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FBI untersucht IS-Drohungen gegen Tim Kennedy

Tim Kennedy wird vom IS bedroht (Foto: Catherine Tharpe/Wikimedia Commons)

Seit September 2014 stand Tim Kennedy nicht mehr im Octagon. Damals unterlag er bei UFC 178 Yoel Romero durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Im Anschluss zog sich der 36-Jährige zurück. Aus den Augen bedeutet bei Kennedy jedoch nicht aus dem Sinn. Kennedy ist vor allem in sozialen Netzwerken sehr präsent. Dabei erlebt der Kriegsveteran nun die Schattenseite, das FBI untersucht gegen ihn ausgesprochene Drohungen, hinter denen sie Unterstützer des Islamischen Staats vermuten.

„Ich habe gerade mit dem FBI über ein paar gegen mich ausgesprochene und als glaubwürdig eingestufte Drohungen durch #ISIS geredet,” so Kennedy auf seiner Facebook-Seite. „Sie waren von meiner Antwort "Sollen die Feiglinge doch kommen!" wenig begeistert.” Kennedy gab an, täglich zwischen fünf und zehn Drohungen zu erhalten, die von Trollen an in der Öffentlichkeit stehende Soldaten verschickt werden. Der UFC-Kämpfer, der den militärischen Rang eines Sergeant First Class bekleidet, ist aktuell Teil der Nationalgarde von Texas.

Kennedy gehört aufgrund seiner Vergangenheit als UFC-Kämpfer und Teilnehmer an der Fernseh-Dokumentation "Hunting Hitler" zu den medial sehr präsenten Soldaten. Der 36-Jährige kämpfte als Scharfschütze sowohl im Afghanistan- als auch im Irak-Krieg für die 7. Einheit der Special Forces Group, im Volksmund als Green Berets bekannt. Nachdem Kennedy die zahlreichen Drohungen bisher nicht für voll nahm, wurde er am Mittwoch vom FBI kontaktiert.

„Sie fragten mich, ob ich weiß, was los ist? Ich bejahte das. Sie sagten, es könnte dieses Mal ernst werden, worauf ich ihnen antworte, dass ich mittlerweile abgestumpft sei und sie mir sagen sollten, wie alarmiert ich sein müsse,” so Kennedy weiter. „Was ist die Definition von Terrorismus? Das Erreichen eines Ziels durch Gewalt und Angst. Das sind nur böse, schlechte, widerliche Menschen, die keinen Respekt vor dem Leben anderer haben. Ich lehre Menschen, wie sie mit solchen Drohungen leben können. Wer wäre ich, wenn ich vor irgendwelchen Feiglingen, die sich wie harte Kerle aufführen, Angst hätte?”