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Duane Ludwig reagiert auf Urijah Fabers Anschuldigungen

Duane Ludwig wehrt sich gegen Fabers Vorwürfe (Foto: Zuffa LLC).

Rassismus, Sexismus, Geldgier und Mobbing – Urijah Faber ließ kaum ein gutes Haar an Duane Ludwig, als er vor kurzem über dessen Zeit als Headcoach seines Team Alpha Male sprach (GNP1 berichtete). Ludwig, der sich Anfang 2014 von dem in Kalifornien ansässigen Gym trennte und sein eigenes in Colorado eröffnete, reagierte kurze Zeit später auf die Vorwürfe und hat – wenig überraschend – eine etwas andere Sicht auf die Geschehnisse.

„Es ist unbegreiflich für mich, dass er das Team auseinanderreißen will – er hat die Mentalität einer durchgedrehten Ex-Freundin. Ich verstehe es nicht.“ Mit diesen Worten beschrieb UFC-Star und „Team Alpha Male“-Chef Urijah Faber am Montag in der MMAHour sein aktuelles Verhältnis zu Duane „Bang“ Ludwig, der über ein Jahr lang sein Team als Headcoach trainierte. Im Interview mit MMAFighting.com hat Ludwig nun zurückgeschossen und die Frage in den Raum gestellt, ob Fabers Kopf nicht vielleicht ein paar Schläge zu viel absorbiert hat?

„Ich will ihn nicht anfeinden oder so“, sagt Ludwig. „Aber er wird oft von harten Schlägen getroffen und ich glaube nicht, dass das gut tut.“ Während einige der teils schweren Anschuldigungen im Interview nicht zur Sprache kamen, relativiert der renommierte Coach andere Vorwürfe seines Ex-Schülers.

Faber hatte unter anderem behauptet, Ludwig hätte mit rassistischen Witzen und sexistischem Verhalten für Unruhe im Gym gesorgt. Während Ludwig die konkreten Situationen nicht direkt dementiert, hat er eine völlig andere Sicht auf Hintergründe und Auswirkungen: „Im Gym werden andauernd Witze gerissen“, so Ludwig über die Anschuldigungen, er habe farbige Teammitglieder mit übertrieben häufigen, moralisch fragwürdigen Witzen diskriminiert. „Dass er jetzt mit dem Finger genau auf mich zeigt, ist unbegreiflich.“

Dass er ungern Frauen trainiere, daran sei jedoch etwas dran, gibt Ludwig zu: „Ich würde nicht sagen, dass ich etwas gegen Frauen-MMA habe. Ich sehe es aber nicht gerne, wenn eine Frau ins Gesicht geschlagen wird. Wenn sie Ringen oder Grapplen, ist das okay (…). Es gibt da großartige Kämpfe, aber es fühlt sich immer noch komisch an, das zu sehen. Ja, ich mag es nicht wirklich, Frauen zu trainieren.“

Einen laut Faber recht ernsten Zwischenfall, bei dem Ludwig gegenüber einem UFC-Offiziellen handgreiflich geworden war, weil dieser ihm keine UFC-Tickets für zwei seiner Freunde beschaffen konnte, beschreibt dieser ebenfalls als überdramatisiert: „Wir haben das in Ordnung gebracht“, so Ludwig. Die betreffende Person sei der jetzige UFC- und frühere WEC-Offizielle Reed Harris gewesen. „Ich und Reed haben keinerlei Probleme miteinander. Das war ein völliges Missverständnis. Wir haben darüber geredet und es aus der Welt geschafft.“

Ludwig führte weiterhin an, dass Faber tatsächlich weitaus weniger organisiert und geschäftsversiert sei, als es von außen den Anschein habe: „Er hat eine Menge um die Ohren, er tut nicht immer das, was er sagt und manche Dinge gehen im Chaos unter.“ Fragt man Ludwig, dann rühren die Differenzen zwischen den beiden auch daher, dass „Bang“ den UFC-Star kritisiert, wenn niemand anderes es tut: „Er ist in einer Position, in der ihn niemand in Frage stellt (…). Er sagt dort, wo es langgeht – aber nicht mit mir. Wenn etwas, dass erledigt werden sollte, nicht erledigt wird, dann werde ich dich darauf ansprechen. Das gilt für jeden.“

Diese „Nicht erledigten Dinge“ waren hauptsächlich finanzieller Natur, wenn man Ludwig Glauben schenkt. „Es gab mehrere Fälle, in denen wir meiner Ansicht nach einen gemeinsamen Nenner gefunden hatten und das Ergebnis war letztendlich immer, dass ich übervorteilt wurde. Ich verstehe es nicht. Das war der Grund, warum wir immer Probleme hatten. Weil wir geredet hatten, uns auf etwas geeinigt hatten und wenn dann bestimmte Dinge passieren sollten, sind sie nicht passiert.“