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Edson Barboza blickt auf Nurmagomedov-Niederlage zurück

Zuversichtlich: Edson Barboza will zurück ins Octagon (Foto: Florian Sädler).

Edson Barboza hat schon die eine oder andere Niederlage in der UFC einstecken müssen, aber kaum eine dürfte bitterer gewesen sein als die Punktentscheidung, die er im Dezember an Khabib Nurmagomedov abgab. Einige Tage nach der überdeutlichen Niederlage bei UFC 219 hat sich der Brasilianer nun zurückgemeldet.

„Ich habe nicht einmal Medikamente genommen nach dem Kampf“, erzählte Barboza MMAjunkie. „Ich habe keine Verletzungen und will so bald wie möglich wieder kämpfen, keine Frage.“

Über drei Runden wurde der Thaiboxer am 30. Dezember im viel beachteten Co-Hauptkampf von UFC 219 auf dem Boden kontrolliert und mit Treffern eingedeckt, am Ende triumphierte Khabib Nurmagomedov mit meilenweitem Vorsprung auf den Punktrichterzetteln.

Der Rückschlag kam für Barboza zu einem besonders unglücklichen Zeitpunkt – mit drei Siegen in Folge hatte er sich im Laufe von eineinhalb Jahren bis kurz vor einen Titelkampf vorgearbeitet. Entsprechend schmerzhaft war und ist es, die Niederlage wegzustecken.

„Es war hart, ich bin immer noch dabei, es zu verdauen“, so Barboza. „Ich gehe immer realistisch an diese Kämpfe heran, aber ich habe nicht damit gerechnet, zu verlieren – vor allem nicht so […].  Ich habe 15 Minuten in seiner Welt verbracht. Das war das ganze Problem. Meine Trainer haben alles richtig gemacht, sie hatten die richtige Strategie.“

„Es war hart, aber auf eine gute Weise. Ich versuche, den Schmerz und die Enttäuschung aus dieser Niederlage zu Hunger zu transformieren. Ich bin sehr hungrig.“

„Ich bin ein Kämpfer. Wenn sie mir diesen Kampf morgen anbieten würden, ich würde ihn ohne Frage noch einmal annehmen.“

Barboza plant nun, Mitte oder Ende März wieder zu kämpfen, und zwar gegen jeden aus der Top Ten mit Ausnahme seines Trainingspartners Eddie Alvarez. Als Nummer vier der offiziellen Rangliste rechnet Barboza noch immer damit, in näherer Zukunft um den Titel kämpfen zu können, freut sich fürs Erste aber darauf, als Zuschauer zu beobachten, wie sich das aktuelle Gewusel an der Spitze der 70-Kilo-Klasse auflöst.

„Ich weiß nicht, ob [Leichtgewichts-Champion Conor McGregor] zurückkehrt, es interessiert mich auch nicht", so Barboza. "Der Kampf, der jetzt kommen muss, ist Khabib gegen [Interims-Champion Tony] Ferguson. Das wäre ein großartiger Kampf. Ehrlich gesagt bleibe ich nicht immer wach, um mir die Kämpfe anzusehen, weil sie zu spät anfangen, aber das ist so ein Kampf, für den ich wach bleiben würde […]. Ich glaube, beide haben gleich große Chancen auf einen Sieg, es ist 50/50. Das ist ein Kampf, der uns als Zuschauern Spaß machen würde.“