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Dustin Poirier hofft auf Titelchance bis Ende 2020

Dustin Poirier (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Im September ging die bisher einzige Titelchance von Dustin Poirier verloren, als er Khabib Nurmagomedov bei UFC 242 in Abu Dhabi unterlag. Der Amerikaner hat den Traum vom Titel jedoch keineswegs aufgegeben, sondern möchte mit ihm sein Vermächtnis komplettieren.

„Mein ultimatives Ziel ist es, unangefochtener Weltmeister zu werden“, sagte Poirier gegenüber MMAJunkie. „Ich kann nicht einfach so weitermachen und nur große oder aufregende Fights machen. Das soll weiter ein Teil von mir sein. Ich will die Fans unterhalten, starke Kämpfe abliefern, den Kampf des Abends machen, aber gleichzeitig will ich auch der unangefochtene Champion werden. Ich will nicht, dass die Leute jedes Mal das Wort ‚Interim‘ entgegnen, wenn mich jemand als Champion bezeichnet. Ich will nicht, dass meine weiteren Leistungen mit diesem Makel behaftet sind.“

Der 31-Jährige hatte sich im April gegen Max Holloway den Interims-Titel im Leichtgewicht gesichert, nachdem er zuvor unter anderem Anthony Pettis, Justin Gaethje und Eddie Alvarez gestoppt hatte. Beim Vereinigungskampf gegen Khabib Nurmagomedov hatte er dann das Nachsehen und musste im Rear-Naked Choke abklopfen. Nun will der „Diamond“ erneut einen Anlauf auf den Titel wagen. Er weiß, dass er sich schon in der zweiten Halbzeit seiner Karriere befindet.

„Ich weiß, wo meine Karriere derzeit steht. Ich glaube, dass die nächsten meine besten Jahre in diesem Sport werden. Die nächsten zwei oder drei Jahre, das wird meine Prime. Aber ich weiß, dass ich mich in der Rückrunde befinde. Ich bin 31 Jahre alt und habe 41 Kämpfe gemacht. Man muss sich da einfach in den Spiegel und der Wahrheit ins Gesicht schauen. Es könnte auch länger gehen, aber ich denke, die nächsten drei Jahre werden meine besten. Robbie Lawler hat mir einmal gesagt, mit 32 hat er sich am besten gefühlt und er hat auch jung begonnen.“

Nicht nur altersmäßig glaubt Poirier, dass er seine besten Jahre noch vor sich hat. Der Amerikaner hat auch eine Hüftverletzung beheben lassen, die ihn schon seit Jahren zurückwirft. Endlich wieder gesund, will er nun den Thron im Leichtgewicht angreifen.

„Ich will mich wieder zum Titelkampf vorarbeiten und dann der unangefochtene Champion werden. Meine Karriere und mein Vermächtnis werden sonst nicht komplett sein, neben dem Wort ‚Champion‘ wird es immer eine Anmerkung geben, weil ich eben nur Interims-Champion war. Ich will nicht, dass es so bleibt. Ich will UFC-Champion werden und meine Arme noch einmal mit Gold in den Händen in die Luft strecken.“

Und wenn es nach ihm geht, am besten schon 2020: „Entweder Champion sein oder das Jahr mit einem Titelkampf ausklingen lassen, das ist realistisch. Ich bin die Nummer 2 der Rankings. Vielleicht noch ein oder zwei große Kämpfe, dann bekomme ich noch eine Chance. Natürlich möchte ich jede Niederlage ausgleichen, jeder Kämpfer will das. Aber es geht nicht mehr um Revanche, es geht um Gold. Wer auch immer das hat, gegen den will ich kämpfen.“

Wann es zum nächsten Kampf kommt, das weiß Poirier noch nicht, die UFC hat dahingehend noch keine Angebote unterbreitet. Poirier wünscht sich drei Kämpfe für dieses Jahr und wartet nur auf den Anruf der UFC, damit er spätestens im April oder Mai wieder loslegen und seinen Traum verfolgen kann.

„Ich weiß, was mit dem Titel einhergeht. Ich kann meine Hände in die Luft strecken und sagen, dass ich der Beste der Welt bin. Damit gibt es ganz neue Möglichkeiten. Ich habe einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen, als ich den Teil des Titels geführt habe. Dort möchte ich wieder hin.“