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Doping: Schwere Vorwürfe gegen UFC-Champ Cain Velasquez

Ben Rothwell (Foto: Tobias Bunnenberg)

In einem Interview mit US-Podcast "MMA Hour" erhob UFC-Schwergewicht Ben Rothwell am Montagabend schwere Vorwürfe gegen UFC-Champion Cain Velasquez. Er unterstellte dem Konditionswunder indirekt Doping.

Cain Velasquez ist bekannt für sein hohes Tempo, seine unnachgiebige Aggressivität und vor allem seine unglaubliche Kondition. Das geht nicht mir rechten Dingen zu, glaubt sein Schwergewichts-Kollege Ben Rothwell und unterstellte dem UFC-Champion nun Missbrauch leistungssteigernder Substanzen.

"Ich bin gespannt, was nach dem 1. Juli passiert, wenn engmaschiger getestet wird", so Rothwell. "Mal sehen, ob Velasquez dann noch so kämpfen wird wie bisher. Ich bezweifle es! Ich will hier niemandem etwas unterstellen, aber ich versichere euch, dass das Schwergewicht nach dem 1. Juli nie wieder so sein wird wie vorher. Wenn sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, sollte er sich vielleicht fragen, was für Leichen er selbst im Keller hat."

Ab 1. Juli tritt das neue Anti-Doping-Programm der UFC in Kraft, in dessen Rahmen die Kämpfer der UFC deutlich häufiger auf leistungssteigernde Substanzen getestet und für Doping-Vergehen vehementer bestraft werden. Bisher wurde Velasquez' Name niemals im Zusammenhang mit Doping erwähnt, er selbst reagierte überrascht auf die Anschuldigungen Rothwells: 

"Ich? Also bisher wurde ich ja nicht gerade wegen meines imposanten Körperbaus gelobt, solche Vorwürfe sollten mir also wahrscheinlich schmeicheln", scherzte bei einem Media-Event zur Bewerbung seiner Titelverteidigung gegen Fabricio Werdum bei UFC 188 diesen Samstag.

Das Kuriose an Rothwells Aussagen: 2013 wurde er selbst wegen erhöhter Testosteron-Werte für neun Monate gesperrt, gab an, am einst erlaubten, doch inzwischen verbotenen Testosteron-Ersatztherapie-Programm (TRT) teilgenommen zu haben.

"Die UFC wusste damals bescheid, ich brauchte das einfach. Heute habe ich das hinter mir und werde zehnmal genauer unter die Lupe genommen als jeder andere. Ich bereue nichts!", so Rothwell. "Gottseidank habe ich das nur eine kurze Zeit genommen, so dass es mich nicht so sehr beeinflusst hat, wie z. B. Vitor Belfort."

Auch Belfort war Teilnehmer des TRT-Programms und bestritt vor zwei Wochen seinen ersten Kampf ohne zusätzliches Testosteron, wobei er wie ein Schatten seines früheren Selbst wirkte. Rothwell konnte sich vergangenen Samstag mit einer Erstrunden-Submission gegen Matt Mitrione durchsetzen.