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Dominick Reyes will Wörtchen mit Punktrichter reden

Dominick Reyes (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

In der Nacht um Sonntag erhielt Dominick Reyes seine große Titelchance gegen Jon Jones. Bei UFC 247 in Houston zeigte sich der Herausforderer auf Augenhöhe, gewann Runden und hätte auch den Titel fast erobert. Stattdessen werteten alle Punktrichter für Jones, einer sogar vier von fünf Runden. Nicht in Ordnung für Reyes.

„Ich bin in erster Linie enttäuscht“, sagte Reyes auf der anschließenden Pressekonferenz. „Ich bin stolz auf mich. Ich wollte in den Käfig steigen, alles geben, was ich habe und aus dem Kampf einen ESPN-Klassiker machen. Ich glaube, dass ich das geschafft habe. Aber mir fehlt der Respekt. Ein Punktrichter hatte es 49 zu 46 für Jones. Wer ist das? Wir müssen uns vielleicht mal unterhalten.“

Die überraschend klare Wertung für Jones, bei der nur die erste Runde an Reyes ging, wurde von Joe Solis eingereicht und im Nachgang mit großer Kritik bedacht. Reyes hatte Jones in den ersten Runden gut zugesetzt, bevor der Champion seinen Konditionsvorteil nutzte und dem müder werdenden Reyes in den späten Runden noch den Sieg abnehmen konnte. Zumindest nach Sicht der Punktrichter. Reyes sieht sich nicht als Verlierer.

„Ich weiß, dass ich den Kampf gewonnen habe. Ich war bis zum Schluss drin. Ich muss mir keine Wiederholung anschauen, ich war da. Ich habe Jon Jones wie einen normalen Menschen aussehen lassen. Ich habe fünf Runden lang den Kampf zu ihm gebracht. Ob drei zu zwei oder vier zu eins, eins davon hätte es für mich sein müssen. Ich bin fest davon überzeugt. Schaut euch einfach die Zahlen an und wie sich der Kampf entwickelt hat. Die Takedowns kann man nicht einmal werten. Er hat nur Energie verschwendet und ich war sofort wieder auf den Beinen, als wäre es nichts gewesen und habe ihn mit Ellenbogen erwischt.“

„Und so werde ich behandelt? Ich kann es nicht mehr ändern. Die Leute haben gesehen, dass ich ein wahrer Kämpfer bin. Mir haben heute einige aus der Führungsetage gesagt, dass der Kampf mir gehört hat“, so Reyes weiter.

Darunter gehörte auch UFC-Präsident Dana White, der bereits angab, dass er eher für Reyes gewertet hatte. Ein Rückkampf scheint möglich und auch Jones nicht unbedingt abgeneigt.

„Es war eine große Bestätigung für mich. Das erste Mal, dass ich fünf Runden gekämpft habe, war gegen Jon Jones, einen der besten aller Zeiten, und ich habe ihm Druck gemacht. Ich fühle mich als Champion des Volkes.“