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Eddie Alvarez: „Conor McGregor ist so einfach zu schlagen!”

Eddie Alvarez (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Erst vor drei Wochen feierte der einstige Bellator-Champion Eddie Alvarez seinen vielleicht größten Erfolg, als er bei der UFC Fight Night in Boston Anthony Pettis nach Punkten bezwang. Der 32-Jährige findet sich damit im Titelrennen der UFC wieder, an dessen Spitze Rafael dos Anjos am 5. März den Gürtel gegen Conor McGregor verteidigt. Geht es nach Alvarez, wird der Titel dort nicht seinen Besitzer wechseln.

„Meiner Meinung nach wird es Rafael dos Anjos nicht schwer haben, solange er den Kampf auf den Boden verlagern kann,” so Alvarez in der MMA Hour. „Wenn er das nicht schafft, kann er, ehrlich gesagt, genauso ausgeknockt werden wie die anderen Jungs, die Conor schon ausknocken konnte. Dos Anjos darf nicht zulassen, dass der Kampf hauptsächlich in der Schlagdistanz geführt wird.”

Eine Herangehensweise, die man bereits des Öfteren von Experten oder anderen Kämpfern in Bezug auf McGregor gehört hat, an der Umsetzung haperte es zuletzt. Für Alvarez liegt der Grund dafür in zu großem Vertrauen in die eigenen Fäuste: „Ich hasse es, wenn Jungs mit Basis im BJJ oder Ringen ihre Grundlagen aufgeben, weil die Typen um sie herum ihnen einreden, dass sie ganz tolle Striker sind. Ich hoffe, das passiert RDA nicht. Ich hoffe er bleibt bei dem, worin er gut ist und gewinnt den Kampf auf seine Weise dominant.”

Eddie Alvarez könnte seine Forschungsergebnisse vielleicht bald selbst am Iren ausprobieren. Der „Silent Assassin“ konnte mit Pettis und davor Gilbert Melendez gleich zwei Top-5-Leichtgewichte besiegen, auch wenn er dabei nicht wie der spektakuläre Bellator-Champion von einst aussah, sondern überlegt zu Werke ging. Clinchen und Bodenkampf statt offener Standkampf, das ist auch die Empfehlung an die anderen Leichtgewichte.

„Es gibt einen so leichten Weg, Conor McGregor zu besiegen, aber keiner scheint ihn zu sehen. Es ist wirklich frustrierend, zuzuschauen. McGregor würde sich am Boden einfach lächerlich machen. Jeder in der Halle würde sich fragen, was das war und warum da noch keiner zuvor darauf gekommen ist. So überraschend wäre das für die Zuschauern. Aber wir haben ihn noch nicht in diesen Situationen gesehen.”

Das Gegenargument heißt Chad Mendes. Der Ringer hielt bei UFC 189 eine Zeit lang gegen McGregor durch, brachte ihn auch mehrfach zu Boden, ohne jedoch den Kampf zu beenden, den er kurze Zeit später verlor. Das lässt Alvarez mit Verweis auf die kurze Vorbereitungszeit jedoch nicht gelten. Sobald der erste starke Ringer oder Bodenkämpfer mit ausreichender Vorbereitung auf McGregor trifft, wird dieser untergehen, prophezeit Alvarez:

„Der Typ war noch nicht in der Art Kampf, den wir von ihm sehen müssen. Bisher hat noch keiner seine Schwächen ausgenutzt, aber wenn das mal jemand tut, wird es vorbei sein. Diese ganze Show wird vorbei sein. Warum es bisher noch keiner versucht hat? Keine Ahnung. Das ist echt frustrierend.”