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Doping-Verdacht: Hat Lawler gegen MacDonald betrogen?

Robbie Lawler (Foto: Florian Sädler)

Nach seinem Wechsel zu Bellator MMA holt Ex-UFC-Titelkandidat Rory MacDonald nun offenbar zum verbalen Rundumschlag aus. In einem US-Interview bezeichnete er die UFC als "langweilig", den Reebok-Deal als "respektlos" und verdächtigte Robbie Lawler des Dopings.

"Ich habe vor wenigen Minuten etwas sehr interessantes erfahren, was meinen Titelkampf gegen Robbie Lawler angeht", verriet MacDonald in der aktuellen Ausgabe der MMA Hour. "Wir müssen jetzt schauen, wo das hinführt, ich will noch nicht zu viel verraten. Erst einmal müssen wir nun Nachforschungen anstellen. Aber wenn das stimmt, könnte das ziemlich hohe Wellen schlagen. Auf jeden Fall bin ich gerade ziemlich angefressen und fühle mich ehrlich gesagt richtig betrogen."

Es geht um die Jahrhundertschlacht zwischen MacDonald und Lawler bei UFC 189, einem der denkwürdigsten Fights der UFC-Geschichte. Für MacDonald war es der erste und bislang einzige UFC-Titelkampf. Er verlor nach hart umkämpften fünf Runden schließlich durch T.K.o., nachdem Lawler ihn mit einem gezielten Treffer auf die Nase finalisieren konnte - ein Husarenstück des Champions.

MacDonald glaubt nun jedoch, Lawler hätte mit Doping-Mitteln nachgeholfen:

"Einige seiner Werte waren in unserem Kampf laut Tests angeblich viermal so hoch wie sie hätten sein dürfen", so der Bellator-Neuzugang. "Könnte aber auch sein, dass das nicht stimmt - deshalb werden wir das jetzt überprüfen. Ich will hier niemanden beschuldigen, aber wenn man sich die Vergangenheit seines Teams anschaut, dann ist das alles schon sehr merkwürdig. Solange ich keine Beweise habe, kann ich aber auch keine Vorwürfe erheben."

UFC 189 war der erste UFC-Event überhaupt, der unter der Aufsicht der Anti-Doping-Behörde USADA abgehalten wurde. Lawler wurde in seiner gesamten Karriere noch nie des Dopings überführt. Er trainiert im American Top Team, wo in den vergangenen Monaten mit Hector Lombard, Gleison Tibau und Yoel Romero gleich eine Reihe von prominenten Kämpfern mit leistungssteigernden Substanzen erwischt wurden. Auf welche Testergebnisse MacDonald genau anspricht, verriet er jedoch nicht.

"Ich habe mich sehr hart auf diesen Kampf vorbereitet, mir die Seele aus dem Leib gekämpft. Ich habe wirklich alles gegeben", so der 27-jährige Kanadier weiter. "Vor allem habe ich ehrlich gekämpft, wie immer während meiner gesamten Karriere. Mit schmutzigen Drogen, leistungssteigernden Substanzen und solchen Dingen will ich nichts zu tun haben - das könnte ich moralisch nicht mit mir vereinbaren. Ich glaube stets an mich selbst und dass ich es, wenn ich hart trainiere und an mir und meinen Techniken arbeite, bis an die Spitze schaffen kann. Deshalb regt mich diese Geschichte, sollte sie stimmen, auch so auf."