UFC News

Dominick Cruz: „Urijah Fabers Ego besiegt ihn jedes Mal“

Dominick Cruz (Foto: Florian Sädler)

Seit dem Beginn seiner Leidenszeit im Jahr 2011 konnte der amtierende UFC-Bantamgewichtschampion Dominick Cruz das Octagon lediglich zwei Mal betreten. Im selben Zeitraum fuhr sein Rivale Urijah Faber acht Siege gegen Athleten ein, die sich zumeist in den Top 10 der Gewichtsklasse befanden. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen macht sich Cruz wenig Sorgen vor seinem anstehenden Duell mit dem „California Kid“. Laut eigener Aussage muss er den ehemaligen WEC-Champion bei UFC 199 nicht selbst besiegen, das übernimmt ein anderer Gegner: Fabers eigenes Ego.

Dominick Cruz und Urijah Faber verbindet eine nun bereits neun Jahre währende Rivalität. Bei der 26. Auflage der WEC trafen die beiden zum ersten Mal aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt galt Faber als einer der Gewichtsklassen-übergreifend besten Kämpfer der Welt, während Cruz noch am Anfang seiner illustren Karriere stand. Das Ergebnis fiel dementsprechend aus: Bereits nach 98 Sekunden musste der „Dominator“ in der berüchtigten Guillotine des „California Kid“ abklopfen. Während sich Cruz in den Folgejahren jedoch zu einem Weltmeister entwickelte, konnte sich Faber nach seinem Titelverlust gegen Mike Brown keinen Gürtel mehr um die Hüfte schnallen. Cruz macht dafür nicht mangelndes Talent verantwortlich, sondern hat eine andere Erklärung.

„Es liegt an seinem Ego“, so Cruz auf dem Media-Tag vor UFC 199. „Wenn du nicht akzeptieren kannst, was du falsch gemacht hast, und nicht sagen kannst: 'Hey, darin bin ich nicht gut', dann kannst du nicht daran wachsen. Er ist dazu nicht im Stande.“

Neben einem zu großen Ego kritisierte Cruz auch die fehlende Akzeptanz von Niederlagen. Besonders nach seinem zweiten Aufeinandertreffen mit Renan Barao hatte Faber stark mit der Entscheidung des Schiedsrichters gehadert, den Kampf vorzeitig zugunsten des Brasilianers zu beenden.

„Er hat Ausreden für jede seiner Niederlagen. Er hat schon dreimal durch T.K.o. verloren und akzeptiert trotzdem keine der drei Niederlagen. Wie soll man daran wachsen, wenn man weder die Art der Niederlage, noch den Gegner akzeptiert? Das geht einfach nicht. […] Er akzeptiert nicht, dass er verloren hat und kann sich deshalb nicht verbessern. So entwickelt er eine starre Denkweise in einem Sport, in dem du entweder besser wirst oder überholt wirst.“

Während bei Faber also eine positive Entwicklung ausblieb, arbeitete Cruz trotz zahlreicher Rückschläge an sich, indem er aus seinen Verletzungen einen positiven Effekt zog.

„Mann muss die schlimmen Dinge akzeptieren, die einem passieren und etwas Großartiges daraus machen. Wenn du es hinnehmen kannst, wird es aus dir eine Maschine und eine bessere Person machen.“

Ob Cruz mit seiner Analyse richtig liegt, zeigt sich am 4. Juni. Dann werden die beiden Rivalen ihre Trilogie bei UFC 199 vervollständigen.