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Dustin Poirier will als nächstes den Titelkampf

Dustin Poirier (Foto: Florian Sädler)

Am vergangenen Wochenende gewann Dustin Poirier bei UFC on FOX 29 gegen Justin Gaethje in der vierten Runde durch technischen Knockout. Das Duell wird schon jetzt als Kandidat für den Kampf des Jahres 2018 gehandelt. Nun will Poirier den Titel.

„Ich möchte um Gold kämpfen. Ich bin nicht auf der Jagd nach Rückkämpfen gegen Conor McGregor oder Eddie Alvarez oder gegen wen auch immer. Das ist nicht mein Ziel. Ich möchte Champion werden, viel Geld verdienen, mich dann zur Ruhe setzen und sagen können: Ich habe es geschafft“, sagte der US-Amerikaner in seinem Interview nach dem Kampf.

Auch Dana White ist einem Titelkampf für den 29-Jährigen nicht abgeneigt. „Absolut, er ist ein Titelanwärter“, meinte der UFC-Präsident gegenüber dem Fernsehsender FS2. „Wir ziehen Poirier definitiv dafür in Betracht. Er war auch einer von denen, die wir als Ersatz (für Holloway) bei UFC 223 in Erwägung zogen. Wir wollten dafür jedoch nicht diesen Event (UFC on FOX 29) in Gefahr bringen. Und zum Glück haben wir es auch nicht.“

Die Spitze der Leichtgewichtsklasse ist allerdings in großer Unordnung. Khabib Nurmagomedov ist zwar der Champion, jedoch hat der vorherige Champion Conor McGregor seinen Titel nicht durch einen Kampf verloren. Er wurde ihm aufgrund von zu langer Inaktivität aberkannt, da er seit November 2016 nicht mehr im Octagon gekämpft hat. Der ehemalige Interims-Champion Tony Ferguson sollte ursprünglich bei UFC 223 gegen Nurmagomedov in einem Titelkampf antreten, musste jedoch wegen einer Knieverletzung ausscheiden. Es gibt also drei Kämpfer, die theoretisch ein Anrecht darauf haben, sich Champion zu nennen. Außerdem haben alle drei noch nicht einmal zuvor gegeneinander gekämpft. Jedoch weiß niemand, ob und wann McGregor wieder zurückkehren wird. Erst recht nicht, nachdem er wegen der Bus-Attacke im Vorfeld von UFC 223 vor Gericht gehen muss. Auch Ferguson wird nach seiner kürzlich überstandenen Knieoperation für eine unbestimmte Zeit ausfallen und auf der Zuschauerbank Platz nehmen müssen.

Erhält Poirier womöglich doch eine Chance auf einen Titelkampf? Der ehemalige Federgewichtskämpfer ist seit vier Kämpfen ungeschlagen und hat seit 2014 außer gegen McGregor nur einmal verloren. Aber auch eine Neuauflage zwischen Poirier und Alvarez würde auf viel Interesse stoßen. Schließlich wurde deren letzter Kampf bei UFC 211 im Mai 2017 aufgrund eines illegalen Kniestoßes von Alvarez abgebrochen und nicht gewertet. Ein Gewinner wäre also noch zu ermitteln.