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Eddie Alvarez: „Conor McGregor kann kein bisschen kämpfen“

Eddie Alvarez: Neid oder Wahrheit? (Foto: Florian Sädler)

Aus Chancen muss man das Beste machen. Das weiß auch der frischgebackene UFC-Leichtgewichtschampion Eddie Alvarez, der für seine erste Titelverteidigung den Sieger des Mega-Duells zwischen Nate Diaz und Conor McGregor auserkoren hat, deren großer Rückkampf bei UFC 202 kurz bevorsteht. Kaum verwunderlich, denn das Timing würde passen und Alvarez wohl nie wieder einen größeren Kampf bekommen.

Aus Sicht des Königs der 70-Kilo-Klasse gibt es zwei Gründe, darauf zu hoffen, dass Conor McGregor am 20. August seine Revanche gegen Nate Diaz gelingt: Sein eigener Kampf gegen den Iren würde viel Geld bringen. Und es wäre ein leichter Sieg.

„Gott sei Dank ist (Conor McGregor) gut im Reden, denn Kämpfen kann er kein bisschen“, so Alvarez am Montag gegenüber CBS Sports Radio.

Den Erfolg des amtierenden UFC-Federgewichtschampions führt Alvarez auf andere Einflüsse zurück: „Wenn ich den richtigen Typen mit dem richtigen Mundwerk vor die richtigen Gegner stelle, dann können wir einen Champion zusammenbauen – ohne, dass derjenige gegen die besten Leute kämpfen muss. Und das ist das, was man mit diesem Kerl gemacht hat.“

„Jeder echte Kämpfer und jeder, der sich mit dem MMA-Sport auskennt sieht die Ansetzungen, die er sich aussucht und merkt, dass dieser Typ sich nicht in die geringste Gefahr begibt. Er kämpft gegen niemanden, von dem er denkt, dass er gegen ihn verlieren könnte.“

Von Alvarez kann man das nicht behaupten – zumindest, wenn man ihn selbst fragt. Laut dem ehemaligen Bellator-Champion und jetzigen UFC-Titelträger hat er sich vor keiner Herausforderung gedrückt und stets gegen die bestmöglichen Gegner gekämpft. Mit Kalibern wie Donald Cerrone, Michael Chandler, Shinya Aoki, Anthony Pettis und Rafael dos Anjos auf seinem Resümee hat Alvarez sich tatsächlich eine überaus beeindruckende Referenzliste aufgebaut.

Gleiches könnte man allerdings auch über McGregor sagen, der in der UFC Siege gegen Namen wie Max Holloway, Dustin Poirier, Chad Mendes und José Aldo vorweisen kann. Nicht besonders beeindruckend, findet Eddie Alvarez.

„(Viele dieser Fans) denken, dass derjenige der beste Kämpfer ist, der am populärsten ist (…)“, stellte er während eines weiteren Presseauftritts bei der Norton and Friends Radioshow klar. „Jede Menge Fans kommen auf mich zu und fragen, ob ich glaube, dass ich Conor McGregor schlagen könnte. Und ich denke mir nur Oh mein Gott, ihr Typen seid so verblendet. Sie denken, dieser Mann sei ein guter Kämpfer, weil er berühmt ist. Diese beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun.“

Weil das so ist, würde Alvarez gerne mit McGregor in den Käfig steigen. Und jetzt, wo das klargestellt ist, bis dahin auch am liebsten gar nicht mehr auf den gewichtsklassenübergreifend polarisierenden Iren angesprochen werden.

„Um ehrlich zu sein, habe ich keine Lust mehr, ständig zu Conor McGregor befragt zu werden. Von daher: Den Sieger (des Rückkampfes zwischen Diaz und McGregor), gegen den würde ich gerne kämpfen.“