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Dustin Poirier legt Einspruch gegen No Contest bei UFC 211 ein

Dustin Poirier ist mit der Ringrichterentscheidung unzufrieden. (Foto: Florian Sädler)

Mehrere verbotene Knie zum Kopf führten bei UFC 211 in der Nacht zum Sonntag im Kampf zwischen Dustin Poirier und Eddie Alvarez zum Kampfabbruch. Doch statt den leidtragenden Poirier zum Sieger durch Disqualifikation zu erklären, wurde der Kampf in der zweiten Runde ohne Wertung, also als No Contest, beendet. Eine Entscheidung, gegen die Dustin Poirier nun Einspruch einlegen will.

Die umstrittene Szene spielte sich zum Ende der zweiten Runde ab. Alvarez konnte Poirier am Käfig kurzzeitig in einen Guillotine Choke nehmen und als Poirier wieder aufstehen wollte, feuerte Alvarez Knie zum Kopf seines Gegners ab. Bei den ersten beiden Kniestößen hatte Poirier eine Hand am Boden, beim dritten zusätzlich ein Knie. Alvarez‘ Angriff war somit verboten.

Im vergangenen Jahr wurde das Regelwerk der Unified Rules of MMA durch die Association of Boxing Commissions and Combative Sports (ABC) insofern angepasst, dass Kicks und Knie zum Kopf nicht mehr illegal sind, wenn ein Kämpfer lediglich eine Hand am Boden ablegt. Da die Sportkommission von Texas diese Regeländerung noch nicht übernommen hat, waren demnach auch die ersten beiden Kniestöße von Alvarez verboten.

Ringrichter Herb Dean sah jedoch keine Absicht bei Alvarez und wertete das Foul als Versehen, was vermutlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass es in der UFC bei Events in verschiedenen US-Bundesstaaten unterschiedliche MMA-Regeln gibt und Unstimmigkeiten dadurch fast schon vorprogrammiert sind.

Dustin Poirier wird das Ergebnis beim Texas Department of Licensing and Regulation (TLDR) anfechten und fordert eine Änderung des Ergebnisses in einen Sieg durch Disqualifikation. Ob er damit Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.