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„Dos Santos hat keine leistungssteigernde Substanzen verwendet“

Wie die UFC gestern bekannt gab, war eine Doping-Probe vom früheren Schwergewichtschampion Junior dos Santos (18-5) positiv ausgefallen. Der Brasilianer wurde daraufhin sofort aus dem für UFC 215 am 9. September angesetzten Kampf gegen Francis Ngannou genommen, für den nun ein Ersatzgegner gesucht wird. Dos Santos Managerin äußerte sich nun zu den Vorwürfen und streitet die Verwendung leistungssteigernder Substanzen ihres Klienten ab. Stattdessen sei ein Entwässerungsmittel verantwortlich für den positiven Test, so Ana Guedes.

„Wir versuchen noch immer, die Testergebnisse zu verstehen, um zu untersuchen und ermitteln was passiert ist“, schreibt JDS-Managerin Ana Guedes in einer ersten Stellungnahme zu den Vorwürfen. „Was wir zum jetzigen Zeitpunkt wissen ist, dass Junior dos Santos niemals leistungssteigernde Mittel verwendet hat, niemals bewusst verbotene Substanzen genommen hat und die USADA in ihrem Bestreben, den Sport sauber zu halten immer unterstützt hat. Wenn es je einen Kämpfer gegeben hat, der in dieser Hinsicht eine unzweifelhafte Position hatte, ist es Junior. Wir sind sicher, dass wir herausfinden, was passiert ist und die Sache erklären können.“

In einem wenig später veröffentlichten Statement erklärt Guedes, der Test sei positiv auf das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazit ermittelt worden, nicht auf leistungssteigernde Substanzen. Es handelt sich dabei um ein Entwässerungsmittel, das von der USADA auf der Liste der verbotenen Medikamente geführt wird, da es zur Verschleierung von illegalen Substanzen im Blut genutzt werden kann.

„Wir wissen nicht, wo diese Substanz herkommt“, so Guedes weiter, „Juniors Blut und Urin wurden mehrfach unangekündigt getestet und es wurde nie ein verbotenes Mittel gefunden. Wir haben heute den Test seiner B-Probe beantragt. Da aber die Analyse der B-Probe meist die Ergebnisse der A-Probe bestätigt, arbeiten wir bereits an der Analyse seiner Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente, um herauszufinden, ob die verbotene Substanz daher stammt. Wir werden in diesem Prozess von Jeff Novitzky und Donna Marcolini von der UFC unterstützt und sind dankbar für ihre Professionalität und Kompetenz.“

Auch mit Francis Ngannou, der sich gestern sehr verärgert über den so kurzfristig abgesagten Kampf geäußert hatte, hat Dos Santos bereits Kontakt aufgenommen. „Er hat persönlich mit Francis Ngannou gesprochen und sich für die unbeabsichtigten Konsequenzen entschuldigt. Junior dankt Francis für die Sympathie, das Verständnis und den Respekt, die während des Telefonats deutlich geworden seien. Er kann es kaum erwarten, dass sich diese Situation klärt und die beiden einen neuen Termin für ihr Aufeinandertreffen finden können“, so Guedes abschließend.

Bisher sucht die UFC noch immer nach einem Ersatzgegner, der im September gegen Ngannou antreten kann.