem Debüt in der Organisation, steht Frank Mir am Scheideweg. Nachdem er nur zwei seiner letzten acht Kämpfe für sich entscheiden konnte, markierte der positive Dopingtest im März dieses Jahres den traurigen Tiefpunkt einer einst so glanzvollen Karriere. Mir hat für sich die richtigen Schlüsse aus der zweijährigen Sperre gezogen und fordert jetzt eine Entlassung aus der UFC, um für andere Organisationen außerhalb der USA an den Start gehen zu können.

„Im Moment bin ich gesperrt und darf bis April 2018 nicht in der UFC antreten“ so Mir. „Es geht sogar so weit, dass ich nicht als Experte arbeiten darf. Es war zwar nie mein Plan, das zu machen, aber ich wurde seit der WEC-Zeit immer wieder gefragt und bin so in die Rotation gekommen. Jetzt will ich aus der UFC entlassen werden, damit ich meine Karriere auf anderen Wegen fortsetzen kann.“

Seine Entscheidung beruht vor allem auf seiner derzeitigen finanziellen Situation. Auch deshalb kann er nicht weiter gegen das Urteil vorgehen: „Wenn ich danach immer noch suspendiert bin und nicht als Experte arbeiten darf, muss ich anfangen, über mein Erspartes nachzudenken, weil ich Kinder zu ernähren habe. Ich habe mich also dazu entschlossen, nicht weiter dagegen vorzugehen.“

Sollte es tatsächlich zu seiner Entlassung kommen, würde er auf den Spuren von Rousimar Palhares oder Alexander Shlemenko wandeln. Während der Brasilianer aufgrund unsportlicher Aktionen gesperrt wurde, war es beim Russen Shlemenko, wie auch bei Mir, ein positiver Dopingbefund. Palhares trat zuletzt in Italien bei Venator FC an, Shlemenko ist bei der M-1 Challenge untergekommen.

Da der Geltungsbereich der USADA an den Landesgrenzen der USA endet, können gesperrte Athleten ihr Geld dennoch im Ausland verdienen. Ein interessantes Matchup wäre beispielsweise ein Duell mit Fedor Emelianenko, der zurzeit vertragslos ist und nach seiner Leistung gegen Fabio Maldonado wohl kaum bei der UFC anheuern wird.

Auf seine Zeit bei seinem langjährigen Arbeitgeber blickt der 37-Jährige bereits jetzt wehmütig zurück: „Das ist kein schönes Ende. Das wird eins der Dinge sein, die ich bis zu meinem Tod bereuen werde. Ich muss einfach meinen Weg weiter gehen und mich auf andere Aspekte meines Lebens konzentrieren.“