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Eryk Anders fordert Open Scoring für UFC-Kämpfe

„Never leave it in the hand of the judges!“ Ein von Dana White gebrauchtes Sprichwort, dass mittlerweile fest zu jeder UFC-Übertragung dazu gehört. Mit recht, denn immer wieder überraschen Punktrichter Fans und vor allem Kämpfer mit ihren Wertungen. Das UFC-Mittelgewicht Eryk Anders forderte nun auf Twitter das Open Scoring, in dem zumindest den Kämpfern die Zwischenstände mitgeteilt würden.

„Wann lassen sie die Kämpfe endlich die Punktestände zwischen den Runden wissen?“, fragte Eryk Anders auf Twitter. „Diese Dynamik würde sicherlich die Art, wie Kämpfer kämpfen, verändern. Meinungen?“ In seinen Antworten entwickelte sich anschließend eine lebhafte Diskussion, in der sich auch vereinzelte frühere UFC-Kämpfer wie Gerald Harris oder Chris Wade zustimmend äußerten.

Bereits jetzt nutzen manche Box- und auch Kickbox-Organisationen bereits das sogenannte Open Scoring. So kommt es gelegentlich auch bei Glory zum Einsatz und informiert Kämpfer und Zuschauer über den Zwischenstand nach Punkten. Für Kämpfer eine Möglichkeit, ihre Taktik für die verbleibenden Runden anzupassen und das Tempo zu erhöhen oder mehr Risiko zu gehen.

Anders selbst musste sich vor einer Woche Elias Theodorou geteilt nach Punkten geschlagen geben, obwohl er den Kanadier in der zweiten Runde auf die Bretter schicken und den Kampf beinahe vorzeitig beenden konnte. Für eine 10:8-Runde reichte es nicht, am Ende fehlte Anders ein Punkt auf einem Punktezettel. Auch in seinem ersten Kampf in diesem Jahr, einer knappen Niederlage gegen Lyoto Machida, fehlte am Ende nur ein Punkt für den Sieg.

Und auch bei UFC on Fox 31 am vergangenen Wochenende zeigten sich mehrere Kämpfer unzufrieden mit den Urteilen der Punktrichter. Kevin Lee war sich nach dem verlorenen Hauptkampf sicher, die ersten drei Runden gewonnen zu haben und Bobby Green war über seine knappe Punktniederlage im Vorprogramm dermaßen frustriert, dass er noch am gleichen Abend über soziale Netzwerke seinen Rücktritt vom MMA-Sport verkündete.

Das Open Scoring würde zwar keine Fehlentscheidungen verhindern, Kämpfer hätten jedoch die Möglichkeit, auf Rückstände nach zwei Runden besser zu reagieren. Für die Fans jedoch ein zweischneidiges Schwert. Genauso, wie der zurückliegende Kämpfer aggressiver aus der Pause kommen könnte, könnte der Gegner seinen Vorsprung durch Alibi-Takedowns und Klammern über die Zeit retten.

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