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Dominick Reyes: Jon Jones hat mich überhaupt nicht eingeschüchtert

Dominick Reyes (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Oftmals sind Kämpfe bereits entscheiden, bevor sich die Konkurrenten überhaupt im Ring gegenüberstehen. Manchmal ist es Trash Talk, der Athleten negativ beeinflusst, manchmal reicht schon der Ruf des Gegners. Dominick Reyes, der im Hauptkampf von UFC 247 auf Jon Jones treffen wird, lässt sich laut eigener Aussage von derlei Faktoren jedoch nicht beirren. In einem Interview gab der „Devastator“ an, in keiner Weise von Jones eingeschüchtert worden zu sein. Er ist sich sicher, dass Jones nicht so stark ist, wie es sein Ruf vermuten lassen würde.

„Ich war überhaupt nicht eingeschüchtert“, sagte Reyes über das erste Aufeinandertreffen mit dem Weltmeister. „Es war interessant, das war das erste Mal, dass ich Jon in meinem Leben getroffen habe, das erste Mal, dass ich ihm gegenüberstand oder in seiner Nähe war. Wir standen uns direkt gegenüber und meine Herzfrequenz ist kein bisschen nach oben gegangen. Ich habe mich wie daheim gefühlt.“

Reyes ist sich sicher, dass Jones` Ruf beeindruckender ist als seine eigentlichen Leistungen. „Die Geschichten über Jones sind größer als er selbst“, so der 30-Jährige. „Ich dachte, er würde leuchten oder so. Mein ganzes Leben lang habe ich ihn dabei beobachtet, wie er all diese Energie verströmt hat, aber als ich ihm gegenüberstand und so nah an ihm dran war, habe ich gesehen, dass dieser Typ nur ein Mann mit viel Unsicherheit ist. Ich habe es genau gesehen.“

Im Gegensatz zu den bisherigen Gegnern von Jones lässt sich der „Devastator“, der in 12 Kämpfen noch ungeschlagen ist, nicht von seinem Kurs abbringen: „Ich bin mir ganz sicher, dass [die anderen Gegner von Jones ein bisschen ausgeflippt sind]. Es ist einfach, darauf reinzufallen. Jeder will dir sagen, `Oh mein Gott, du kämpfst gegen Jon Jones. Was wirst du machen?` Ich werde kämpfen. Ich werde das machen, worin ich gut bin. Ich werde das machen, was ich liebe. Das werde ich tun. Die Leute denken, es wäre so viel mehr. Es ist immer noch ein Kampf, nur ein Kampf.“

Seit 2017 ist Reyes Teil des UFC-Kaders und konnte in dieser Zeit bereits sechs Siege einfahren, vier davon vorzeitig. Zuletzt knockte er Chris Weidman in unter zwei Minuten aus – ein Sieg, der ihm das nötige Selbstbewusstsein für seinen anstehenden Titelkampf verschaffte.

„Chris Weidman in einer Minute auszuknocken ist natürlich keine leichte Aufgabe“, so der ehemalige Footballspieler. „Ich glaube nicht, dass jemals jemand Weidman in der ersten Runde besiegt hat. Nach dieser ganzen Woche war ich backstage völlig entspannt, habe die Kämpfe geschaut und mir gedacht, `Man, ich will heute einen echten Kampf abliefern`. Greg Hardy war auch da. Da habe ich gesagt, `Ich will die Fäuste fliegen lassen, Bro. Ich will auch ein bisschen getroffen werden`. Da hat er gesagt, `Ja Bro, ich auch`.“

„Das Aufwärmen war fantastisch und als ich da rausgegangen bin, habe ich mich so friedlich gefühlt, als wäre ich genau da, wo ich sein soll. Es hat sich angefühlt, als würde alles perfekt laufen. Und nach dem Kampf hat es sich so angefühlt, als sei dies der nächste Schritt. Ich bin bereit.“