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Drei Ex-Weltmeister bei UFC Sacramento im Einsatz

Germaine de Randamie und Aspen Ladd (Foto: ZUFFA LLC)

Wie ernst das Karriereende im MMA zu nehmen ist, wird uns am Samstag, den 13. Juli, wieder einmal vor Augen geführt werden. Weniger als drei Jahre nach seinem tränenreichen Abschied vom Sport feiert der ehemalige WEC-Weltmeister Urijah Faber bei UFC Sacramento sein Comeback. Vor heimischer Kulisse trifft „The California Kid“ auf den 13 Jahre jüngeren Ricky Simon. Neben Faber steigen mit Germaine de Randamie und Nicco Montano zwei weitere Ex-Champions am Samstag in das Octagon. Zudem ist das Programm mit Kämpfern wie Josh Emmett, Mirsad Bektic, Andre Fili und Ryan Hall für eine Fight Night sehr stark besetzt.

Sowohl das Vorprogramm, als auch das Hauptprogramm von UFC Minneapolis werden auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird zudem auf DAZN gezeigt. Ein Abo kostet dort monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Für UFC-Events fallen keine weiteren Kosten an.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm (ufc.tv): Samstag, 13. Juli, 23:00 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/Dazn): Sonntag, 14. Juli, 02:00 Uhr

Der Main Event: Germaine de Randamie vs. Aspen Ladd

Denkt man an die weiblichen Weltmeisterinnen im Federgewicht, wird den meisten Fans wohl die amtierende Championesse Amanda Nunes sowie ihre Vorgängerin Cris „Cyborg“ Justino einfallen. Die allererste UFC-Titelträgerin wird jedoch oft vergessen: Germaine de Randamie (8-3). Die Niederländerin hatte sich den Gürtel bei UFC 208 mit einem Punktsieg gegen Holly Holm geholt. Der Kampf war jedoch nicht ohne Kontroversen abgelaufen: Zwei Mal landete de Randamie lange nach dem Rundengong noch Schläge, ohne dafür einen Punktabzug zu erhalten. Für Aufsehen sorgte die „Iron Lady“ jedoch vor allem nach ihrem Sieg. Sie weigerte sich beharrlich, gegen die logische erste Herausforderin „Cyborg“ Justino in den Käfig zu steigen. Als Grund führte sie den Steroidkonsum der Brasilianerin ins Feld.

Lange ließ sich die UFC das nicht bieten und nahm de Randamie den Titel kurzerhand wieder ab. Daraufhin wechselte die ungeschlagene Kickboxerin wieder ins Bantamgewicht und punktete dort die ehemalige Titelherausforderin Raquel Pennington aus. Mit diesem Sieg im Rücken könnte sie sich nun einen Rückkampf mit Amanda Nunes sichern. Das erste Aufeinandertreffen hatte sie im Jahr 2013 noch vorzeitig verloren.

Dafür muss ein Sieg über Aspen Ladd (8-0) her. Die 24-Jährige ist in ihrer jungen Karriere noch ungeschlagen und hat bereits einige beeindruckende Siege in ihrer Vita stehen. So gehören Namen wie Lina Länsberg, Tonya Evinger und zwei Mal Sijara Eubanks zu ihren Opfern. In einer Gewichtsklasse, in der Amanda Nunes bereits jede Kämpferin von Rang und Namen geschlagen hat, dürfte Ladd die nächste Herausforderin sein, falls sie Germaine de Randamie bezwingen sollte.

Der Co-Main Event: Urijah Faber vs. Ricky Simon

Ein Duell der Generationen erwartet die Zuschauer auch im Co-Hauptkampf des Abends. In seinem Comeback bekommt es der 40-jährige Urijah Faber (34-10) mit dem 26-jährigen Ricky Simon zu tun. „The California Kid“ hatte seine Laufbahn im Jahr 2016 beendet und wurde nur ein Jahr später in die Hall of Fame der Organisation aufgenommen. Nur drei Jahre später juckt es den Ex-WEC-Weltmeister und mehrfachen Herausforderer auf den UFC-Titel jedoch schon wieder in den Fingern. Als frischgebackener Vater will es Faber noch einmal wissen.

Einen Aufbaugegner bekommt die MMA-Legende dabei nicht vorgesetzt. Im Gegenteil: Ricky Simon (15-1) ist nicht nur ein ehemaliger LFA-Champion, sondern auch in drei UFC-Kämpfen noch ungeschlagen. Vor allem seine Leistung gegen Merab Dvalishvili war äußerst beeindruckend. Nach einem harten Gefecht setzte er einen Guillotine Choke an, für den die Zeit aber nicht zu reichen schien. Als der Rundengong zum letzten Mal ertönte, schien es so, als ginge der Kampf über die Punkte. Davalishvili war jedoch in der Submission eingeschlafen, Simon wurde zum Sieger erklärt. Seitdem feierte der 26-Jährige zwei Punktsiege, die ihn in die Top-15 im Bantamgewicht beförderten. Nun will er sich gegen Faber einem großen Publikum vorstellen.

Das restliche Programm

Auch das weitere Programm ist für eine Fight Night sehr stark besetzt. Im Federgewicht treffen die beiden Top-Athleten Josh Emmett (14-2) und Mirsad Bektic (13-1) aufeinander. Der Alpha-Male-Kämpfer Emmett erholte sich zuletzt von einem schweren K.o. gegen Jeremy Stephens und knockte seinerseits Michael Johnson spektakulär aus. Bektic stand zuletzt vor einem Jahr im Käfig und punktete Ricardo Lamas knapp aus. Nun wollen sich beide Federgewichte in die Nähe eines Titelkampfes schieben.

Im Vorprogramm ist mit Andre Fili (19-6) ein weiterer Lokalmatador vertreten. Nachdem er zuletzt Myles Jury nach Punkten bezwingen konnte, soll gegen Sheymon Moraes (11-3) der nächste Triumph her.

Mit Nicco Montano (4-2) ist eine weitere Ex-Weltmeisterin in Sacramento mit von der Partie. Nachdem sie sich im TUF-Finale gegen Roxanne Modafferi den Gürtel im Fliegengewicht gesichert hatte, konnte sie ein Gefecht mit Valentina Shevchenko aufgrund eines fehlgeschlagenen Weight Cuts nicht wahrnehmen und musste das Gold wieder abgeben. Nach einer Dopingsperre wechselt sie für einen Kampf mit Julianna Pena (8-3), die aus der Mutterpause zurückkehrt und die Olympia-Ringerin Sara McMann ersetzt, ins Bantamgewicht.

Zuvor kommt es zu einem Aufeinandertreffen von Darren Elkins (24-7) und Ryan Hall (7-1). Während Hall zuletzt B.J. Penn zur Aufgabe zwang, steht Elkins nach zwei Niederlagen mit dem Rücken zur Wand.

Anbei das komplette Programm in der Übersicht:

UFC on ESPN+ 13
13. Juli 2019
Golden1 Center, Sacramento, USA

Hauptprogramm (ufc.tv/Dazn)
Germaine de Randamie vs. Aspen Ladd
Urijah Faber vs. Ricky Simon
Mirsad Bektic vs. Josh Emmett
Karl Roberson vs. John Phillips
Cezar Ferreira vs. Marvin Vettori

Vorprogramm (ufc.tv)
Mike Rodriguez vs. John Allan
Andre Fili vs. Sheymon Moraes
Nicco Montano vs. Julianna Pena
Darren Elkins vs. Ryan Hall
Jonathan Martinez vs. Liu Pingyuan
Livinha Souza vs. Brianna Van Buren
Vince Morales vs. Benito Lopez