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EA Sports UFC angespielt

Du stehst mit Jon „Bones“ Jones im Octagon, tauchst ab, bekommst den Takedown, mountest ihn, Spinning Armbar, Tapout. Dass dies passiert, ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern grenzt geradezu an Unmöglichkeit. Außer man hat das neue EA Sports UFC Videospiel.

Dies wird nach zwei Jahren Produktion endlich am 18. Juni auf dem Markt erscheinen. Mit dabei sind alle üblichen Verdächtigen, von Anthony Pettis über Chris Weidman bis hin zu – für die Patrioten unter euch – Dennis Siver.

Und wer das zu langweilig findet, kann auch mit Royce Gracie oder dem Dragon persönlich, Bruce Lee, kämpfen. Man muss ihn nur freispielen, schon verteilt man großzügig seinen berühmten Faustrückenschlag und fliegt mit einem Sidekick kreuz und quer durch den Käfig.

Für die, die dann aber doch wirklich selbst mit Jones im Ring stehen wollen, gibt es die Möglichkeit, über Game Face sein eigenes Bild hochzuladen und seinen eigenen Kämpfer zu erschaffen. Im Karrieremodus kann man sich als Amateur durch die „The Ultimate Fighter“-Show bis in den UFC-Olymp hochschlagen, auch wenn es sonst keinen eigenen Story Mode gibt. Es ist das erste Mal, dass es die Show in einem Videospiel vertreten ist.

Wie die meisten Sportspiele ist es insbesondere ein Spiel, das zum Online-Wettkampf einlädt. Ähnlich wie bei EA Sports FIFA kann man in verschiedene Divisionen aufsteigen und sich digitalen Ruhm erzocken.

Bestechend ist das Spiel vor allem durch seine Authentizität: George St-Pierre stolziert mit seinem gewohnten Karate-Kid-Kostüm in den Ring und Bruce Buffers Bariton-Stimme verkündet „we… are… live“. Selbst seinen eigens kreierten Kämpfer kann man mit einem Gameplan für den nächsten Kampf vorbereiten und sich dementsprechend auf den Stand-Up- oder Bodenkampf konzentrieren.

Die Kämpfe selbst stehen dem in nichts nach. Insbesondere die Interaktionen zwischen den Kontrahenten sind außerordentlich realistisch. Natürlich ist die Komplexität des Sports aufgrund der Dynamik des Spiels und der Zielgruppe, die weiter reichen soll als die MMA- und BJJ-Nerds, etwas reduziert. Insgesamt 29 verschiedene Submission Techniken sind trotzdem allerhand.

MMA-Berühmtheit Andreas Kraniotakes, der Gegner gerne auch mal virtuell verprügelt, findet das Spiel großartig. „Ich habe die anderen MMA-Spiele auch gespielt. Dies ist aber das beste. Vor allem weil sie es geschafft haben, einer so komplizierten Sportart eine verhältnismäßige einfache Steuerung zu geben.“

Des Weiteren sieht er darin aber auch ein Aufklärungsinstrument. „Durch solche Spiele gelangt die MMA-Sportart auch an ein Publikum, das normalerweise nichts damit zu tun hat. Nur wenn man den Sport auch versteht, verschwinden die Vorurteile, dann kann man ihn mögen.“

Also egal ob man nun einmal selbst Jones „Bones“ verdrehen will, etwas für die Verbreitung des Sports tun möchte oder einfach die Auferstehung Bruce Lees nicht verpassen will, das neue EA Sports UFC kann mit alle dem dienen.