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Eddie Alvarez will einen leichten Gegner, einen wie Conor McGregor

Kaum Champion, schmiedet Eddie Alvarez schon große Pläne (Foto: Florian Sädler).

Eddie Alvarez ist neuer UFC-Leichtgewichtschampion. Gerechnet haben damit nur wenige, nachdem Ex-Champion Rafael dos Anjos zuletzt so dominant wie nie zuvor gekämpft und gesiegt hatte. Auf der Pressekonferenz nach der UFC Fight Night 90 stellte Alvarez klar, was ihm der Titelgewinn bedeutet und was er als nächstes vorhat.

„Für mich ist Rafael dos Anjos das mit Abstand beste Leichtgewicht in der Gewichtsklasse“, zeigte Alvarez sich respektvoll gegenüber seinem geschlagenen Gegner auf der anderen Seite des Podiums. „Ich habe heute den besseren Kampf gekämpft, aber das hier hätte in beide Richtungen gehen können.“

„Es gibt hier großartige Gegner und die Fehlertoleranz ist sehr klein. Ein Fehler, und das hätte ich am falschen Ende dieses Schlages sein können, dieser Kerl hier ist für mich also der beste Kämpfer in der Gewichtsklasse.“

„Ihn schlagen zu können, und vor ihm (Anthony) Pettis und (Gilbert) Melendez (ist großartig), sie sind die besten Kämpfer der Gewichtsklasse. Ich kämpfe nicht gegen irgendwelche Typen aus der Top 15.“

Alvarez‘ Route an die Spitze war tatsächlich nicht die leichteste: Nach Kämpfen gegen Namen wie Shinya Aoki, Patricky Freire und Michael Chandler bei Bellator und Co. wurde ihm auf eigenen Wunsch in seinem UFC-Debüt gleich Donald Cerrone vorgesetzt. Das Duell im September 2014 verlor Alvarez nach Punkten, anschließend aber kehrte er mit den Siegen gegen Melendez und Pettis zurück.

Mit Rafael dos Anjos, der zuletzt Kämpfer wie Nate Diaz, Ben Henderson und Cerrone besiegen konnte, bewältigte Alvarez am Donnerstag in Las Vegas seine bisher wohl schwierigste Aufgabe.

Genug harte Arbeit fürs Erste, witzelte der frischgebackene Champion nach dem Erstrunden-T.K.o. gegen dos Anjos: „Ich würde Dana White fragen, ob er mir nicht bitte einen leichteren Kampf geben kann, zum Beispiel gegen Conor McGregor. Ich verdiene das. Ich habe gegen die besten Jungs gekämpft, ich hätte also gerne mal einen geschenkten Sieg. Also, Conor, ich würde mich wirklich freuen.“

In Anbetracht der Gewichtsklassenfluktuation des irischen Superstars wäre ein Duell im Leichtgewicht kein Ding der Unmöglichkeit: Der letzte und der nächste Kampf des Iren fanden bzw. finden im Weltergewicht statt, zwei Klassen über dem Federgewicht, dessen Champion McGregor seit seinem 13-Sekunden-Knockout gegen José Aldo im vergangenen Dezember ist.

Ob das Blockbuster-Duell zwischen zwei Champions zustande kommt oder nicht – fürs Erste ist Alvarez glücklich, dass sich die harte Arbeit über Jahre in Form eines goldenen Weltmeisterschaftsgürtels ausgezahlt hat. Auch, wenn er weiß, wie schnell der neue Ruhm wieder verschwinden kann.

„(Der Gürtel) wird nicht für immer hier sein“, so Alvarez knapp eine Stunde, nachdem er ihn gewonnen hatte. „Ich denke einfach, dass es wichtig ist, hart zu arbeiten und etwas zu tun, für das du brennst. Und jetzt gerade habe ich den Gürtel, ich bin der Champion. Genauso, wie ich es einer Menge Leuten vorhergesagt hab. Also, ja, ich bin glücklich.“