UFC News

Dosen-Gate: Behörde besteht auf Geld, Strafe "nur" 75.000$

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler)

Die Strafe für Conor McGregors Dosenwurf im Vorfeld von UFC 202 fällt offenbar doch nicht so hoch aus wie zunächst angenommen. Dennoch besteht die Behörde auf das Geld - und könnte McGregor sogar den Megafight gegen Eddie Alvarez bei UFC 205 im November kosten.

150.000 Dollar Geldstrafe sollte Conor McMgregor an die Sportbehörde Nevadas (NAC) zahlen, weil er bei der Pressekonferenz zum Rückkampf gegen Nate Diaz bei UFC 202 in einem Wutausbruch eine Getränkedose in Richtung der Diaz-Entourage warf und dabei einen unbeteiligten Zuschauer traf. 

UFC-Präsident Dana White bezeichnete die Strafe als "Wahnsinn". McGregor kokettierte bereits damit, nicht zahlen zu wollen, indem er der Behörde "viel Glück" dabei wünschte, das Geld einzusammeln und ankündigte, in nächster Zeit nicht mehr in Las Vegas kämpfen zu wollen.

Nun meldete sich NAC-Direktor Bob Bennett zu Wort, um einige Dinge richtig zu stellen und eine subtile, doch nachhaltige Drohung auszusprechen.

Geldstrafe nur halb so hoch

Zunächst stellte Bennett klar, dass McGregor keine 150.000 sondern "nur" 75.000 Dollar zahlen müsse, nämlich genau 2,5 Prozent seiner Nettogage von drei Millionen (ohne Boni, Pay-per-View-Beteiligung, etc.).

Die übrigen 75.000 Dollar, die in den vergangenen Tagen kommuniziert wurden, entsprächen dem Wert der 50 Arbeitsstunden, die der Ire zusätzlich zur eigentlichen Geldstrafe leisten müsse.

"Das haben die Medien wohl falsch verstanden", so Bennett. McGregor und sein Anwalt hatten sich während einer Anhörung vor der NAC zu den Sozialstunden bereiterklärt.

Auf das Geld wird die Behörde allerdings bestehen, das machte Bennet noch einmal deutlich. Einfach nicht zu bezahlen, könnte sich für McGregor als großer Fehler herausstellen.

Streicht die Behörde McGregor vs. Alvarez?

"Ich verstehe, dass McGregor aufgebracht ist, 75.000 Dollar sind schließlich viel Geld", so Bennet. "Er hat eine riesige Fan-Gefolgschaft, verdient viel Geld und ist Weltmeister. Klar ist er da frustriert. Seinen Andeutung fand ich dennoch unangebracht. Ich glaube - und das sage ich mit allem nötigen Respekt für Conor McGregor - er versteht einfach nicht, wie das System bei einer solchen Strafe funktioniert."

Sollte McGregor nämlich in der Tat nicht zahlen, könnte ihm die Sportbehörde des Bundesstaates New York die Lizenz für seinen Kampf gegen Eddie Alvarez bei UFC 205 entziehen - ein Mega-Fight, bei dem es um Millionen geht. Ein unwahrscheinliches, aber dennoch mögliches Szenario.

Nate Diaz erwartet im Übrigen ebenfalls eine Strafe. Seine Anhörung findet kommenden Monat statt.