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Fabricio Werdum will Titel gegen Andrei Arlovski verteidigen

Fabricio Werdum hat den nächsten Gegner im Blick (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Seit zwölf Tagen ist Fabricio Werdum Titelträger im Schwergewicht. Der Brasilianer bezwang bei UFC 188 Cain Velasquez mit einem Guillotine Choke in der dritten Runde, vereinigte damit seinen Interimsgürtel mit dem Schwergewichtstitel und darf sich seitdem unangefochtener Champion nennen. Bei UFC Tonight sprach der 37-Jährige über den Kampf gegen Cain Velasquez und Pläne für die Zukunft.

UFC 188 hätte die triumphale Rückkehr des lange verletzten Schwergewichtschampions Cain Velasquez werden sollen. Der Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln hätte vor "heimischer" Kulisse in Mexico City seinen Titel mit Fabricio Werdums Interimstitel vereinigen sollen. Daraus wurde nichts. Werdum kaufte Velasquez den Schneid ab und sicherte sich vor über 21.000 Zuschauern mit einer Guillotine den Titel in der dritten Runde: „Ich hatte es bereits zwei Mal versucht und beim dritten Mal hat es geklappt. Ich habe diese Situation trainiert. Als er den Takedown versucht hat, habe ich mich bedankt. Ich habe ihn atmen gehört und wusste, dass er müde war.”

Die mangelnde Kondition Velasquez' warf im Anschluss an den Kampf Fragen auf. Der 32-Jährige war schließlich lange Jahre für seine überragende Kondition bekannt, konnte in der Höhe Mexico Citys jedoch nicht überzeugen und war bereits nach wenigen Minuten der ersten Runde außer Atem. Fans und Experten hinterfragten danach Velasquez' Vorbereitung in den USA, während sich Werdum wochenlang auf die Sauerstoffverhältnisse in der Halle vorbereitete. Kritik, Werdum habe nicht den echten Velasquez geschlagen, wischt der Brasilianer bei Seite: „Dieses Mal blieb ich sehr lange in Mexiko”, so der neue Champion. „Es ist sehr hart, 40 Tage weg von der Familie in Mexiko zu sein und zu trainieren. Aber ich habe immer an mich geglaubt, meine Jungs haben an mich geglaubt und ich habe diesen Gürtel gewonnen!”

Nicht nur aufgrund seines Sieges über den Lokalmatador machte sich „Vai Cavalo” nicht nur Freunde in Mexiko. Insbesondere seine Kritik, Velasquez sei ein falscher Mexikaner, sorgte für Unmut beim AKA und den Fans. Für Werdum jedoch ein ganz normaler Vorgang, um den Kampf zu verkaufen. „Ich sage das, damit Leute einschalten. Ich habe höchsten Respekt vor Cain Velasquez und Daniel Cormier ist ein guter Freund von mir.” Alles richtig gemacht also für den Brasilianer. Sechs UFC-Siege in Folge kann der 37-Jährige mittlerweile vorweisen. Drei Mal so viele wie bei seinem ersten Engagement in der UFC, welches 2008 nach einer krachenden Niederlage gegen Junior dos Santos beendet wurde. Aber nicht nur diese Rechnung ist noch offen.

„Andrei Arlovski ist stark. Ich bin der Meinung, dass ich den ersten Kampf gewonnen habe. Jetzt hat er Travis Browne geschlagen, ich habe Travis Browne geschlagen. Von daher geht es auch darum zu zeigen, wer die Hosen an hat. Ich glaube, das könnte ein guter Kampf werden.” Werdum und Arlovski standen sich 2007 in Werdums UFC-Debüt gegenüber. Arlovski gewann damals einen langweiligen Kampf knapp nach Punkten. Der Weißrusse ist nach Erfolgen über Browne, Antonio Silva und Brendan Schaub einer der aussichtsreichen Herausforderer auf den Titelkampf, wobei auch der Name Stipe Miocic immer wieder im Raum steht. Die UFC hat sich diesbezüglich noch nicht offiziell geäußert.