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Dustin Poirier: Das war Kämpfen in seiner reinsten Form!

Dustin Poirier (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Oft wurde er abgeschrieben, nun ist Dustin Poirier an der Spitze. Als Interims-Champion steht nur ein einziger Kämpfer vor ihm im Leichtgewicht, Champion Khabib Nurmagomedov. Doch bis zu diesem Platz musste Poirier 25 Minuten mit Federgewichts-Champion Max Holloway überstehen. Der „Diamond“ gewann am Ende einen unmenschlichen Kampf gegen Holloway, bei dem er seine Kraft sprechen ließ.

„Ich habe viele Power-Shots auf die Reise geschickt, fast jeder Schlag war einer mit viel Kraft“, sagte Poirier auf der Pressekonferenz nach dem Kampf. „Ich habe auch mehr mit ihm gebrawlt, als ich wollte. Aber das ist das Problem mit Kämpfern wie ihm. Er hat so ein hohes Pensum an Schlägen, wenn man das mitgehen und sein Timing stören will, ist das jede Menge Arbeit. Ich war darauf vorbereitet und ich wusste, dass es einfach ein offener Schlagabtausch wird.“

Dabei wurden nicht nur jede Menge Schläge, Kicks und Kniestöße verteilt, die beiden Athleten sprachen auch während des Kampfes miteinander und sogar Körperflüssigkeiten flogen hin und her, unabsichtlich.

„Ich habe aus dem Mund geblutet und ausgespuckt, dabei habe ich ihn getroffen. Er wusste, dass es keine Absicht war, ich habe auch nicht auf ihn gezielt, es hat ihn einfach erwischt. Es ist einfach ein Faustkampf, da kriegt man einfach mal ein bisschen Spucke ab. Aber wenn ich ihn mit etwas Gutem erwischt habe, hat er angefangen, zu applaudieren oder mir dafür zu gratulieren. Ich habe mich auch laut darüber gefreut, dass ich ihn mit dem Kniestoß erwischt habe. Noch bevor er angefangen hat zu bluten, habe ich laut gedacht ‚Erwischt‘. Es war einfach eine Schlacht.“

Und Poirier, der sich mit der Schlacht gegen Max Holloway nicht nur den Interims-Titel im Leichtgewicht, sondern auch einen Kampf mit Khabib Nurmagomedov gesichert hat, genießt diese Art Kämpfe, wie sich bereits gegen Alvarez, Gaethje oder Pettis zeigte.

„Das ist es, wofür Kämpfen wirklich steht“, so Poirier weiter. „Es ist das reinste Gefühl des Kämpfens für mich. Mir tut alles weh, ich bin ordentlich verbeult. Max tut alles weh, er hat auch gut was abbekommen und wir müssen ganz tief in uns gehen um herauszufinden, wer es mehr will. Diese Charakterstärke des Kämpfens macht süchtig, es ist sehr komisch.“

Schon in wenigen Monaten darf er es wieder spüren. Sobald die Sperre von Khabib Nurmagomedov im September abläuft, will der Champion zurückkehren und seinen Titel mit dem Interims-Gürtel Poiriers vereinen.