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Emotionaler Jon Jones bestreitet Vorwürfe, entschuldigt sich bei Cormier

Jon Jones beantwortet die Fragen der Presse zu seinem positiven Test (Foto: FoxSports)

Gerade einmal zwölf Stunden ist es her, dass die UFC bekannt gab, Jon Jones aufgrund eines Dopingverdachts aus dem Hauptkampf von UFC 200 gegen Daniel Cormier nehmen zu müssen. Nun hat sich der Beschuldigte in einer Pressekonferenz in Las Vegas selbst zu Wort gemeldet. Viele Erkenntnisse gab es dabei jedoch nicht.

Jones begann die Pressekonferenz mit einer Entschuldigung den Fans, der UFC und vor allem Daniel Cormier gegenüber. „Ich weiß, wie viel dieser Kampf Daniel Cormier bedeutet. Ich möchte mich bei ihm entschuldigen. Mir fehlen die Worte. Es tut mir einfach leid, dass das hier passiert ist.“

Was auch immer passiert ist, heute werden es Medien und Fans noch nicht erfahren. Das machte Jones‘ Manager Malki Kawa sofort klar. Man sei hier, um die Anschuldigungen abzustreiten, werde aber keine genaueren Details, insbesondere die verbotene Substanz, die im Test gefunden wurde, nennen. Die B-Probe werde noch am heutigen Tag in einem Labor in Salt Lake City überprüft. Es könnte sich um ein Problem mit einem der Supplemente handeln, welche Jones verwendet. Man habe nicht absichtlich gedopt.

„Es ist einfach schlimm. Ich war immer ein Gegner von Doping. Dass ich jetzt als Betrüger bezeichnet werde, verletzt mich mehr als alles andere in meiner Karriere,“ so Jones weiter, bevor er kurzerhand von seinen Emotionen übermannt wurde und den Raum verließ. „Sie haben anscheinend irgendetwas in meiner Probe gefunden. Ich weiß nicht mal, wie man das ausspricht.“

„Ich war gerade mitten im Weight-Cut in meinem Hotelzimmer, als die Nachricht kam. Ich war am Boden zerstört. Ich versuche, irgendwie das Positive darin zu sehen. Gott hat für alle einen Plan. Nichts geschieht ohne Grund,” so Jones weiter. „Ich hatte noch nicht die Möglichkeit, mit Daniel Cormier direkt zu sprechen. Ich will ihm nur sagen, dass es mir leidtut. Dieser Kampf bedeutet ihm so viel.“

„Ich glaube, dass irgendetwas Gutes daraus entsteht. Momentan ist es aber schwer, sich das vorzustellen. Tut mir leid, dass ich weine. Auch wenn es hier gerade so aussieht, als ob ich gebrochen wäre, ich bin es nicht. Ich bin nur sehr verärgert. Wenn ich zwei Jahre gesperrt werde, werde ich danach zurückkommen. Das ist nicht das Ende.“

Wie Jones‘ PR-Team weiterhin bekannt gab, habe die gefundene Substanz keinen Einfluss auf seine Bewährungsauflagen. Jones selbst verkündete, nicht für UFC 200 in Las Vegas zu bleiben, sondern die Heimreise anzutreten. Das Ergebnis der B-Probe wird in Bälde erwartet. Wie Jones Manager Kawa angab, sind die Chancen auf ein negatives Ergebnis dieser sehr gering.