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Fabricio Werdum spricht über direkten Rückkampf gegen Cain Velasquez

Fabricio Werdum (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Fabricio „Vai Cavalo“ Werdum ist momentan auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Der Brasilianer, der vor einigen Jahren MMA-Legende Fedor Emelianenko zur Aufgabe zwingen konnte, überzeugte in der Begegnung mit Cain Velasquez bei UFC 188 in Mexico-Stadt mit einer Submission in der dritten Runde und krönte sich so vom Interims-Champion zum Champion im Schwergewicht.

Fabricio Werdum will seine Kritiker verstummen lassen und einen sofortigen Rückkampf mit Cain Velasquez annehmen. Damit will er seine Dominanz aus der ersten Begegnung mit dem ehemaligen Champion im Schwergewicht untermauern. Der Rückkampf soll womöglich in der „Arena do Gremio“ mit 60.000 Plätzen in seiner Heimatstadt Porto Alegre in Brasilien ausgetragen werden.

„Es wäre einfach einzigartig, meinen Titel in dieser Arena zu verteidigen“, teilte Werdum MMAFighting.com mit. „Ich bin der Überzeugung, dass ich ein Stadion mit mehr als 50.000 Zuschauern füllen kann, die meine Titelverteidigung sehen wollen. Ich will den Zuschauerrekord von Kanada bei UFC 129 mit 55.724 Zuschauern knacken. Es wäre eine spektakuläre Rückkehr in meine Heimatstadt, in der ich so viel Liebe erfahren durfte.“

Nach Aussagen von Werdum will die UFC das Datum und die Lokalität für den Rückkampf demnächst bekannt geben. „Ich kenne das Datum und den Austragungsort zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht“, sagte Werdum. „Nächste Woche treffe ich mich mit Dana White und Lorenzo Fertitta. Bei dieser Sitzung werden die Einzelheiten für diesen Titelkampf diskutiert. Dieser Anlass wird großartig werden und keine Wünsche der Fans offen lassen“, gab er über Twitter bekannt.

Zum Zustandekommen des Rückkampfes sagte der BJJ-Spezialist: „Ich habe Velasquez einen Rückkampf angeboten, weil ich ihn respektiere, wie ich Fedor respektiert habe. Beide sind Kämpfer, denen ich in der MMA-Welt am meisten Respekt zolle, weil sie vielmehr durch ihre harten Schlachten im Ring überzeugten als mit großen Worten. Die Fans waren der Meinung, dass Cain keinen Rückkampf verdient hat, weil ich ihn klar dominiert hätte, und persönlich sehe ich das ähnlich. Aber ich respektiere Cain. Er war der Beste der Welt und ich werde ihm einen Rückkampf geben, kein Problem.“

Werdum hat auch eine ganz klare Antwort für die Fans, die behaupten, dass er Velasquez nur besiegen konnte, weil Mexiko-Stadt so hoch gelegen ist und damit die Luft so dünn war. „Fans werden immer etwas finden, über das sie sprechen können“, meint Werdum. „Jeder sah diesen Kampf. Ich habe Cain komplett dominiert. Es liegt an ihm, sich früher an die Bedingungen anzupassen. Es ist nicht meine Aufgabe, ihn darüber zu informieren, dass die Höhenluft großen Einfluss auf die Leistung im Kampf haben kann und er sich deshalb früh eingewöhnen soll. Ich denke, es kamen verschiedene Faktoren zusammen, die zu diesem klaren Ausgang des Kampfes führten: Die Höhenluft, die Tatsache, dass ich diesen Sieg um jeden Preis wollte, dass Cain lange Zeit verletzt war und nicht kämpfen konnte. Javier Mendez, Cheftrainer von Cain Velasquez, erklärte vor dem Kampf deutlich, dass Cain in bester Verfassung sei. Ich wollte ihm eine härtere Lektion erteilen, als er Junior dos Santos bei UFC 166 erteilt hatte. Ich war mir absolut sicher, dass Velasquez an sich zweifelte. Ich war im Gegenzug absolut selbstsicher und hatte mein Ziel, den Schwergewichtsgürtel zu gewinnen, ganz klar vor Augen. Es war klar, dass die Höhe von Mexiko-Stadt für mich vorteilhaft sein wird. Diese Tatsache gehörte zu meiner Kampfstrategie. Das war ja auch ein Grund dafür, dass ich 40 Tage vor UFC 188 angereist bin und mich akklimatisierte. Es war nicht einfach, ihn zu besiegen und wir hatten einen harten Kampf. Die Strategie meines Trainers Rafael Cordeiro und mir ging zu 100 Prozent auf. Diverse Leute sagten im Nachhinein, dass ich den Kampf schon in der zweiten Runde für mich hätte entscheiden können. Es war aber Teil meiner Strategie, ihn zu clinchen und dadurch müde zu machen. Viele Ringer retten sich aus einem Clinch, indem sie einen Takedown ansetzen. Ich konnte ihn so also clinchen und abwarten, bis er zu seinem Takedown ansetzte, um meine siegbringende Guillotine auszuführen.”