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Donald Cerrone: „Ich bedeute der UFC einen Scheiß“

Donald Cerrone (Foto: Florian Sädler)

In den letzten Wochen verdichteten sich Gerüchte, die UFC würde in absehbarer Zeit für etwa vier Milliarden Dollar an eine chinesische Unternehmensgruppe verkauft werden. Diese exorbitant hohe Zahl nahmen einige Athleten zum Anlass, ihre Vertragssituation mit der weltweit führenden MMA-Organisation zu überdenken. Neben Rory MacDonald, der künftig den Bewerbermarkt austesten will, meldete sich auch einer der aktivsten Kämpfer der UFC zu Wort: "Cowboy" Donald Cerrrone.

Kaum ein anderer Athlet der UFC steigt so oft ins Octagon wie Donald Cerrone. Seit seinem Debüt in der Organisation im Jahr 2011 bestritt der "Cowboy" bereits 21 Kämpfe, von denen er ganze 17 für sich entscheiden konnte. Zudem ist er für seinen actionreichen Kampfstil bekannt, der ihm in seiner Zeit bei der UFC und WEC 17 "Performance of the Night"-Boni einbrachte. Diese Zahlungen sind jedoch auch bitter nötig, ist Cerrone doch mit seiner Bezahlung ganz und gar nicht zufrieden.

"Das klingt alles ganz toll" so Cerrone auf der Presse-Konferenz nach seinem eindrucksvollen Sieg gegen Patrick Côtè (GNP1.de berichtete). "Laut meiner Bezahlung bedeute ich der UFC aber einen Scheiß. Aber wir werden sehen. Vielleicht rede ich jetzt mal mit [UFC-Präsident] Dana [White] und wir finden einen Weg, das zu verbessern."

Tatsächlich befindet sich die Bezahlung Cerrones nicht auf derselben Stufe wie die anderer Athleten seines Leistungsniveaus. Für seinen Titelkampf gegen Rafael Dos Anjos kassierte der "Cowboy" beispielsweise 79.000 Dollar Antrittsgage, während Junior Dos Santos mit 400.000 Dollar entlohnt wurde.

Sollte das Gespräch mit Dana White nicht die gewünschten Früchte tragen, gäbe es für Cerrone noch einige weitere Optionen. Sowohl Bellator MMA als auch World Series of Fighting locken ehemalige UFC-Kämpfer mit lukrativen Verträgen. Zusätzlich haben besagte Organisationen keine Bindung an einen Sportartikelhersteller, womit den Athleten die Möglichkeit gegeben wird, weitere Einnahmen durch Sponsoren zu generieren.

Cerrone scheint sich derzeit jedoch nicht mit einem Wechsel auseinanderzusetzen. Ganz im Gegenteil, er plant bereits seinen nächsten Kampf. In welcher Gewichtsklasse dieser stattfinden wird, hält er sich jedoch noch offen.

"Ich mag 55 (Leichtgewicht), ich mag 70 (Weltergewicht)" so der "Cowboy". "Was auch immer der schnellste Weg zu meinem nächsten Kampf ist. Egal welche Gewichtsklasse, diesen Weg werde ich gehen."