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Exklusiv: Nick Hein kämpft am 22. November gegen James Vick

Nick Hein steigt zum zweiten Mal ins Octagon. (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Sein UFC-Debüt meisterte Nick Hein (11-1) im Mai bei der UFC Fight Night in Berlin mit Bravour. Nun steht der nächste Kampf für den Kölner fest. Am 22. November wird Hein zum ersten Mal außerhalb von Deutschland in einem MMA-Kampf in Aktion treten. Bei der UFC Fight Night 57 in Austin, Texas wird er gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner James Vick (6-0) in den Käfig steigen.

Für Nick Hein hätte dieses Jahr bisher kaum besser laufen können. Im Februar sicherte er sich im Kampf gegen Michael Erdinc den Halbweltergewichtstitel von Fair FC. Nur einen Monat später setzte der 30-jährige Polizist seine Unterschrift unter einen UFC-Vertrag über stolze sechs Kämpfe.

Sein erster Gegner in der weltweit größten MMA-Organisation war der US-Amerikaner Drew Dober, den er beim lange erwarteten Comeback der UFC nach Deutschland am 31. Mai in Berlin vor die Fäuste bekam. Hein konnte den Kampfverlauf zur Freude der deutschen Fans über weite Teile bestimmen. Nach drei unterhaltsamen Runden wurde er von den Punktrichtern einstimmig zum Sieger erklärt.

Hein wurde schon vor der UFC Fight Night in Berlin durch seine zahlreichen Interviews in großen deutschen Zeitungen und Zeitschriften zum Gesicht der UFC in Deutschland. Durch eine Hauptrolle in der Doku-Sitcom „Diese Kaminskis – Wir legen Sie tiefer!“, deren Pilotfolge im letzten Jahr auf ZDFneo übertragen wurde, erlangte Hein auch außerhalb der MMA-Welt Bekanntheit. Man entschied sich dafür, sechs weitere Folgen zu produzieren, weshalb Hein aufgrund der Dreharbeiten nach seinem UFC-Debüt eine kurze Pause vom MMA-Sport einlegen musste.

Diese Pause hat nun ein Ende. Am 22. November wird Hein auf den „Texecutioner“ James Vick treffen. Wie der Spitzname es bereits erahnen lässt, kommt Vick aus dem US-Bundesstaat Texas. Der Kampf gegen Hein stellt für ihn also gewissermaßen ein Heimspiel dar.

Vick feierte im Jahr 2011 sein MMA-Debüt und nahm nach vier Siegen in Folge an der 15. Staffel der Reality-Serie „The Ultimate Fighter“ teil. Dort musste er sich nach Siegen gegen Dakota Cochrane, Daron Cruickshank und Joe Proctor im Halbfinale Michael Chiesa geschlagen geben.

Trotzdem nahm ihn die UFC unter Vertrag. Im August 2013 bestritt er seinen ersten offiziellen UFC-Kampf und feierte mit einem schnellen Aufgabesieg gegen Ramsey Nijem einen großen Triumph. Vor zwei Wochen stieg Vick zum zweiten Mal ins UFC-Octagon. In einem abwechslungsreichen Kampf konnte er sich dabei gegen UFC-Newcomer Valmir Lazaro einstimmig nach Punkten durchsetzen.

„Ich weiß eigentlich nicht allzu viel über meinen Gegner“, verriet Nick Hein gegenüber Groundandpound.de. „Er hat auch zwei Arme und zwei Beine wie mein letzter Gegner. Er hat aber vor allem zwei längere Beine als mein letzter Gegner. Er ist Boxer und hat sich in der Ultimate-Fighter-Staffel gut geschlagen.“

Vick ist im wahrsten Sinne des Wortes die größte Aufgabe in Heins Karriere. Mit einer Größe von 1,91 Metern und einer Reichweite von 1,94 Metern ist er dem 1,73 Meter großen und mit einer Reichweite von 1,73 Metern ausgestatteten Hein zumindest von den Zahlenwerten überlegen.

Stören tut dies Nick Hein jedoch nicht: „Mit 1,73 Meter bin ich sowieso nicht der Allergrößte. Deswegen waren fast alle meine Gegner größer. So weit wie er von mir weg steht, stehe ich auch von ihm weg. Es ist ja nicht so, dass wir mit Linealen ins Octagon steigen. Von solchen Maßen halte ich nichts.“

Es wird nichtsdestotrotz sehr spannend, wie Hein mit dieser Situation umgehen wird.

Das bisherige Programm in der Übersicht:

UFC Fight Night 57
22. November 2014
Austin, Texas, USA

Joseph Benavidez vs. Dustin Ortiz                                       
Matt Wiman vs. Isaac Vallie-Flagg                                      
Paige VanZant vs. Kailin Curran                                          
Luke Barnatt vs. Roger Narvaez
Oleksiy Oliynyk vs. Jared Rosholt
Nick Hein vs. James Vick